Die Annahmekapazität im Second-Hand-Laden ist begrenzt. Nur so kann den Kunden ein breitgefächertes und gutsortiertes Sortiment geboten werden. Einladend steht die Türe für Kunden jedes Alters offen. (Bild: Martina Weiß)

In der Kolping-Kleiderkiste gelten neue Abgaberegeln

In der Kleiderkiste Vilseck hat in letzter Zeit aufgrund zu vieler abgegebenen Ware der Arbeitsaufwand erheblich zugenommen. Leider ist bei dieser Ware oft sehr viel dabei, das aussortiert werden muss. Diese Ausschussware muss von den Helferinnen wieder in Säcke verpackt und zur Kolping-Sammelstelle in den Räumen im Keller des Kindergartens Vilseck gebracht werden. Das führt zu einem erheblichen Aufwand, der von den ehrenamtlichen Mitarbeitern in zusätzlichen Arbeitsstunden bewältigt werden muss. Darum wird nur noch gut tragbare, zeitgemäße Kleidung angenommen. Dabei sollte man nach dem Grundsatz entscheiden, nur was ich kaufen würde, werde ich abgeben. Auch bei Schuhen wird darum gebeten, nur einwandfreies Schuhwerk zu bringen. Abgenutzte oder aufgetragene Treter können nicht verkauft werden und müssen von den Helfern zum Wertstoffhof gebracht werden. Selbstverständlich sollte sein, dass die Kleiderkiste kein Entsorgungsbetrieb für Kellerware oder Haushaltsauflösungen von verstorbenen Angehörigen ist. Für solche Fälle hat die Kolping-Kleidersammelstelle im Kindergarten jeden Samstag von 9.00 bis 12.00 Uhr geöffnet. Das Abstellen von Kleiderspenden vor der Haustüre ist verboten (Besitzstörungsklage). Der Eingangsbereich ist die Visitenkarte jedes Hauses und soll ordentlich bleiben. Die Kleiderkiste bietet in ihrem Second-Hand-Laden nur einwandfreie Kleidung an, und das zu günstigen Preisen. Mit dem Erlös werden immer wieder soziale Projekte in der Umgebung unterstützt. Ab sofort ist neben der regulären Öffnungszeit am Donnerstag von 15.00 bis 17.00 Uhr auch jeden ersten Samstag im Monat von 14.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Unverbindlich vorbeikommen und stöbern ist ausdrücklich erwünscht.
Monika Krieger (Mitte hinten), die angehenden Kommunionkinder und die Band 1-Way (rechts) gestalteten einen bunten Faschingsgottesdienst in der Pfarrkirche Schlicht (Bild: Christian Trummer)

Vor Gott muss sich niemand verkleiden

Schlicht. Über ein volles Gotteshaus in Schlicht freute sich Pfarrvikar Jimmy Joseph am Faschingssonntag vor allem auch deshalb, weil er viele maskierte Kinder begrüßen konnte. Mit großem Hallo wurde auch Monika Krieger in der Kirche begrüßt, als sie als Elefant verkleidet ans Mikrophon trat und anstelle der Predigt, die Geschichte vom Elefanten Elmar erzählte, der im Gegensatz zu seinen Artgenossen eine bunt karierte Haut hatte. Deshalb hatte er auch viele spöttische Blicke und dumme Bemerkungen seiner Herde und auch anderer Tiere zu ertragen. Als er aber mit Hilfe von Beerensaft seine Haut auch in ein Grau verwandelte, fiel er zwar nicht mehr auf, wurde aber auch nicht mehr erkannt unter den vielen anderen Tieren. Nachdem ein Regenguss die Farbe wieder abwusch, waren alle und auch er selbst wieder froh, als Elmar wiedererkannt zu werden. Kinder aus der Kommunionvorbereitungsgruppe machten die Erzählung mit Plakaten und gemalten Elefanten für alle Kirchensucher sehr anschaulich. Pater Jimmy ging in einer kurzen Ansprache auch auf die Geschichte ein und verdeutlichte, dass bei Gott jeder so sein darf und angenommen wird, wie er eben ist, und dass Gott möchte, dass auch die Menschen diese Einstellung zeigen. Die Kinder trugen auch die Kyrie-Rufe und die Fürbitten vor, versammelten sich alle zum Vater unser um den Altar und zogen zum Schluss unter dem Beifall der übrigen Kirchenbesucher in einer lustigen Polonäse durch die Kirche. Musikalisch wurde der Gottesdienst, der von Monika Krieger vorbereitet worden war, durch die Gruppe „1-Way“ aus Kümmersbruck mit neuen geistlichen Liedern in hervorragender Weise gestaltet, was auch mit sehr viel Applaus bedacht wurde.
Für Stimmung und Frohsinn sorgten beim Schlichter Musikantenstammtisch unter anderem (v.li.) Gisela Pretsch, Josef Weiß, Hans Hufsky und Rainer Trummer als „Mia 3 zu viert“; im Hintergrund Patrick Luber und Alois Trettenbach von der Schlichter Rentnerband. (Bild: Christian Trummer)

Bunte Vielfalt und beste Stimmung beim Schlichter Faschings-Musikantenstammtisch

Über ein gut gefülltes Haus mit zahlreichen Maschkerern, aber witterungs- und krankheitsbedingt einer nicht -wie üblich- starken Beteiligung von lustigen Musikanten freute sich „Musikante seniore“ Hans Hufsky bei seiner Begrüßung zum als bunter Kappenabend gestalteten Schlichter Musikerstammtisch im Sportheim des 1. FC Schlicht. Als Lokalmatadoren begeisterte die Schlichter Rentnerband (Reinhard Wiesmeth, Gerhard Männer, Alois Trettenbach, Patrick Luber, Harald Lukesch und Joachim Schertl) mit flotter, vorwiegend alpenländischer Blasmusik, wiederholt auch ergänzt mit frisch-forschem Gesang, der auch die Zuhörer rasch ansteckte. Einen reizvollen Gegensatz dazu bildeten bekannte Rock- und Pop-Hits, die Josef Weiß und Katharina Koller als Duo vom „Groovy Sound Echo“ mit selbst gestrickten deutschen Texten darboten und die den einen oder anderen sogar dazu brachten, im Sportheim zu „schwofen”. Für zünftige faschingsmäßige Stimmung sorgte das Schlichter Trio „Mia 3” (Hans Hufsky, Josef Weiß und Rainer Trummer), teilweise als Quartett, weil gesanglich unterstützt von Gisela Pretsch, mit einem Stimmungspotpourri und bekannten Gassenhauern, die einfach zum Mitsingen und Schunkeln animierten. Überhaupt spielten die anwesenden Musikanten in wechselnden Besetzungen und ergänzten sich oft spontan, aber perfekt. Insgesamt waren sich Musiker und Besucher einig, wieder einen abwechslungsreichen, vielfältigen und vor allem lustigen Stammtisch erlebt zu haben. Am Ende dankte Josef Weiß für den erkrankten Stammtisch-Sprecher Helmut Maul allen Musikern und nannte als nächsten Termin den 19. März 2026 wieder im Schlichter Sportheim.
Hintere Reihe von links: Alexander Weiß, 1. Vorstand, Jörg Glöckner, 3. Vorstand, Daniel Maier, 2. Vorstand, <br>Christine Britton, 1. Kassenwärterin, Jerry Wolf, 2. Schriftführer, Werner Decker, 2. Kassenwart<br>Vorne von links: Christian Stadter, 1. Schriftführer, Hans Fenk, Kassenprüfer, Herbert Grollmisch, Kassenprüfer (Bild: Sabrina Moya)

Rochade in der Vorstandschaft: Ritter von der Zarg begrüßen neuen Kassenprüfer

Selbst die Ritter von der Zarg e.V. müssen sich an die Regeln halten, denn auch ihr Verein hält jedes Jahr eine Jahreshauptversammlung ab. Vorstand Alexander Weiß stimmt die 37 anwesenden Mitglieder in die kommende Saison ein. Nachdem heuer kein Ritterlager stattfindet, soll mehr für die Mitglieder getan werden, so seine Aussage. Dazu gehören Trainingstage mit anschließendem Grillen und entspannte Lager, bei denen die Vorbereitung geringer ausfallen als zum eigenen Ritterlager. Es ist sowieso gigantisch, welche Arbeit im Hintergrund stattfindet, berichtet der zweite Vorstand Jerry und zeigt am Beamer seine Pläne, die er vorab macht. Auch die Ausrüstung muss vorbereitet, an den Platz gefahren und nach dem Lager gereinigt werden. Heuer sind die Ritter von der Zarg in Hersbruck zum Schaffest, am Mittelalterlager zu Fensterbach und in Bärnau zu sehen. Außerdem gibt es sicher wieder ein Ferienprogramm in den Vilsauen, das im vergangenen Jahr fast 30 Kinder begeisterte. Die Termine sind auf der Homepage und in den sozialen Medien zu lesen. Ein weiterer Tagesordnungspunkt sind Neuwahlen: nachdem die stellvertretende Schriftführerin Sabine Höller aus Zeitgründen zurücktritt, wechselt die Vorstandschaft ihre Ämter. Die Aufgaben des zweiten Schriftführers übernimmt Jerry Wolf, dessen Posten als zweiter Vorstand übernimmt Daniel Maier, ehemals dritter Vorstand, und dessen Posten übernimmt Jörg Glöckner, einer der beiden Kassenprüfer. Hans Fenk erklärt sich bereit, die Aufgaben von Jörg zu übernehmen. Somit ist der Verein wieder vollständig aufgestellt. Die Planungen für das 10. Ritterlager auf Burg Dagestein laufen bereits, damit nach dem Vatertag am 8. und 9. Mai 2027 wieder das historische Leben in die Burg und in die Vilsauen einziehen darf.


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Spendenübergabe der Kirwa organisierenden Vereine  (Bild: Kristina Stümpfl)

Spendenübergabe aus Sandsackaktion

Das letzte Hochwasser hat in Vilseck und Umgebung viele Haushalte getroffen. Leider waren Sandsäcke zu diesem Zeitpunkt bei Anwohnern als auch den ansässigen Feuerwehren Mangelware. Daher entstand die Idee von Kirwagemeinschaft Schlicht Vorstand, Andreas Kredler, für die Zukunft besser gerüstet zu sein. Kurzerhand wurde mit allen Kirwa organisierenden Vereinen die Aktion „Gemeinsam gegen Hochwasser” gestartet, bei welcher gemeinsam Sandsäcke befüllt wurden. Mit dabei waren die Kirwagemeinschaft Schlicht, Kirwagemeinschaft Vilseck, Kirwagemeinschaft Axtheid- Berg, Kirwagemeinschaft Sorghof, FFW Ebersbach und die FFW Schönlind. Aus diesen Vereinen kamen rund 60 fleißige Helfer, welche die rund 2.000 Sandsäcke in kürzester Zeit gemeinsam mit Füllrohren befüllt haben. Anschließend konnten sich Interessenten mit Sandsäcken eindecken. Auch bei den ansässigen Feuerwehren und der Stadt wurden Bestände eingelagert. Neben viel Spaß und Verpflegung gab es auch eine musikalische Umrahmung vom „Schlichter Blechgschwerl”. Vielen Dank an alle Beteiligten und Helfer, die dies möglich gemacht haben. Ein Dankeschön geht auch an alle beteiligten Firmen: Karl Winkler, Stadt Vilseck, LF Graf, Wolfgang Dotzler, Bäckerei Grünthaler, Brauerei Winkler Amberg und ML Weblive. Die Einnahmen von gesamt 1.500€ wurden mit je 300€ zusammen an folgende Organisationen übergeben: Gemeindejugendfeuerwehr Vilseck, Helfer vor Ort, BRK Kita St. Barbara Sorghof, BRK Kita St. Martin Schlicht und Kindergarten St. Josef Vilseck.
Sehr dankbar für die 41 Jahre vorbildliche Pflege der Kirchenwäsche durch Agnes Heldmann zeigten sich (v. li.) Pfarrer Hruday Madanu, Kirchenpfleger Markus Graf und Pfarrvikar Jimmy Joseph.  (Bild: Christian Trummer)

Pfarrgemeinde Schlicht dankt allen Mitarbeiten mit einem Ehrenabend

Nach einem beeindruckenden Rorate-Gottesdienst – zelebriert von „Geburtstagskind“ Pater Jimmy Joseph – in der nur mit Teelichtern und Kerzen erleuchteten Pfarrkirche lud die Kirchenverwaltung Schlicht alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter der Pfarrgemeinde zu einem Dankeschön-Essen in den Gasthof Roter Hahn ein. Pfarrer Hruday Madanu begrüßte diese im voll besetzten Saal und sah es nicht nur als Aufgabe, sondern als eine Ehre an, sich auch im Namen der Pfarrei bei ihnen für ihre Tätigkeit in der Pfarrei zu bedanken. Damit trügen diese ganz wesentlich dazu bei, die Pfarrgemeinde lebendig zu erhalten. Er brachte seine Freude über die gute Zusammenarbeit zum Ausdruck, die für ihn immer wieder spürbar sei, und er dankte auch für das Vertrauen, das den Seelsorgern entgegengebracht werde. „Eine lebendige Kirche wäre ohne Ehrenamt einfach nicht möglich!“ sagte er. „Nur dort wo wir gemeinsam unseren Weg gehen, einander helfen, einander Mut machen und füreinander da sind, wird die lebendige Kirche sichtbar, ja spürbar.“ Mit dem Wunsch für eine besinnliche Adventszeit, frohe und gesegnete Weihnachten und ein gesundes und friedvolles neues Jahr 2026 schloss er. Dem schloss sich auch Kirchenpfleger Markus Graf an, der ebenfalls die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für das Leben in der Pfarrei hervorhob. „Mit großem Einsatz bereichert und gestaltet ihr unsere Kirche, indem ihr all euer Wissen, eure Freizeit und viel Herzblut einbringt.“ Dafür solle das Danke-Essen ein Zeichen der Wertschätzung sein. Dann rief er, sehr zu ihrer Überraschung, Agnes Heldmann nach vorn und fragte in die Runde, was diese mit Richard von Weizsäcker zu tun habe. Beide haben 1984 ihre Aufgabe übernommen, er als Bundespräsident, sie das Reinigen der Kirchenwäsche in Schlicht. Aber im Gegensatz zu Weizsäcker, der sein Amt nach 10 Jahren abgegeben habe, habe Agnes Heldmann ihre Aufgabe 41 Jahre lang vorbildlich und zuverlässig ausgeführt. Dafür sagte er ihr im Namen der Pfarrei mit Blumen und einem Geschenk Dank. Und er freute sich, dass mit Jutta Kraus und Edeltraud Schwabe auch Nachfolgerinnen gefunden werden konnten. Das vom Gasthaus hervorragend zubereitete Büfett, ein von Pfarrsekretärin Manuela Kreuzer vorbereitetes Geschenk und angeregte Gespräche rundeten den gelungenen Abend ab.
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