Spendenübergabe der Kirwa organisierenden Vereine  (Bild: Kristina Stümpfl)

Spendenübergabe aus Sandsackaktion

Das letzte Hochwasser hat in Vilseck und Umgebung viele Haushalte getroffen. Leider waren Sandsäcke zu diesem Zeitpunkt bei Anwohnern als auch den ansässigen Feuerwehren Mangelware. Daher entstand die Idee von Kirwagemeinschaft Schlicht Vorstand, Andreas Kredler, für die Zukunft besser gerüstet zu sein. Kurzerhand wurde mit allen Kirwa organisierenden Vereinen die Aktion „Gemeinsam gegen Hochwasser” gestartet, bei welcher gemeinsam Sandsäcke befüllt wurden. Mit dabei waren die Kirwagemeinschaft Schlicht, Kirwagemeinschaft Vilseck, Kirwagemeinschaft Axtheid- Berg, Kirwagemeinschaft Sorghof, FFW Ebersbach und die FFW Schönlind. Aus diesen Vereinen kamen rund 60 fleißige Helfer, welche die rund 2.000 Sandsäcke in kürzester Zeit gemeinsam mit Füllrohren befüllt haben. Anschließend konnten sich Interessenten mit Sandsäcken eindecken. Auch bei den ansässigen Feuerwehren und der Stadt wurden Bestände eingelagert. Neben viel Spaß und Verpflegung gab es auch eine musikalische Umrahmung vom „Schlichter Blechgschwerl”. Vielen Dank an alle Beteiligten und Helfer, die dies möglich gemacht haben. Ein Dankeschön geht auch an alle beteiligten Firmen: Karl Winkler, Stadt Vilseck, LF Graf, Wolfgang Dotzler, Bäckerei Grünthaler, Brauerei Winkler Amberg und ML Weblive. Die Einnahmen von gesamt 1.500€ wurden mit je 300€ zusammen an folgende Organisationen übergeben: Gemeindejugendfeuerwehr Vilseck, Helfer vor Ort, BRK Kita St. Barbara Sorghof, BRK Kita St. Martin Schlicht und Kindergarten St. Josef Vilseck.
Sehr dankbar für die 41 Jahre vorbildliche Pflege der Kirchenwäsche durch Agnes Heldmann zeigten sich (v. li.) Pfarrer Hruday Madanu, Kirchenpfleger Markus Graf und Pfarrvikar Jimmy Joseph.  (Bild: Christian Trummer)

Pfarrgemeinde Schlicht dankt allen Mitarbeiten mit einem Ehrenabend

Nach einem beeindruckenden Rorate-Gottesdienst – zelebriert von „Geburtstagskind“ Pater Jimmy Joseph – in der nur mit Teelichtern und Kerzen erleuchteten Pfarrkirche lud die Kirchenverwaltung Schlicht alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter der Pfarrgemeinde zu einem Dankeschön-Essen in den Gasthof Roter Hahn ein. Pfarrer Hruday Madanu begrüßte diese im voll besetzten Saal und sah es nicht nur als Aufgabe, sondern als eine Ehre an, sich auch im Namen der Pfarrei bei ihnen für ihre Tätigkeit in der Pfarrei zu bedanken. Damit trügen diese ganz wesentlich dazu bei, die Pfarrgemeinde lebendig zu erhalten. Er brachte seine Freude über die gute Zusammenarbeit zum Ausdruck, die für ihn immer wieder spürbar sei, und er dankte auch für das Vertrauen, das den Seelsorgern entgegengebracht werde. „Eine lebendige Kirche wäre ohne Ehrenamt einfach nicht möglich!“ sagte er. „Nur dort wo wir gemeinsam unseren Weg gehen, einander helfen, einander Mut machen und füreinander da sind, wird die lebendige Kirche sichtbar, ja spürbar.“ Mit dem Wunsch für eine besinnliche Adventszeit, frohe und gesegnete Weihnachten und ein gesundes und friedvolles neues Jahr 2026 schloss er. Dem schloss sich auch Kirchenpfleger Markus Graf an, der ebenfalls die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements für das Leben in der Pfarrei hervorhob. „Mit großem Einsatz bereichert und gestaltet ihr unsere Kirche, indem ihr all euer Wissen, eure Freizeit und viel Herzblut einbringt.“ Dafür solle das Danke-Essen ein Zeichen der Wertschätzung sein. Dann rief er, sehr zu ihrer Überraschung, Agnes Heldmann nach vorn und fragte in die Runde, was diese mit Richard von Weizsäcker zu tun habe. Beide haben 1984 ihre Aufgabe übernommen, er als Bundespräsident, sie das Reinigen der Kirchenwäsche in Schlicht. Aber im Gegensatz zu Weizsäcker, der sein Amt nach 10 Jahren abgegeben habe, habe Agnes Heldmann ihre Aufgabe 41 Jahre lang vorbildlich und zuverlässig ausgeführt. Dafür sagte er ihr im Namen der Pfarrei mit Blumen und einem Geschenk Dank. Und er freute sich, dass mit Jutta Kraus und Edeltraud Schwabe auch Nachfolgerinnen gefunden werden konnten. Das vom Gasthaus hervorragend zubereitete Büfett, ein von Pfarrsekretärin Manuela Kreuzer vorbereitetes Geschenk und angeregte Gespräche rundeten den gelungenen Abend ab.


Weitere Artikel

Der Vereinsvorstand mit den geehrten Mitgliedern des Imkervereins: von links Thomas Gradl, Stadtpfarrer Hruday Madanu, Günther Graßler, Hermann Schertl, Bürgermeister Thorsten Grädler, Martin Graf, Rainer Schwabe und Vorsitzende Marianne Metzner. (Bild: Thomas Gradl)

Bienen top – Honig Spitze – Vilsecker Imker summen zufrieden

Bei seiner Jahreshauptversammlung im Gasthof Roter Hahn am 1. Adventssonntag konnte der Imkerverein Vilseck und Umgebung eine positive Bilanz für das Bienenjahr 2025 ziehen. Die Bienen waren wieder fleißig und die Honigernte war sehr ergiebig. Es gab zwar keinen Waldhonig, aber der geerntete Sommerhonig hat eine besonders geschmackvolle Note. Bei der bayerischen Honigmesse in Bischofsgrün wurden Rainer Schwabe und Hermann Schertl mit einer Silbermedaille und Thomas Gradl sogar mit einer Goldmedaille für ihre Premium-Honige ausgezeichnet. Stadtpfarrer Hruday Madanu hielt eine besinnliche Einführung in den Advent. In der Bibel wird Honig über 60mal erwähnt und steht für ein Leben in Fülle und reiches, fruchtbares Land, „ein Land, in dem Milch und Honig fließen”. Die Bienen sind Sinnbild für Fleiß, Gemeinschaft, Ordnung und verweisen auf die göttliche Fürsorge. 2. Bürgermeister Thorsten Grädler lobte das Engagement des Imkervereins. Er erinnerte an das gemeinsame Projekt mit dem Obst- und Gartenbauverein am „wilden Bergkirchl”. Das Pflanzen der Bäume und Hecken hat auch ihm Freude gemacht. Er wünsche dem Imkerverein auch weiter ein so aktives Vereinsleben und positive Entwicklung. Stellvertretender Vorsitzender Rainer Schwabe schritt danach zur Ehrung langjähriger Mitglieder des Vereins. Ausgezeichnet wurden Ehrenvorsitzender Hermann Schertl mit der goldenen Ehrennadel für 40 Jahre und Martin Graf mit der bronzenen Ehrennadel für 15 Jahre Mitgliedschaft. Vorsitzende Metzner erinnerte noch an die Beteiligung des Vereins am Weihnachtsmarkt im Burghof am zweiten Adventswochenende und wünschte zum Schluss den Imkern und ihren Familien noch eine besinnliche Adventzeit.
Modernes Sudhaus der Schlossbrauerei Hirschau. <br>Vorne links: 2.Vorsitzende KDFB Schlicht Frau Christa Münster. Mittig: Diplom Getränketechnologe Bachelor off Eng. Brau und Getränketechnologie Herr Sebastian Dorfner. (Bild: Christa Münster)

Frauenbund besichtigt Schlossbrauerei Hirschau

Eine Brauereiführung der Schlossbrauerei Hirschau stand im Programm. 22Personen wurden vom jungen Brauereibesitzer Herrn Sebastian Dorfner begrüßt. Seit 1812 gibt es in Hirschau die kleine Privatbrauerei der Familie Dorfner. Er ist nun die 8. Generation. Wasser, Hopfen und Malz sind die Hauptzutaten um Bier zu brauen. Wobei das weiche Hirschauer Wasser ideale Voraussetzung für gutes Bier liefert. Im automatisierten Sudhaus schilderte der Brauer die Abläufe der Bierherstellung. Danach ging es in den Kühlraum indem zum Bier die Hefe kommt und der Alkohol entsteht. Im 0°C kaltem Lagerraum im Keller erhält das Hirschauer Bier reichlich Zeit um sein wunderbares Aroma zu entfalten. Im Filtrationsraum werden die Feststoffe aus dem Bier getrennt. Ein kurzer Videofilm zeigte die hauseigene Abfüllung in Aktion. Anschließend konnte die Anlage mit der Flaschenwaschmaschine, dem Inspektor, dem Flaschenabfüller und Etikettierer angeschaut und erklärt werden. Die eigene Abfüllung ermöglicht Sonderbiere in kleinen Mengen wie das Hochzeitsbier des Brauers abzufüllen. Beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer vom Vollgutlager in dem sich die Kisten bis unter die Decke stapeln. Die Bierverkostung im Verkaufsraum mit 3 verschiedenen Bieren rundete die knapp 2 stündige Führung ab. Das Hirschauer Hell, das schon mehrmals eine Auszeichnung beim European Beer Star erhielt, war dabei der Favorit. Danach setzte man sich bei einer zünftigen Brotzeit im Schalander mit angeregten Gesprächen rund ums Bier zusammen. Fazit des Abends: Gutes Bier braucht gute Zutaten. Liebe zum Brauen und Zeit.
north