Gutes tun mit Secondhand-Mode - 1000 Euro Spende für bedürftige Bürger. (Bild: Martina Weiß)

Bürgermeister Grädler besucht die Kleiderkiste

Der Einladung von Hilde Trettenbach war Thorsten Grädler, 1. Bürgermeister der Stadt Vilseck, gefolgt und besuchte die Kleiderkiste in ihren Räumen in Vilseck-Schlicht. Mit seiner offenen und herzlichen Art grüßte er die anwesenden Mitarbeiterinnen. Hilde Trettenbach bedankte sich für das Kommen und nannte auch den Grund der Einladung. Eine Spende von 1000 € soll an die Stadt Vilseck gehen. Die Entscheidung, diese Spende an die Stadt zu übergeben, basiert auf zwei wesentlichen Gründen. Zum einen sind sich alle Frauen der Kleiderkiste sicher, dass Grädler als Vertreter der Stadt Vilseck das Geld für wirklich Bedürftige einsetzen wird. Zum anderen stellt die Stadt dem Secondhandladen seit Beginn vor mehr als 10 Jahren die Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung. Hilde sprach ihm dafür ein herzliches „Vergelt’s Gott“ aus. Im diesem feierlichen Rahmen wurde auch Erich Gebhard gedacht, dem kürzlich verstorbenen Gründer der Kleiderkammer. Er und seine Frau Leni waren es, die damals bei der Stadt Vilseck vorstellig wurden und bezüglich geeigneter Räumlichkeiten anfragten. Praktisch aus dem Nichts schufen die beiden die Kleiderkammer. „Der Himmel möge es Erich lohnen“, hieß es im Gedenken. Als Leiterin der Kleiderkiste führte Trettenbach den Bürgermeister durch alle Räume. Sie betonte auch, dass es schön wäre, wenn die Bevölkerung aus Vilseck und Umgebung öfter vorbeischauen würde, um die Kleiderkiste als eine Art Kleiderkarussell zu nutzen. Es sollte nicht nur Kleidung abgegeben werden, es wäre auch schön, wenn sich die Leute dabei im Geschäft umschauen und das eine oder andere Teil zu wirklich günstigen Preisen mitnehmen würden. Denn jeder Euro, der eingenommen wird, fließt als Spende in soziale Projekte innerhalb der Großgemeinde zurück. Anerkennend stellte Grädler fest, dass man in der Kleiderkiste für kleines Geld erstklassige Ware erhält und dabei auch noch die Umwelt schont. Beim Stöbern im Herrenzimmer wurde auch er prompt fündig und kaufte sich ein schickes Hemd. Zum Abschied bedankte er sich im Namen der Stadt Vilseck bei allen ehrenamtlichen Mitarbeitern und bat Hilde Trettenbach, dass auch sie, genauso wie es Erich Gebhard und seine Frau getan hatten, die Kleiderkiste über viele Jahre weiter führen werde. Denn der ehrenamtliche Einsatz der Menschen vor Ort macht eine Stadt wie Vilseck so lebenswert.
Die Annahmekapazität im Second-Hand-Laden ist begrenzt. Nur so kann den Kunden ein breitgefächertes und gutsortiertes Sortiment geboten werden. Einladend steht die Türe für Kunden jedes Alters offen. (Bild: Martina Weiß)

In der Kolping-Kleiderkiste gelten neue Abgaberegeln

In der Kleiderkiste Vilseck hat in letzter Zeit aufgrund zu vieler abgegebenen Ware der Arbeitsaufwand erheblich zugenommen. Leider ist bei dieser Ware oft sehr viel dabei, das aussortiert werden muss. Diese Ausschussware muss von den Helferinnen wieder in Säcke verpackt und zur Kolping-Sammelstelle in den Räumen im Keller des Kindergartens Vilseck gebracht werden. Das führt zu einem erheblichen Aufwand, der von den ehrenamtlichen Mitarbeitern in zusätzlichen Arbeitsstunden bewältigt werden muss. Darum wird nur noch gut tragbare, zeitgemäße Kleidung angenommen. Dabei sollte man nach dem Grundsatz entscheiden, nur was ich kaufen würde, werde ich abgeben. Auch bei Schuhen wird darum gebeten, nur einwandfreies Schuhwerk zu bringen. Abgenutzte oder aufgetragene Treter können nicht verkauft werden und müssen von den Helfern zum Wertstoffhof gebracht werden. Selbstverständlich sollte sein, dass die Kleiderkiste kein Entsorgungsbetrieb für Kellerware oder Haushaltsauflösungen von verstorbenen Angehörigen ist. Für solche Fälle hat die Kolping-Kleidersammelstelle im Kindergarten jeden Samstag von 9.00 bis 12.00 Uhr geöffnet. Das Abstellen von Kleiderspenden vor der Haustüre ist verboten (Besitzstörungsklage). Der Eingangsbereich ist die Visitenkarte jedes Hauses und soll ordentlich bleiben. Die Kleiderkiste bietet in ihrem Second-Hand-Laden nur einwandfreie Kleidung an, und das zu günstigen Preisen. Mit dem Erlös werden immer wieder soziale Projekte in der Umgebung unterstützt. Ab sofort ist neben der regulären Öffnungszeit am Donnerstag von 15.00 bis 17.00 Uhr auch jeden ersten Samstag im Monat von 14.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Unverbindlich vorbeikommen und stöbern ist ausdrücklich erwünscht.
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