Niedermurach. Seit vier Jahren besteht die Partnerschaft zwischen den Klassen 3/4 der Základní škola aus Chodov, Bezirk Domažlice (Taus), und der Grundschule Niedermurach. Im Juni besuchte die tschechische Schulleiterin Martina Grycová mit ihren Schülern, drei Lehrkräften und dem Pfarrer, der sehr gut Deutsch spricht, die Grundschule Niedermurach. Im Herbst erfolgt zum vierten Mal ein Gegenbesuch der deutschen Schulklasse. Das Ziel des gegenseitigen Besuchs der Schulklassen ist es, die deutsch-tschechische Nachbarschaft vor Ort durch gemeinsame Aktivitäten zu stärken und Freundschaften zwischen den Schülern aufzubauen. In der Schule begrüßte die Schulleiterin Ortrud Sperl die tschechischen Gäste, die Fördervereinsvorsitzende Doris Prey und Kamila Spichtinger, die später im Museum dolmetschte. Alle Niedermuracher Kinder der Klassen 1 bis 4 hießen die tschechische Gruppe mit der Schulhymne, begleitet auf Orff-Instrumenten, willkommen. Nach einer gemeinsamen Pause fuhren die beiden Klassen mit dem Bus nach Oberviechtach zum Dr.-Eisenbarth- und Stadtmuseum. Dort wurden in zwei Gruppen den Klassen 3/4 beider Schulen vom Ehepaar Zithier jeweils 2 Führungen angeboten. Rosemarie Zithier erklärte den Gästen und Niedermuracher Schülern das Leben und Wirken des Dr. Johann Andreas Eisenbarth sowie die Stadtgeschichte, Günter Zithier erklärte die Abteilung Gold. Bei der tschechischen Gruppe unterstützte jeweils Kamila Spichtinger durch Übersetzung ins Tschechische. Anschließend wurden noch die Stadtpfarrkirche, der Maibaum, der Dr.-Eisenbarth-Brunnen und der Schwarz-Brunnen, der zu Ehren der Eheleute Dr. Max und Margret Schwarz, den größten Gönnern der Stadt, errichtet wurde. Nun fuhren die beiden Klassen mit dem Bus zur XXL-Panoramabank und erfreuten sich bei Sonnenschein eines herrlichen Ausblickes über Oberviechtach. Die Lokomotive am Bahnhof war der nächste Haltepunkt. Zurück an der Schule bewirtete der Elternbeirat die Schülerinnen und Schüler. Die Kosten für die Museumsführungen und das Mittagessen übernahm dankenswerterweise der Förderverein der Grundschule. Dieser Tag war für alle Beteiligten ein sehr schönes, grenzüberschreitendes Erlebnis.