Zwei junge Glasbläser bei Vorführung und Erläuterung vor der Gruppe des Wandervereins Kemnath im Glasdorf Weinfurtner in Arnbruck. (Bild: Anton Heindl )

Kemnather Wanderer bei den Glasbläsern im Bayerischen Wald

Erneut hatte der Kemnather Wanderverein zu einer Kulturfahrt eingeladen. Diesmal standen der Bayerische Wald mit dem Erlebnis- und Naturzentrum Steinbruchsee in Furth im Wald und das Glasdorf Weinfurtner in Arnbruck auf der Besuchsagenda. Nach dem Mittagessen im Hotel Steinbruchsee nutzten viele Teilnehmer den 1,3 km langen Rundweg durch das 60.000 qm grosse Wildgehege, den Besuch des 40.000 Liter umfassenden Aquariums und der Fischzuchtaussenbecken mit seiner Artenvielfalt. Babl's Uhrenmuseum, ließ die letzten 4000 Jahre als größte Uhrensammlung Ostbayerns mit ca. 700 Einzelstücken bestaunen. Der Nachmittag war dem Glasdorf Weinfurtner mit der vielseitig sichtbaren Glaskunst gewidmet. Eine Glasbläservorführung rundete den Nachmittag ab. Die Teilnehmer erfuhren, dass die Glasmacherpfeife vorgewärmt und in den 1200 Grad heißen Ofen getaucht wird, um die zähflüssige Glasmasse aufzunehmen. Anschließend wird der Glasposten auf einer Metallplatte durch ständiges Drehen in eine gleichmäßige Form gebracht. Durch kurzes Hineinblasen in die Pfeife entsteht eine erste kleine Luftblase im Glas, das sogenannte „Kölbl”. Durch weiteres Erhitzen, fortwährendes Drehen und gezieltes Blasen wächst der Hohlkörper, kann frei geformt oder in eine eiserne beziehungsweise hölzerne Form geblasen werden. Das fertige Objekt wird mit einer Schere oder durch einen Temperaturwechsel von der Pfeife getrennt und muss im Kühlofen über viele Stunden bei sinkenden Temperaturen abkühlen um Spannungen zu vermeiden. Soweit die umfassenden Informationen bei der Vorführung.
Die Reisegruppe vor dem Rokoko-Gnadenaltar von Michael Feichtmayr mit den Darstellungen der 14 hlg. Nothelfer (Bild: Rainer Sollfrank)

Wanderverein Kemnath im Korbmuseum und Vierzehnheiligen

Erneut brach der Wanderverein Kemnath zu einer Fahrt auf. Ziele waren diesmal das deutsche Korbmuseum Michelau mit seinen 26 Schauräumen und seinen über 2000 Exponaten im „Stoelzel-Haus” eines Korbhändlers gegr.1815. Die Vielzahl der Objekte, manchem noch aus der Kindheit geläufig, und auch ausgefallene Objekte wie ein geflechtetes Motorrad überraschten die Wandergruppe. Mittels einer „lebenden Werkstätte” konnten die Fahrtteilnehmer zur Einführung einer Flechterin” über die Schulter schauen” und wurden in „die Geheimnisse” der Flechtkunst eingewiesen. Zum Mittagessen wurde der Dorfgasthof zum Löwen in Oberlangheim besucht. Der Seniorwirt mit seinen humoristischen Beiträgen, welche er sogar bei Abreise im Bus fortführte, und das hervorragende Essen werden in guter Erinnerung bleiben. Danach stand die Basilika Vierzehnheiligen mit seiner halben Million Besucher jährlich auf dem Programm. Museumsleiter a.D. Anton Heindl berichtete kurz über die Erscheinungen von 1445 und 1446, welche zur Entstehung führten und zog auch einen Vergleich zur Entstehungsgeschichte der heimischen Wallfahrtskirche auf dem Armesberg. Er endete mit der 29jaehrigen Baugeschichte, welche von 1743-1772 währte. Mit einem Marienlied, angestimmt von Agnes Emerig endete der Besuch des Wallfahrtheiligtums. Bei einem gemütlichen Kaffeetrinken in der kirchlichen Wallfahrtsgaststaette Goldener Hirsch klang der für alle lehrreiche und interessante Tag aus. Auch eine kurze Wandermöglichkeit in dieser Teilregion des Gottesgarten im Obermaintal war möglich. Die nächste Halbtagesfahrt wird am Di 26.8 ab 13 Uhr angeboten. Besucht werden das Waldnaabtalmuseum mit anschließender Einkehr im Schafferhof in Neuhaus/Windischeschenbach. Anmeldung und Auskunft bei Karl Lehner Tel. 09642 524 9988
north