Mit einem bunten Programm, nicht ohne Überraschungen, mitreißender Musik und nicht zuletzt vielfältigen kulinarischen Köstlichkeiten sorgte der Sachausschuss Seniorenarbeit in Schlicht wieder für einen tollen Faschingsnachmittag, wobei das dreistündige Programm ausschließlich von Akteuren aus den eigenen Reihen bestritten wurde. Das fantasievoll im Stil eines Wildwest-Saloons dekorierte Pfarrheim war bis auf den letzten Platz gefüllt mit bunt maskierten und originell kostümierten Besuchern besetzt, die von den Musikern „Mia Drei“ (Hans Hufsky, Weiß Josef und Reinhard Trummer) mit Unterhaltungs-, Schunkelmusik und Mitmach-Liedern bestens unterhalten wurden.
Die Schlichter Faschingshymne „Trara – in Schlicht is’ heut’ Seniorenfasching“ wurde schon gleich mal abrupt durch die Mädels der Garde aus Vilseck unterbrochen, die sich „vordrängten“ und mit einer heißen Samba brillierten, wofür sie begeisterten Applaus erhielten. Kein Wunder, dass alle Besucher durch Mitmachen sofort bewiesen, wie sehr sie „gute Laune oben, unten und überall“ hatten, die nicht zuletzt auch durch Pater Jimmy angeheizt wurde, der zusammen mit Paula Stubenvoll und Hildegard Trummer eindrucksvoll musikalisch bewies, „Bayrisch is’ gar ned so schwer“. Für große Erheiterung sorgten auch der verfrühte „Kirchenchorsänger Josef Ströll“ und „Juniorennachmittag-Amateur“ Christian Trummer, die sich süffisant wunderten, was es alles für Leute in der Pfarrei gibt und sich auch eigene Schwächen gegenseitig aufs Brot schmierten. Der Saal tobte bei der nicht ohne Probleme verlaufenden Kutschfahrt, bei der scheidende Bürgermeister Hans Martin Schertl seiner Gattin Gerlinde die schönste Ecke seines bisherigen Herrschaftsbezirks, natürlich Schlicht, zeigte, die beiden Pferde (Pater Jimmy – folgsam und Werner Prechtl – eher störrisch), die vier Alt-Räder (Werner Rötzer, Josef Bönisch, Xaver Schaller und Leihrad Peter Wlach) und vor allem der stark strapazierte Kutscher Rainer Schwabe am Ende fast überfordert waren. Für überschäumende Begeisterung sorgte schließlich eine weitgehend musikalische Reportage aus dem Wilden Schlichter Westen, bei dem zahlreiche Cowboys und reizende Ladies und ihre Geschichten vorgestellt wurden und die Besucher begeistert in die bekannten Western-Lieder einstimmten. Häuptling Jimmy-tou stellte vor, wie er mehr Leute für den Kirchenbesuch gewinnen wolle und holte das Lasso raus und der scheidende Stadt-Sheriff stand traurig an der Bar und hatte kein Geld, war aber doch recht verwundert, als er von seinen eigenen Plänen für den Ruhestand erfuhr, nicht zuletzt künftig Sprecher beim Schlichter Seniorennachmittag zu werden und immer einen Kuchen mitzubringen. Als solcher ergriff er auch gleich das Wort, zollte den Verantwortlichen, den Mitwirkenden und den Organisatoren hohen Respekt für das vielfältige Programm und die tolle Gemeinschaftsleistung bei diesem überaus gelungen Seniorenfasching, unterstrich das mit einer Spende und verkündete dann musikalisch den „Feierabend“.