Hinter Sonnenbrillen verbarg das Seniorenbetreuungsteam seine Wehmut über den Abschied von Pater Jimmy, der Schlicht nicht nur wegen des Bildes in guter Erinnerung behalten wird. (Bild: Karl Kohl)

„Was auch immer bricht, unsere Freundschaft nicht!“
Schlichter Senioren nehmen wehmütig Abschied von Pater Jimmy

Überaus zahlreich waren die älteren Semester der Einladung des Schlichter Seniorenbetreuungsteams zum Sommerfest auf dem Kirchhof gefolgt, konnten es in den aufgebauten Zelten und bei einer frischen Brise gut aushalten und hatten viel Freude. Dazu trugen wesentlich die vorzügliche Bewirtung bei Kaffee und exquisiten Kuchen und Torten und später mit Bratwürsten vom Grill, die abwechslungsreiche musikalische Unterhaltung durch die „Haus- und Hofmusiker“ Hans, Josef und Rainer sowie ein unterhaltsames Quiz mit Fragen zu Schlicht und zu den Kirchen und Geistlichen in der Pfarrei bei. Große Erheiterung herrschte dann bei der mit Spannung erwarteten Preisvergabe: Neben einer prall gefüllten Obstschale, einem Kilo Gehackten, einer handlichen Schreibmaschine mit Drucker gab es auch Karten für eine romantischen Weinabend zu zweit, eine Reise zum Mars und zurück und den Schwarz-Weiß-Ball des Jahres. Und der Hauptpreis, ein BMW frisch aus der Produktion wurde schließlich vom Grillmeister Charles de Kohl persönlich geliefert. Wehmütiger Höhepunkt war aber der Abschied der Senioren von Pfarrvikar Pater Jimmy Joseph, der Schlicht Ende August verlassen wird. Das Betreuungsteam verbarg seine Tränen hinter dicken Sonnenbrillen, als es sang: „Ganz Schlicht weint, weil der Jimmy geht – oh weh – oh weh!“ und weiter „Marmor Stein und Eisen bricht, aber unsere Freundschaft nicht!“ Zuneigung und Dankbarkeit soll auch eine Collage mit Fotos von Pater Jimmy und den Schlichter Senioren ausdrücken, die ihm überreicht wurde. Großer Beifall der Anwesenden unterstrich die Wehmut dieses Abschieds und auch Pater Jimmy selbst machte kein Hehl daraus, dass er Schlicht und die Pfarreiengemeinschaft sehr ungern verlässt, nicht zuletzt deshalb, weil er gerade zu den Schlichter Senioren eine sehr innige Verbundenheit spüre.
Rundum zufrieden und versehen mit vielen neuen Eindrücken stellte sich die Reisegruppe der Schlichter Senioren im Biergarten noch zu einem Gruppenbild auf.  (Bild: Werner Prechtl)

Sehr informative Fahrt der Schlichter Senioren durch den Truppenübungsplatz

Das Seniorenbetreuungsteam der Pfarrei Schlicht hatte anstelle des Nachmittags im Pfarrheim zu einer Fahrt durch den Truppenübungsplatz Grafenwöhr eingeladen und fand damit sehr gute Resonanz. Mit einem voll besetzten Bus fuhr man bei Sorghof in das Südlager und besichtigte dort die großzügig angelegten militärischen, wohnlichen, schulischen, sportlichen und kulturellen Einrichtungen. Als Glücksfall erwies sich, dass der frühere Pressesprecher Franz Zeilmann die Schlichter Senioren begleitete und ihnen sehr informativ zu allen Anlagen berichtete. Einen besonderen Eindruck erlebte die Gruppe bei einem Gottesdienst in der Rose Barracks Chapel, den amerikanische Freunde, die sich der Pfarrei Schlicht sehr verbunden fühlen, ermöglichten und den Pater Jimmy Joseph zelebrierte. Auf der Fahrt durch den Übungsplatz ging es vorbei an aufgelassenen Siedlungen und zahlreichen Schießbahnen, und vom eindrucksvollen Bleidornturm aus hatte man einen herrlichen Blick in das zentrale Schießgebiet (impact area). Die Gruppe legte dann einen Halt an der Wolfschützenkapelle ein, die im 17. Jahrhundert von einem Förster nach Errettung aus tödlicher Gefahr erbaut wurde, ein Marien-Gnadenbild beherbergt und inzwischen vom Bundesforstamt erhalten wird. Die Kaffeepause in der herrlichen Natur mit mitgebrachten Kuchen und Kücheln wurde gerne angenommen. Eine Vielzahl von Informationen hatte Franz Zeilmann auch im Lager Grafenwöhr parat, ehe man das jüngste und modern angelegte Siedlungsgebiet Netzaberg erreichte. Hier stand der Besuch der multikonfessionellen und multifunktionellen Kirche im Mittelpunkt, die für großes Staunen sorgte. Den Abschluss fand die Fahrt, die von herrlichem Wetter begünstigt war, in einem idyllischen Biergarten in Grafenwöhr bei einer guten Brotzeit, ehe man vorbei am „amerikanischen“ Flugplatz mit vielen besonderen Eindrücken zurück nach Schlicht fuhr.
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