Was tun, wenn plötzlich jemand zusammenbricht? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Reanimationskurses an der Wirtschaftsschule Weiden, bei dem alle Schülerinnen und Schüler der Vorentlassklassen lernten, wie sie im Ernstfall schnell und richtig helfen können. Unter der Anleitung der Lehrkräfte Frau Kraus und Herrn Knechtel wurde nicht nur zugehört – vor allem wurde kräftig angepackt.
An zwei Übungspuppen trainierten die Jugendlichen die Herzdruckmassage und merkten schnell: Es kommt auf den richtigen Rhythmus an. Damit dieser nicht verloren geht, hatten die Lehrkräfte einen einprägsamen Tipp parat. Songs wie „Stayin’ Alive“ von den Bee Gees oder „Atemlos durch die Nacht“ von Helene Fischer geben mit ihrem Takt genau die empfohlene Frequenz von 100 bis 120 Kompressionen pro Minute vor. So wurde aus trockener Theorie ein praxisnahes Training, das den Schülerinnen und Schülern sichtlich Spaß machte. Auch die jeweiligen Klassenleiter machten begeistert bei den Übungen mit.
Doch damit war der Kurs noch nicht beendet. Im zweiten Teil stand die Versorgung bewusstloser Personen auf dem Programm. In Zweierteams übten die Jugendlichen die stabile Seitenlage – vom Ausrichten der Beine über das Überstrecken des Kopfes bis hin zur abschließenden Kontrolle der Atmung. Wiederholt wurde so lange, bis die einzelnen Handgriffe bei allen sicher saßen. Dabei zeigte sich schnell: Mit etwas Übung verliert man die Scheu, im Notfall Verantwortung zu übernehmen.
Am Ende des Kurses gingen die Schülerinnen und Schüler nicht nur mit neuem Wissen nach Hause, sondern auch mit einem gestärkten Selbstvertrauen. Die wichtigste Erkenntnis des Tages: Erste Hilfe ist einfacher, als viele denken – und jeder kann mit wenigen Handgriffen zum Lebensretter werden.