Die Teilnehmer der BN Moorführung im Steinwald mit dem Förster Wolfgang Schödel. (Bild: Doris Burger)

Der Bund Naturschutz erkundet die unbekannten Moore im Steinwald

Großes Interesse fand am 17. Mai die Moorführung des BUND Naturschutz im Steinwald. Gemeinsam mit dem Naturpark Steinwald und der Steinwaldia führte Revierförster Wolfgang Schödel von den Bayerischen Staatsforsten die Teilnehmer zu drei unterschiedlichen Moorflächen im Revier Pullenreuth. Teilweise im Gänsemarsch ging es durch nasse und unwegsame Bereiche, bei denen Umsicht und Gleichgewicht gefragt waren. An mehreren Stationen gab er umfassenden Einblick in die Bedeutung der Moore für Natur, Klima und Wasserhaushalt. Dabei wurde deutlich: Obwohl Moore weltweit nur rund drei Prozent der Landfläche bedecken, speichern sie doppelt so viel CO₂ wie alle Wälder der Erde zusammen. Knapp vier Prozent der Fläche der Bayerischen Staatsforsten bestehen aus Mooren, im Revier Pullenreuth sind es etwa 100 Hektar. Gleichzeitig gelten 99 Prozent der Moore in Deutschland durch Entwässerung als degradiert. Rund 5,1 Prozent der deutschen CO₂-Emissionen stammen laut Schödel aus entwässerten Mooren – nach dem Energiesektor die zweitgrößte Treibhausgasquelle des Landes. Anschaulich erklärte der Förster, wie Moore entstehen und weshalb sie früher mit immensem körperlichem Aufwand entwässert wurden. Bereits in den 1990er Jahren begann im Steinwald unter einem früheren Revierleiter, Norbert Reger, die Renaturierung. Ausschlaggebend waren vor allem Naturschutzaspekte: Moore bieten als kalte, nasse und saure Lebensräume seltenen Arten wie Rauschbeere, Wollgras, Aufrechte-Moorspirke, zahlreichen Insekten, Spinnen, Kreuzottern oder dem Auerwild wichtige Rückzugsorte. Zudem übernehmen die Moore eine bedeutende Schwammfunktion und speichern Wasser. Gerade im Steinwald sei dies wichtig für die Wasserversorgung von der Gemeinde Pullenreuth. Vorgestellt wurden auch Maßnahmen der Wiedervernässung, etwa das Verfüllen kleinerer Gräben oder das Setzen sogenannter Plomben in größeren Entwässerungsgräben. Durch die stärkere Verdunstung entstehe im Sommer zudem ein spürbarer Kühleffekt für die umliegenden Waldflächen. Die große Teilnehmergruppe zeigte sich beeindruckt vom Fachwissen des Referenten und von Landschaften, die viele im Steinwald so nicht erwartet hätten.


Weitere Artikel

von links: Margit Hübner, Sonja Schindler, Gertraud Burkhart, Pfarrerin Friederike Steiner (Bild: Norbert Schröter)

Ehrungen der Kirchengemeinde Wirbenz/Kemnath/ Immenreuth

Kantate ist der vierte Sonntag nach Ostern im evangelischen Kirchenjahr und wird häufig als „Sonntag der Kirchenmusik“ gefeiert. Er steht ganz im Zeichen des Lobes Gottes, des Gesangs und der Freude. Diesen besonderen Gottesdienst nahm unsere Kirchengemeinde zum Anlass, mehrere Ehrungen vorzunehmen. Geehrt wurde Frau Gertraud Burkhardt, die vor genau 25 Jahren – am 05. Mai 2001 – als Prädikantin ihren ersten eigenständig geleiteten Gottesdienst hielt. Seitdem ist sie unermüdlich im Einsatz. Unsere Pfarrerin Friederike Steiner würdigte ihre treuen Dienste und sprach ihr einen großen Dank für ihr langjähriges Engagement aus. Auch im Posaunenchor gab es zwei Jubiläen zu feiern. Für 25 Jahre treuen Bläserdienst wurden Sonja Schindler und Peter Burkhardt (verhindert) ausgezeichnet. Die Obfrau des Posaunenchores Margit Hübner übernahm die Ehrungen und würdigte die beiden Jubilare mit herzlichen Worten. Gerade die regelmäßige Teilnahme an den wöchentlichen Proben ist neben Beruf und Familie nicht selbstverständlich. Umso wertvoller ist die starke Gemeinschaft, die sich im Posaunenchor entwickelt hat – ein Gewinn, der sich „doppelt und dreifach“ auszahlt. Wer Lust hat, ob jung oder alt, Anfänger oder erfahren, ist herzlich eingeladen, bei uns einzusteigen. Interessierte können sich gerne bei unserer Obfrau Margit Hübner oder der Dirigentin Susanne Kropf melden. Die Telefonnummern finden sich auf unserer Kirchenhomepage oder können im Pfarrbüro erfragt werden.
north