Herzstillstand – jeder kann in die Situation geraten, plötzlich einem Menschen helfen zu müssen. Kann in einem solchen Notfall jeder eine effektive Wiederbelebungsmaßnahme einleiten? Auf jeden Fall ist es gut, zu wissen, dass bei der Ortsfeuerwehr geschulte Kameraden mit einem Automatischen Externen Defibrillator (AED) helfen können. Die Feuerwehr Niedermurach verfügt nun über einen Defibrillator (kurz Defi) der neuesten Generation, finanziert aus der Vereinskasse und mit Spendenunterstützung. Zudem beteiligten sich kürzlich 13 Aktive an der Landkreisschulung zum Handlungsbedarf Basisreanimation und AED-Anwendung. Mit der Übergabe des neuen Geräts ging auch eine ausführliche Einweisung einher. Timo Tauer von der Lieferfirma corpuls erklärte im Detail den Aufbau und die Funktionen des Defi. Er informierte im Einzelnen über die vorhandene Ausstattung des Geräts sowie über das Angebot des Erwerbs optionaler Zusatzfunktionen und die Möglichkeit, anhand der mitgelieferten App viele Einstellungen und Selbsttests vom Handy aus aufzurufen. Mit klaren Piktogrammen und Sprachanweisungen leitet der AED sicher durch eine leitliniengerechte Reanimation. Der Defi bekommt einen Platz im Einsatzfahrzeug der Feuerwehr, wird öffentlich nicht zugänglich sein und vorrangig im Ort zum Einsatz kommen. Kurze Wege bedeuten kurze Zeit, denn bei einem Herzstillstand zählt jede Minute. Es liegt auf der Hand, dass die Ortsfeuerwehr am Notfallort schon aktive Reanimation leisten kann, ehe Ersthelfer anderer Feuerwehren (First Responder), Notarzt oder Sanitäter nachrücken. Die Alarmierung erfolgt über den Notruf 112. Von Seite der Feuerwehr wird jedoch ausdrücklich betont, dass die mit dem Defi geschulten Kameraden nicht als ausgebildete Ersthelfer oder Sanitäter zu betrachten sind.