Auf großes Interesse stieß der Fachvortrag „Varroose“, zu dem der Bienenzuchtverein Kemnath und Umgebung ins Gasthaus Busch eingeladen hatte. Zahlreiche Imkerinnen und Imker nutzten die Gelegenheit zur fachlichen Information und zum Austausch. Als Referent konnte Helmut Mann, Fachwart und Bienensachverständiger, gewonnen werden.
Die Varroamilbe - vor rund 120 Jahren in Indonesien erstmalig entdeckt - gelangte über infizierte Bienenvölker nach Europa und beschäftigt mittlerweile jeden Imker. Anschaulich erklärte Mann in seinem Vortrag den Körperbau der Milbe, ihre rasche Vermehrung sowie die direkte und indirekte Schädigung der Biene und ihrer Brut.
Ein Schwerpunkt des Vortrags lag auf der richtigen Diagnostik. Vorgestellt wurden hier unter anderem die Kontrolle über den Bodenschieber, die Puderzucker- sowie die Auswaschmethode. Dabei ging der Referent ausführlich auf die jeweiligen Vor- und Nachteile ein.
Ebenso wurden verschiedene Behandlungsmöglichkeiten erklärt, die für den Einsatz zugelassen sind. Organische Mittel wie Ameisensäure und Thymol, synthetische Präparate sowie biotechnische Verfahren – etwa die totale Brutentnahme – wurden vorgestellt. Viele Imker brachten hier eigene Erfahrungen und praktische Tipps ein und es entstand ein reger Informationsaustausch.
Zum Abschluss betonte Mann die Bedeutung einer sorgfältigen und korrekt dosierten Behandlung, um Schäden durch Unter- oder Überdosierung zu vermeiden und die Bienenvölker lange gesund zu erhalten.
Bereits am 6. März 2026 lädt der Verein zur nächsten Veranstaltung „Probeimkern – der Einstieg in die Imkerei“ um 19 Uhr in das Gasthaus Busch in Kötzersdorf ein. Willkommen sind alle, die sich für die Imkerei interessieren und künftig eigenen Honig ernten möchten. Anmeldungen werden gerne von Michael Bury (Tel: 0170-7777324) oder Christian Wolf (Tel.: 0170-3801175) angenommen.