Auslöser war ein Aktionstag des „Bündnisses gegen Cybermobbing”, der im Dezember für alle Klassen der Mittelschule Pressath angeboten und der zudem von einer Lehrerfortbildung begleitet wurde. Der sollte aber eben nicht nur ein einmaliger Aktionstag sein, sondern auch nachhaltig wirken und für eine intensive Auseinandersetzung mit der brisanten Thematik sorgen. Dazu brachten Lehrerinnen und Lehrer sowie die Jugendsozialarbeiterin Laura Frank ihre Ideen für die Weiterarbeit ein und entschieden sich letztlich für ein digitales Format. Unter Federführung von Lehrerin Ingrun Bäumler wurde ein Video-Wettbewerb organisiert, an dem sich die Klassen der 5. bis 8. Jahrgangsstufe beteiligten. Die Schülerinnen und Schüler bewiesen beim Nachstellen von Fallbeispielen ihr schauspielerisches Talent, führten aber auch Interviews: Lehrer Jan Wiltsch kam dabei ebenso zu Wort wie Jugendsozialarbeiterin Laura Frank oder der Jugend-Kontaktbeamte der Polizei-Inspektion Eschenbach, Polizei-Oberkommissar Martin Behrendt. Im Medienraum der Schule wurden die dabei entstandenen Aufnahmen allen Schülerinnen und Schülern der Mittelschule präsentiert, die dann ihre Stimme für einen der Clips abgeben konnten – nicht aber für den der eigenen Klasse. Eine weitere Vorführung schließt sich dann im Rahmen eines Elternabends an, bei dem auch eine Vertreterin des Bündnisses gegen Cybermobbing anwesend sein wird. Gekürt wird dabei die Siegerklasse des Wettbewerbs, die sich auf einen Museums-Ausflug nach Nürnberg freuen kann. „Cool, dass wir mit diesem Format auf die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen eingehen konnten”, bilanzierte Laura Frank, „und dass dem Ideenreichtum der Kids genügend Raum gegeben wurde”.