Den Blick für die verschütteten Schätze des eigenen Lebens zu schärfen begleitete die „Querfeldeinwanderung mit geistlichen Impulsen“ um das Pfarrdorf Niedermurach. Ein Angebot des Pfarrgemeinderates, die Alltagshektik zu unterbrechen und sich der Ruhe der Natur und dem Schöpfer Gott zuzuwenden. Die meditative Wanderung stand in Anlehnung an das Bibelwort vom vergrabenen Schatz in einem Acker unter dem Motto „Die eigenen Schätze im Leben entdecken“. PGR-Sprecherin Irmgard Glaser legte der Gruppe nahe: „Lassen wir die Schönheit der Natur auf uns wirken und uns bewusstwerden, dass wir selbst ein Teil der Natur sind“. An vier Haltestellen wurden dann Impulse zu verschiedenen Themen vorgetragen.
„Wahrnehmen“ – die Gedanken beim ersten Halt mit der Anregung, auf die kleinen Dinge zu achten, darin Kostbares entdecken, und dem Denkanstoß, „Welche kleinen Geschenke meines Lebens übersehe ich oft?“. „Erinnern“ – das zweite Thema mit der Empfehlung, an Begegnungen oder Momente zu denken, die Kraft gaben. Der Denkanstoß hier: „Welche Erfahrungen sind die wertvollsten Schätze meines Lebens?“. „Vertrauen“, dass Gott in jedem Menschen etwas Wertvolles angelegt hat, war der dritte Impuls, und zum Nachdenken: „Welche Begabungen hat Gott mir geschenkt?“. „Dankbarkeit“, ein wertvolles und knapper werdendes Gut, das vierte Thema. Dankbarkeit öffnet die Augen für das Gute und Kostbare, bereitet Freude und ist eine Hinführung, Gott für die Schätze des eigenen Lebens zu danken.
Mit ihrem feinen Gespür für tiefgreifende Gedanken hatte Irmgard Glaser den Teilnehmern die Schönheit des Dorfes und der heimatlichen Landschaft bewusst gemacht und an die Gegenwart Gottes in der Natur herangeführt, eine Bereicherung für Herz und Seele. Eine Liedzeile beschreibt die Wanderung vortrefflich: „Nimm dir Zeit – geh am Leben nicht vorbei“.