Die Ehrenvorsitzende der CSU-Frauen-Union und Ehrenbürgerin der Stadt Hirschau Betty Bösl wäre am 27. Februar 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass stellte die Frauen-Union zum Gedenken an an ihrem Grab eine Blumenschale ab. Von links: FU-Schatzmeisterin Gisela König, FU-Vorsitzende Stadträtin Michaela Meier, CSU-Bürgermeisterkandidat Martin Merkl, 2. Bürgermeisterin Bärbel Birner, CSU-Ehrenortsvorsitzender Werner Schulz und FU-Ehrenortsvorsitzende Heidi Flierl. (Bild: Reinhold Birner)

Frauen-Union und CSU gedenken der FU-Ehrenvorsitzenden und Hirschauer Ehrenbürgerin Betty Bösl

Hirschau. (u) Am 27. Februar wäre Betty Bösl, die Ehrenvorsitzende der CSU-Frauen-Union und Ehrenbürgerin der Stadt Hirschau, 100 Jahre alt geworden. Für die FU-Vorstandschaft, allen voran die Vorsitzende Stadträtin Michaela Meier, 2. Bürgermeisterin Bärbel Birner und die FU-Ehrenvorsitzende Heidi Flierl sowie den CSU-Bürgermeisterkandidaten Martin Merkl war es eine Herzensangelegenheit, der Mitgründerin des FU-Ortsverbandes an ihrem Grab zu gedenken. Heidi Flierl erinnerte daran, dass Betty Bösl 1973 maßgeblich mit den Anstoß zur Gründung des FU-Ortsverbandes gab, die am 10. Oktober 1973 erfolgte. Mathilde Lang wurde zur Vorsitzenden gewählt, Betty Bösl zu ihrer Stellvertreterin. Beide hätten zahlreiche soziale Initiativen gestartet, z.B. die FU-Flohmärkte, mit deren Erlösen bis heute soziale Organisationen bedacht werden. Ihrem Mann Willi Bösl, der Hirschaus Geschicke von 1956 bis 1984 als 1. Bürgermeister leitete, sei sie ein starker Rückhalt gewesen. Ihr soziales Engagement, so 2. Bürgermeisterin Bärbel Birner, sei beispielgebend gewesen. 1977 habe sie nach einem Hauskrankenpflegekurs des Katholischen Frauenbundes die „Zentrale für ambulante Pflegedienste“ gegründet, die 1985 in Caritas-Sozialstation umbenannt wurde. Als sie kurz vor ihrem 80. Geburtstag in den Ruhestand ging, hatte sie über 60 000 Stunden ehrenamtlich geleistet, nicht mitgezählt die Bereitschaftsdienste. Die ehemaligen Stadtpfarrer Völkl und Demleitner bezeichneten die Sozialstation als „Betty Bösls Lebenswerk“. Landes-Caritasdirektor Bernhard Piendl sah in ihr „die Mutter und Seele der Caritas-Sozialstation“ und zeichnete sie mit der Caritas-Ehrennadel in Gold aus. Bürgermeisterkandidat Martin Merkl betonte, dass der Stadtrat ihre Verdienste 1993 zu Recht mit der Ernennung zur Ehrenbürgerin gewürdigt hat. Bundespräsident von Weizsäcker habe ihr 1988 das Bundesverdienstkreuz verliehen, der Freistaat Bayern mit der Bayerischen Staatsmedaille geehrt, der Bezirk Oberpfalz mit der Bezirksmedaille. Stadträtin Michaela Meier betonte, dass die Frauen Union Betty Bösl stets ein ehrendes Gedenken bewahren werde. Betty Bösl verstarb am 30. Dezember 2019 im BRK-Seniorenwohn- und Pflegeheim St. Barbara.


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