Sehr lebhaft beteiligten sich die Kinder am Predigtgespräch mit Pfarrvikar Christian Ogu vor dem von der KLJB Schlicht gestalteten Erntealtar.  (Bild: Werner Prechtl)

Mit Traktoren die Gaben zum Erntealtar gebracht

Mit einem sehr gut besuchten Familiengottesdienst beging die Pfarrei Schlicht das Erntedankfest. Schon beim feierlichen Einzug des Geistlichen und der Ministranten rollten Kinder auf Spielzeug-Traktoren mit in die Kirche. Nach einer Einstimmung durch Monika Krieger, die den Gottesdienst mit den Kindern vorbereitet hatte, brachte Pfarrvikar Christian Ogu in einem sehr lebhaften Predigt-Gespräch mit den Kindern diesen den Sinn von Erntedank nahe. Dabei wurde auch herausgestellt, dass man die Gaben der Erde nicht gedankenlos nur für sich nutzen dürfe, sondern auch mit anderen teilen solle. Das kam dann auch im wiederkehrenden Ruf „Wir ernten. – Wir danken. – Wir teilen.“ zum Ausdruck, als die Kinder mit ihren Traktoren verschiedene Früchte und Naturprodukte vor den Altar fuhren und dort am prächtigen Erntealtar, den die Landjugend Schlicht aufgebaut hatte, niederlegten. Brüderlichkeit und Gemeinschaft wurden dann auch deutlich, als sich die Kinder beim Vater unser und Friedensgruß um den Altar versammelten und gemeinsam beteten. Vertreter der KLJB brachten sich mit dem Vortragen der Fürbitten mit ein und eine ganz besondere Note erhielt der Gottesdienst durch die musikalische Gestaltung durch die Trommel- und Gesangsgruppe „CABABANA“ aus Kümmersbruck, die für ihre perfekt vorgetragenen, teilweise exotischen Lieder begeisterten Beifall erhielt. Mit großem Applaus der Kirchenbesucher wurde auch die eifrige Beteiligung der Kinder belohnt, mit dem sie sehr viel „Leben“ den Gottesdienst brachten.
Monika Krieger (Mitte hinten), die angehenden Kommunionkinder und die Band 1-Way (rechts) gestalteten einen bunten Faschingsgottesdienst in der Pfarrkirche Schlicht (Bild: Christian Trummer)

Vor Gott muss sich niemand verkleiden

Schlicht. Über ein volles Gotteshaus in Schlicht freute sich Pfarrvikar Jimmy Joseph am Faschingssonntag vor allem auch deshalb, weil er viele maskierte Kinder begrüßen konnte. Mit großem Hallo wurde auch Monika Krieger in der Kirche begrüßt, als sie als Elefant verkleidet ans Mikrophon trat und anstelle der Predigt, die Geschichte vom Elefanten Elmar erzählte, der im Gegensatz zu seinen Artgenossen eine bunt karierte Haut hatte. Deshalb hatte er auch viele spöttische Blicke und dumme Bemerkungen seiner Herde und auch anderer Tiere zu ertragen. Als er aber mit Hilfe von Beerensaft seine Haut auch in ein Grau verwandelte, fiel er zwar nicht mehr auf, wurde aber auch nicht mehr erkannt unter den vielen anderen Tieren. Nachdem ein Regenguss die Farbe wieder abwusch, waren alle und auch er selbst wieder froh, als Elmar wiedererkannt zu werden. Kinder aus der Kommunionvorbereitungsgruppe machten die Erzählung mit Plakaten und gemalten Elefanten für alle Kirchensucher sehr anschaulich. Pater Jimmy ging in einer kurzen Ansprache auch auf die Geschichte ein und verdeutlichte, dass bei Gott jeder so sein darf und angenommen wird, wie er eben ist, und dass Gott möchte, dass auch die Menschen diese Einstellung zeigen. Die Kinder trugen auch die Kyrie-Rufe und die Fürbitten vor, versammelten sich alle zum Vater unser um den Altar und zogen zum Schluss unter dem Beifall der übrigen Kirchenbesucher in einer lustigen Polonäse durch die Kirche. Musikalisch wurde der Gottesdienst, der von Monika Krieger vorbereitet worden war, durch die Gruppe „1-Way“ aus Kümmersbruck mit neuen geistlichen Liedern in hervorragender Weise gestaltet, was auch mit sehr viel Applaus bedacht wurde.
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