Mit einem Gottesdienst in der Kapelle mit Direktor Manfred Strigl wurde der Besinnungstag abgeschlossen (Bild: Joachim Weiß)

„Du bist das Salz der Erde” Besinnungstag der KAB

Der Kreisverband der Katholischen Arbeitsnehmer-Bewegung (KAB) hatte zum religiösen Bildungstag in das Haus Johannisthal eingeladen. Für die Organisation waren Gisela Illner und Joachim Weiß von der Pfarrei Herz-Jesu Sulzbach-Rosenberg verantwortlich und 50 Mitglieder aus den Ortsverbänden der Stadt Amberg und des nördlichen Landkreises Amberg-Sulzbach waren dabei. Direktor Manfred Strigl gestaltet diesen Tag, mit seiner Gitarre, auf einer gemeinsamen Suche nach dem, was unser Leben wieder „witzig” oder „würzig” macht. Früher bedeutete das Wort „Witz” nicht nur Scherz, sondern vor allem Verstand, Klugheit, Einsicht und geistreiche Auffassungsgabe, ähnlich dem heutigen Esprit. Jesus sagt: „Ihr seid das Salz der Erde”. Wenn unser Leben „fad” geworden ist, was können wir tun, damit es wieder „würzig” oder „witzig” wird? Humor ist mehr als ein Scherz – er ist ein Stück Lebensweisheit. Er kann trösten, verbinden und Mut machen, selbst in schwierigen Zeiten. Bei diesem Bildungstag entdecken KABler, wie Humor und Glaube zusammengehören, warum Lachen manchmal die beste Form von Hoffnung ist und wo Witz und Spott ihre Grenzen haben. Freude und Humor gehören zum Menschsein und auch zum Glauben. Schon die Bibel kennt das befreiende Lachen, das aus Vertrauen und Hoffnung erwächst. Zugleich wissen wir, dass Witz und Ironie verletzen können, wenn sie auf Kosten anderer gehen. Beim Bildungstag ging es darum, Humor als Ausdruck innerer Freiheit, Gelassenheit und Menschenfreundlichkeit zu verstehen. Die KABler reflektierten, welche Rolle Humor im persönlichen Leben, im Glauben und im gesellschaftlichen Miteinander spielt. Anhand von Beispielen und Impulsen wurde erarbeitet, wie Lachen verbinden und ermutigen kann – und wo Humor seine Grenzen hat. So wird Humor zum Thema von Selbstreflexion, Kommunikation und ethischer Verantwortung.
Die KAB-Ortsverbände mit ihren Bannern und die Zelebranten des Gottesdienstes mit (von links) Dr. Adaikalem Donald Michael, Kreispräses Michael Jakob, Diözesanpräses Stephan Rödl (Regensburg) und Stadtpfarrer Josef Irlbacher, flankiert von den Ministranten Manfred Baldauf und Otto Held. (Bild: Georg Müllner)

Der Mensch steht im Mittelpunkt der Arbeit

Der Gottesdienst der Ortsverbände der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) aus der Stadt und dem Landkreis am Vorabend der 1. Mai fand diesmal in der Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit in Amberg statt. Mit dabei neben dem Zelebranten Stadtpfarrer Josef Irlbacher, Diözesanpräses Stephan Rödl (Regensburg), Kreispräses Michael Jakob (St. Konrad Amberg) und Präses Dr. Adaikalem Donald Michael (Herz Jesu Rosenberg). Eine der wesentlichen Aufgaben der KAB war und ist es, die Menschen in den Mittelpunkt der Arbeit zustellen. Es gehört zu ihrem Wesenskern, für die Rechte und den Schutz der Arbeitenden einzutreten. Für die KAB ist der Heilige Josef der Schutzpatron für die Frauen und Männer die in prekären Arbeitsverhältnissen mit geringer Entlohnung beschäftigt sind. Das Motto der KAB zum Tag der Arbeit ist in diesem Jahr lautet „Mach Dich stark für faire Arbeit!“ Faire Arbeit bedeutet für die KAB, dass verlässliche Regeln wie eine angemessene Entlohnung, die Einhaltung von Arbeitszeiten und Gesundheitsschutz endlich eine Selbstverständlichkeit für alle Arbeitnehmenden werden. Der Ruf nach Flexibilisierung ist als Allheilmittel für eine Wirtschaft in aller Munde, die durch grobe Managementfehler und menschenverachtende Gewinnfixierung in die Krise geraten ist. Flexibilisierung wird den Arbeitnehmenden als Zugewinn an persönlicher Freiheit und zusätzlicher Gestaltungsfreiraum für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verkauft. In Wirklichkeit geht es aber um die Lockerung bestehender Absprachen und Verträge. Daher tritt die KAB für verlässliche Regeln und maximale Transparenz ein. Die KAB als großer Sozialverband fordert von Arbeitgebern und der Politik: Wer über die Flexibilisierung von Regeln spricht, muss sich erst einmal selbst an die Regeln halten! Denn verlässliche Regelungen halten unsere Gesellschaft zusammen und sorgen für soziale Gerechtigkeit um so eine Spaltung zu verhindern.
Im Haus Johannisthal trafen sich die KAB-Senioren mit Direktor Manfred Strigl KAB-Senioren zum religiösen Bildungstrag.  (Bild: Georg Müllner)

Senioren lernen Alltag als Fest zu sehen bei KAB-Bildungstag

Der KAB-Kreisverband Amberg-Sulzbach hatte die Senioren aus den Ortsverbänden zu einem religiösen Bildungstag unter dem Motto „Alltag haben wir (fast) jeden Tag – wie jeder Tag ein Fest werden kann!“ in das Haus Johannisthal eingeladen. Das Seminarhaus im Naturschutzgebiet Waldnaabtal war ein idealer Ort für den Aufenthalt, bot Zeit für Gespräche und wurde neben einer Andacht mit einer Heiligen Messe abgeschlossen. Gisela Illner von der KAB Rosenberg war für die Organisation verantwortlich und ermöglichte den Senioren wieder einen anregenden Tag mit Manfred Strigl, Priester und Gestaltpädagoge. Der Alltag ist das Fundament unseres Lebens – geprägt von Routinen und Tätigkeiten. Die Senioren ließen sich inspirieren, die kleinen Momente des Alltags zu schätzen und Routineaufgaben in einem neuen Licht zu sehen. Der Alltag kann oft erdrückend sein, oft finden Menschen aus dem Alltäglichen nicht mehr heraus. Das eigene Leben scheint nicht zu gelingen. Manfred Strigl zeigte auf, wie man einen Alltag mit Leichtigkeit, Trost, Kraft, Glaube, Hoffnung und Liebe leben kann. Viele Menschen leben von Woche zu Woche und nehmen die anderen Tage als Belastung wahr. Doch es wäre viel besser, wenn jeder Tag einen Zauber hätte, auf den man sich freut. Auch wenn wir es uns noch so sehr herbeiwünschen, es ist unrealistisch, dass jeder Tag nur Angenehmes enthält. Es ist ein Unterschied, ob man den Alltag als überwiegend positiv wahrnimmt, oder ob man sich von den unangenehmen und nervigen Dingen leiten lässt. Auch wenn wir von klein auf konditioniert wurden, dass Alltag unangenehm ist, so liegt es doch an jedem selbst, diese Wahrnehmung zu ändern. Jeder Tag kann etwas ganz Besonderes sein. Es ist möglich, sich auf jeden einzelnen Tag zu freuen, auch wenn er Dinge für uns bereithält, die wir nicht so gerne mögen. Wenn man genau hinschaut, findet man sicher auch jetzt schon im täglichen Leben Ereignisse, auf die man sich freuen kann.
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