Eine bunte Schar an Musikanten nahm wieder am Wirtshaussingen im HAK teil. (Bild: Monika Fink)

Bunte Besetzung beim Wirtshaussingen

Im gemütlichen Ambiente des Landgasthofs Busch in Kötzersdorf fand das Wirtshaussingen im HAK statt und lockte zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus Nah und Fern an. Gastgeberin Monika Fink hieß das Publikum herzlich willkommen und setzte gleich den musikalischen Auftakt: Mit ihrer Steirischen stimmte sie das zünftige Lied „Grüß di Gott, Frau Wirtin“ an – prompt fielen Anni Sandner aus Kirchenthumbach (Steirische) und Barbara Reichl aus Weiden (Akkordeon) mit ein. Der Funke sprang sofort über, und die Stube füllte sich mit dichtem, warmem Klang. Die Riege der Musikantinnen und Musikanten konnte sich sehen – und vor allem hören – lassen. Mit der Steirischen bereicherten Albin Zeitler aus Kastl sowie Rudi Fink aus Kemnath den Nachmittag. Des weiteren sorgten Thomas Schreyer (Kemnath), Oswald Kopp (Ramlesreuth), Werner Matt (Mehlmeisel) und Bernhard Bienert (Trevesen) jeweils mit ihren Akkordeons für gute Laune. Fein und gefühlvoll setzte Siegfried Zaus aus Kemnath mit seiner Geige Akzente, während Roland Lutz aus Bayreuth auf der Konzertina brillierte. Vielseitig begleitete Heinz Schmidt aus Speichersdorf auf wechselnden Instrumenten. Für humorvolle, singende Pointen zeichnete sich schließlich Herbert Diesner aus Ebnath verantwortlich, der als Coupletsänger mit Gitarre auftrat. Linde Wick von den Kemnather Sängerinnen lockerte das Programm mit Witzen und heiteren Anekdoten auf. Musikalisch spannte das Repertoire einen weiten Bogen: Polkas, Walzer und böhmische Lieder wechselten einander ab, immer wieder stimmte die Stube zum gemeinsamen Singen ein. Auf besonderen Wunsch erklang von den Kemnather Sängerinnen das Lied „Nix Amore“, das für kräftigen Applaus sorgte. Der kurzweilige Nachmittag verging wieder einmal wie im Flug. Das nächste Wirtshaussingen findet am Pfingstsonntag, den 24.05.2026, erneut im Landgasthof Busch in Kötzersdorf statt.
Kirchenchor Kulmain mit Darstellern (Bild: Steffi Wöhrl)

Lebendige Geschichte begeistert den Katholischen Kirchenchor Kulmain

Bei einer historischen Stadtführung in Kemnath tauchte der Kirchenchor aus Kulmain in die bewegte Vergangenheit der Stadt ein. Mit viel Engagement ließen Darsteller historische Persönlichkeiten lebendig werden und machten Geschichte hautnah erlebbar. Zum Auftakt begrüßte Pauline Bäumler als „Baderin” vom HAK Kemnath die Kirchenchorleiterin Steffi Wöhrl mit ihren Sängerinnen und Sängern. Vom Platz der Begegnung führte der Rundgang durch die Altstadt. Liane Preininger stellte die „Pinzerbäckn Resl” dar, die als jüngste Auswanderin ihrer Zeit bekannt wurde. An der Klosterbrauerei verkörperte Roland Wende den letzten Guardian Hildebert Mehler und berichtete aus der Klostergeschichte. Beim Reichsapfel erzählte Sebastian Schwarz als Wirt Josef Frauenholz das Leben der früheren Posthalterei. An der Stadtpfarrkirche schlüpfte Reinhard Herr in die Rolle des Pfarrers Arckhauer, dem auch die Überführung der Reliquie des heiligen Primian zu verdanken ist. Vroni Krauß erzählte über die Geschichte der Bäckerei Krauß und gab Einblicke in das frühere Bäckerhandwerk, während Otto Merkl als Kantor Schmeltzl musikalische Akzente setzte. Den Abschluss an der Fronveste, dem heutigen Museum, bildete Martin Wittmann mit seinem Hund Banuh. Er erzählte die tragische Lebensgeschichte des „Schmiedmatzngirgls” der letzte in Kemnath Hingerichtete. Mit der namentlichen Vorstellung aller Darsteller durch die Baderin Pauline endete die Stadtführung unter großem Applaus.

Über beiunsdaheim.de:

north