Hirschauer Teilnehmer beim Zeltlager in Grafenwöhr (Bild: Christian Summer)

Hirschauer Trachtlerjugend im Zeltlager Grafenwöhr

Auch in diesen Sommerferien machte sich die Trachtlerjugend des Heimat- und Trachtenvereins Hirschau wieder auf den Weg zum traditionellen Zeltlager des Gauverbandes Oberpfalz ins Waldbad Grafenwöhr. Gemeinsam mit zahlreichen Kindern und Betreuern der anderen Gauvereine erlebten die Teilnehmer eine abwechslungsreiche Woche voller Spiel, Spaß, Gemeinschaft und Trachtlerleben. Passend zum Motto „Harry Potter” verwandelte sich das Zeltlager in die Zauberwelt von Hogwarts. Gleich zu Beginn teilte der „Sprechende Hut” alle Teilnehmer einem der vier Hogwarts-Häuser zu. In Wettbewerben traten die Häuser gegeneinander an und sammelten Punkte für die Hauswertung. Mit viel Eifer bastelten die Kinder Zauberstäbe, Hauswappen und Buttons für die Hausbewohner. Auch der Essensbereich wurde zur „Großen Halle von Hogwarts”. Für Abwechslung sorgten die Lager-Olympiade, das Nachtschwimmen und das Schwarzbeeren-Zupfenim nahegelegenen Wald. Viele Kinder nutzten zudem auch die Gelegenheit, Schwimmabzeichen abzulegen. Ein wichtiger Bestandteil des Zeltlagers waren die Trachtentänze. Während der Woche wurde fleißig geprobt, um die Tänze beim gemeinsamen Abschluss mit Freude und Können zu präsentieren. So zeigte sich einmal mehr, dass Tradition und Brauchtum auch bei der Jugend mit Begeisterung gelebt werden. Am Samstagvormittag fand ein gemeinsamer Lagergottesdienst statt. Im Anschluss gab es einen Weißwurstfrühschoppen, bei dem Eltern, Angehörige, Vereinsmitglieder und Gäste die eingeübten Tänze bewundern konnten. Auch Beiträge rund um das Motto „Harry Potter” durften nicht fehlen. Das Zeltlager war wieder eine gelungene Mischung aus Spiel, Sport, Kreativität, Brauchtum und Gemeinschaft. Für die Hirschauer Jugendlichen und Betreuer waren es erlebnisreiche Tage mit schönen Erinnerungen und neuen Freundschaften. Ein herzlicher Dank gilt allen Verantwortlichen und Betreuern, die mit viel Einsatz zum Gelingen des Zeltlagers beigetragen haben.
Die Siegerin Emma Voigt in Aktion (Bild: Franz Dorfner/ Sepp Falk)

Freie Wähler Hirschau: Hoch hinaus beim Bierkastenklettern

Bei herrlichem Spätsommerwetter veranstalteten die Freien Wähler Hirschau auch in diesem Jahr ihr beliebtes Ferienprogramm. Auf die Kinder wartete diesmal eine besondere Herausforderung: Bierkastenklettern. Zahlreiche Mädchen und Jungen stellten sich der Aufgabe und traten im Wettklettern gegeneinander an. Die notwendige Sicherungsausrüstung stellte Fabian Hüttner zur Verfügung, der zugleich für die fachgerechte Absicherung der jungen Kletterer sorgte. Auch der für die Veranstaltung benötigte Autokran wurde dankenswerterweise von der Firma Falk-Bau zur Verfügung gestellt. Unter den aufmerksamen Augen zahlreicher Eltern ging es für die Kinder hoch hinaus. Nacheinander versuchten sie, möglichst viele Bierkästen sicher übereinanderzustapeln und den immer höher werdenden Turm zu erklimmen. Dabei waren nicht nur Geschick und Mut gefragt, sondern vor allem ein gutes Gleichgewicht. Den mit Abstand höchsten Turm des Tages errichtete Emma Voigt. Sie schaffte es, unglaubliche 30 Bierkästen unter sich aufzubauen und damit einen neuen Tagesrekord aufzustellen. Zum Abschluss setzte sie dem Ganzen noch die Krone auf und stellte sich sogar selbst auf den beeindruckenden Turm. Für diese herausragende Leistung wurde Emma mit einem besonderen Preis belohnt: einem Sechsertragerl voller Limonaden. So endete ein abwechslungsreicher und spannender Ferientag, der bei den Kindern sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.


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Für beste volkstümliche Unterhaltung sorgten die „Höidlbrummer“ beim Hofkonzert in der Gartenanlage des BRK-Seniorenheims St. Barbara. Von links: Otto Meier, Michael Schanderl, Andreas Schwarz und Kreisheimatpfleger Dieter Kohl. (Bild: Werner Schulz)

Bayerisch-zünftiges Hofkonzert mit den Höidlbrummern im Seniorenheimgarten

Ein angenehm warmer Sommerabend, ein zünftig aufspielendes Musikanten-Quartett, das mit der Auswahl seiner Stücke voll und ganz den Geschmack seines Publikums traf – das war beim Hofkonzert in der Gartenanlage des BR-Seniorenheims St. Barabara letzte Woche geboten. Nicht nur die Heimbewohner und ihre Angehörigen, auch viele Gäste wurden von den „Höidlbrummern“ Dieter Kohl, Otto Meier, Michael Schanderl und Andreas Schwarz in beste Laune versetzt. In bekannte Lieder wie die „Bergvagabunden“ oder „“Mir san vom Wold daham“ und dem „Steigerlied“ stimmten sie lautstark mit ein. Aufmerksam lauschten sie Stücken wie „Drunt in der Oberpfalz“ oder dem Volkslied von den „Rehbraunen Augen“. Instrumentalstücke wie der „Gretl-Boarische“ gehörten genauso zum Repertoire wie der Zwiefache „Owa d’Ochsn“. Kreisheimatpfleger Dieter Kohl erntete viele Lacher, als er den Text des Ochs-Liedes auch in Prosa wiedergab: „Owa d’Ochsn treib i niat aus, vüll läiwa d’Käih oder d’Sai oder mei Wei“, „Owa S’Wirtshaus lout mi niat aus, gäih i vorbei, zäigts mi nei, dou schompft mei Wie.“ Die Frage „Wos gibt’s denn heit auf d’Nacht“ beantwortete das Quartett mit dem alten Volkslied „Heit gibt’s a Rehragout“. Die vier lustigen Musikanten kamen um eine Zugabe nicht umhin. Sie erfüllten den Publikumswunsch mit dem humorvollen Wirtshauslied vom „Spotzn rupfn“. Heimleiterin Astrid Geitner dankte dem Quartett für die tolle musikalische Unterhaltung. Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz. Man ließ sich den Flammkuchen und den Hugo schmecken
Die Angehörigen des Jahrgangs 1945/1946 feierten ihren 80. Geburtstag gemeinsam mit einem Klassentreffen, das Waltraud Lorenz (vorne 4. von links) perfekt organisiert hatte. Rechts im Bild: „Stargast“ Robert Hierl. (Bild: Werner Schulz)

Gemeinsam den 80. Geburtstag gebührend gefeiert

Als sie im September 1952 eingeschult wurden und für sie der „Ernst des Lebens“ begann, waren die Angehörigen des Jahrgangs 1945/1946 noch sauber nach Geschlechtern getrennt. Die 18 mit Schultüten bewaffneten Buben wurden im Knabenschulhaus hinter der Stadtpfarrkirche von Lehrer Siegert empfangen, die Mädchen von Schwester Agnieska im Kloster der Armen Schulschwestern in der Klostergasse. Als nun dreizehn Jahrgangsangehörige ihren 80. Geburtstag mit einem Klassentreffen feierten, verzichtete man freilich auf die einstige Sortierung. Man feierte gemeinsam. Waltraud Lorenz hatte alles bestens organisiert. Selbstverständlich war für alle die Feier eines Gottesdienstes, bei dem der verstorbenen Jahrgangsangehörigen gedacht wurde. Pfarrvikar Ndudi Kelechi Izuagba begrüßte die Jubilare und Jubilarinnen dazu namentlich in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Am Altar hatte man die Jahrgangskerze entzündet. Die weltliche Feier wurde mit einem gemeinsamen Mittagessen im Gasthof „Goldener Hirsch“ eröffnet. Fortgesetzt wurde das Treffen mit einem gemütlichen Zusammensein zu Kaffee und Kuchen im Anglerheim. Als „Stargast“ konnte man Robert Hierl willkommen heißen, der selbstverständlich seine Gitarre und die von ihm selbst zusammengestellten Liederbücher mitgebracht hatte. So konnten alle zu seinen Klampfenklängen textsicher und kräftig bei den aus guten alten Zeiten bekannten Fahrtenliedern und Schlager-Oldies mitsingen, die er anstimmte. Waltraud Lorenz hatte für alle Jahrgangsangehörigen und für Robert Hierl eine kleine Überraschung bereit – ein Glas Blütenhonig, geerntet von einem Hirschauer Imker. Es lag in der Natur der Sache, dass in der gemütlichen Runde viele alte Erinnerungen aus der Kindheit und Jugendzeit ausgetauscht wurden.
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