Im Rahmen des Unterrichtsfachs GPuG (Geschichte, Politik und Gesellschaft) besuchten die beiden 10. Klassen der vierstufigen Wirtschaftsschule das Memorium Nürnberger Prozesse sowie die Straße der Menschenrechte in Nürnberg.
Bereits im Vorfeld hatten sich die Schülerinnen und Schüler im Unterricht intensiv mit den Nürnberger Prozessen beschäftigt. Um das erworbene Wissen zu vertiefen, unternahmen die Klassen eine Exkursion nach Nürnberg, um sich am historischen Ort über das Gerichtsverfahren vor dem Internationalen Militärgerichtshof zu informieren.
Bei einer Führung durch das Memorium Nürnberger Prozesse erhielten die Teilnehmer spannende Einblicke in die Hintergründe und den Ablauf der Prozesse. Ein besonderer Höhepunkt war die Besichtigung des berühmten Saals 600 im Nürnberger Justizpalast. In diesem historischen Gerichtssaal mussten sich die Hauptverantwortlichen des NS-Regimes nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erstmals vor einem internationalen Militärgerichtshof verantworten.
Eine moderne Medieninstallation im Saal 600 ermöglichte den Schülerinnen und Schülern eine besondere Form der Zeitreise: Originale Filmaufnahmen der Prozesse wurden mit digitalen Raumrekonstruktionen kombiniert und machten die Ereignisse für die Jugendlichen auf anschauliche Weise lebendig. Dabei wurde nicht nur die weltgeschichtliche Bedeutung der Nürnberger Prozesse deutlich, sondern auch deren Einfluss auf die Entwicklung des heutigen Völkerrechts.
Im Anschluss besuchten die Klassen die „Straße der Menschenrechte“. Das Kunstwerk erinnert an die Verbrechen der Nationalsozialisten und ermahnt zugleich, dass Menschenrechte auch heute weltweit vielerorts verletzt werden. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich dadurch nochmals intensiv mit den Themen Menschenwürde, Freiheit und demokratische Werte auseinandersetzen.
Die Kosten der Exkursion wurden vollständig von „Arbeit und Leben, Weiden“, einer gemeinnützigen Einrichtung zur politischen Jugend- und Erwachsenenbildung, übernommen.