Grund zur Freude hatten die 17 Aktiven nach erfolgreicher Leistungsprüfung. Im Bild von rechts das Schiedsrichterteam Melinda Guzvanj, KBM Andreas Brandstätter und Peter Reier sowie die Übungsleiter Kommandant Wolfgang Pflug und Christian Raiml. Nicht im Bild die Aktiven Franziska Straller und Markus Raiml. (Bild: Josef Böhm)

Erfolgreiche Leistungsprüfungen bei der Feuerwehr Niedermurach

Regelmäßig wird darüber berichtet, dass sich immer mehr Menschen einsam fühlen. Um dies zu ändern könnte sich vor allem die jüngere Generation der Feuerwehr zuwenden, denn hier zählt vorrangig die Gemeinschaft. Nur durch gemeinsames Üben können die vielfältigen Aufgaben, insbesondere die Brandbekämpfung, bewältigt werden. Die Übungen der Aktiven in der Feuerwehr Niedermurach erfolgten in den letzten Wochen zielgerichtet für die Prüfung zum Leistungsabzeichen Wasser. Zwei Gruppen waren zur Prüfung angetreten und mussten ihr Können unter Beweis stellen: Knoten und Stiche, Schlauchleitungen mit Wasserentnahme aus Oberflurhydrant, Saugleitung kuppeln, Gerätekunde, Fragen beantworten. Die Spannung steigt dabei unweigerlich, wenn die Schiedsrichter mit ihren Stoppuhren bereitstehen. Freude machte sich natürlich breit, als die Schiedsrichter den Glückwunsch zur bestandenen Leistungsprüfung aussprachen. Von Bronze bis Gold/Rot reichten die Leistungsabzeichen, die Kommandant Wolfgang Pflug im Unterrichtsraum an die Teilnehmer überreichte. Außerdem schafften sechs Aktive in der Altersklasse Ü40 die Abzeichen des Bezirksfeuerwehrverbandes in Bronze und Gold. Bemerkenswert ist dabei, dass fünf Aktive der Feuerwehr Niedermurach die ersten im Inspektionsbereich Ost des Landkreises Schwandorf sind, die das Abzeichen Ü40 in Gold erreichten. Insgesamt nahmen vier Frauen und 13 Männer an der Leistungsprüfung teil. Ihr ehrenamtlicher Dienst ist ein wichtiger Baustein für das Gemeinwohl, verdient Respekt und Anerkennung, befähigt mit Gefahren umzugehen und zeigt ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein.
Dominik Schießlbauer und Andreas Stepper erklärten den Kindern, wie Feuerwehrleute bei einem Brandeinsatz mit Atemschutz im Gefahrenbereich von außen überwacht werden. (Bild: Ortrud Sperl)

Klasse 3/4 der Grundschule Niedermurach besucht die Niedermuracher Feuerwehr

Im Rahmen des Heimat- und Sachunterrichts besuchten die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Niedermurach mit ihrer Lehrerin Lara Bösl und Schulleiterin Ortrud Sperl die Freiwillige Feuerwehr Niedermurach. Zu Beginn informierten der Jugendleiter Dominik Schießlbauer und sein Stellvertreter Andreas Stepper die Kinder im Gruppenraum des Feuerwehrgerätehauses über die wichtigsten Aufgaben der Feuerwehr und erklärten, wie Einsätze ablaufen. Besonders interessant war für die Kinder die Simulation eines Notrufs. Dabei durften sie selbst einen Notruf nachstellen und lernten, welche wichtigen Angaben man in einer Notsituation machen muss. Anschließend folgte ein Rundgang durch das Feuerwehrgerätehauses. Die Kinder konnten die verschiedenen Räume besichtigen und erfuhren viel über die Ausrüstung der Feuerwehrleute. Auch die Einsatzkleidung und die Geräte wurden ausführlich vorgestellt. Ein besonderes Highlight war die Besichtigung des Feuerwehrautos, bei der die Schülerinnen und Schüler einen genauen Blick auf die technische Ausstattung und die zahlreichen Einsatzgeräte werfen konnten. Gespannt schauten die Kinder zu, wie auf der angrenzenden Wiese zu Vorführungszwecken ein Fettbrand gelöscht wurde. Dabei wurde erklärt, wie gefährlich ein solcher Brand sein kann und wie man ihn richtig löscht. Zum Abschluss des aufschlussreichen Besuchs durften die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden und einen C-Schlauch ausprobieren. Dabei merkten sie schnell, wie viel Kraft notwendig ist, um den Schlauch richtig zu halten. Für große Begeisterung sorgte schließlich die Rückfahrt mit dem Feuerwehrauto und dem Mannschaftswagen mit Blaulicht und Martinshorn zur Schule. Durch diesen spannenden und informativen Unterrichtsgang können sicher auch neue Mitglieder für die Jugendfeuerwehr, der man mit 12 Jahren beitreten kann, gewonnen werden.
Die Feuerwehr Niedermurach investierte in einen Defibrillator. Von Timo Tauer gab's eine ausführliche Einweisung in die Funktionen des Geräts. (Bild: Josef Böhm)

Feuerwehr Niedermurach mit Defi ausgerüstet

Herzstillstand – jeder kann in die Situation geraten, plötzlich einem Menschen helfen zu müssen. Kann in einem solchen Notfall jeder eine effektive Wiederbelebungsmaßnahme einleiten? Auf jeden Fall ist es gut, zu wissen, dass bei der Ortsfeuerwehr geschulte Kameraden mit einem Automatischen Externen Defibrillator (AED) helfen können. Die Feuerwehr Niedermurach verfügt nun über einen Defibrillator (kurz Defi) der neuesten Generation, finanziert aus der Vereinskasse und mit Spendenunterstützung. Zudem beteiligten sich kürzlich 13 Aktive an der Landkreisschulung zum Handlungsbedarf Basisreanimation und AED-Anwendung. Mit der Übergabe des neuen Geräts ging auch eine ausführliche Einweisung einher. Timo Tauer von der Lieferfirma corpuls erklärte im Detail den Aufbau und die Funktionen des Defi. Er informierte im Einzelnen über die vorhandene Ausstattung des Geräts sowie über das Angebot des Erwerbs optionaler Zusatzfunktionen und die Möglichkeit, anhand der mitgelieferten App viele Einstellungen und Selbsttests vom Handy aus aufzurufen. Mit klaren Piktogrammen und Sprachanweisungen leitet der AED sicher durch eine leitliniengerechte Reanimation. Der Defi bekommt einen Platz im Einsatzfahrzeug der Feuerwehr, wird öffentlich nicht zugänglich sein und vorrangig im Ort zum Einsatz kommen. Kurze Wege bedeuten kurze Zeit, denn bei einem Herzstillstand zählt jede Minute. Es liegt auf der Hand, dass die Ortsfeuerwehr am Notfallort schon aktive Reanimation leisten kann, ehe Ersthelfer anderer Feuerwehren (First Responder), Notarzt oder Sanitäter nachrücken. Die Alarmierung erfolgt über den Notruf 112. Von Seite der Feuerwehr wird jedoch ausdrücklich betont, dass die mit dem Defi geschulten Kameraden nicht als ausgebildete Ersthelfer oder Sanitäter zu betrachten sind.
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