Der von der IKom Stiftland organisierte Stiftlandtag in der Kommune Konnersreuth fand in der Fockenfelder Hauskapelle „Christus Salvador“ statt. Zunächst blickte Pater Benedikt auf die Geschichte des Ortes zurück. Fockenfeld wurde vom Zisterzienserkloster Waldsassen als Grangie und später als Sommer- und Rekreationssitz genutzt. Nach der Säkularisation wechselten sich verschiedene weltliche Besitzer ab, ehe es auf Initiative von Theres Neumann von den Salesianern gekauft wurde, welche darin eine Spätberufenenschule einrichteten. Daher wurden die bereits vorhandenen Räumlichkeiten erweitert, als letztes wurde die beeindruckende Hauskapelle „Christus Salvator“ gebaut und 1968 eingeweiht. Pater Benedikt erzählte, ihm habe diese so gut gefallen, dass er sich für den Schulbesuch in Fockenfeld entschieden habe.
Der Grundriss ist ein Quadrat, aufgrund der Raumgestaltung wirkt dieses allerdings wie ein Vieleck und damit wie ein Zelt. Unter anderem wird so symbolisiert, dass hier viele junge Menschen „ihr Zelt aufgeschlagen haben“, um ihren persönlichen Lebensweg zu finden. Nur wenige der Teilnehmer kannten bisher die Nischen für Seitenaltäre hinter dem Altar. Die Bauplanungen fanden noch vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil statt, welches erstmals die Konzelebration erlaubte und damit den Verzicht auf Seitenaltäre ermöglichte.
Auffallend sind die kunstvoll gestalteten Fenster mit ihrem detailreichen Bildprogramm, welches das Geheimnis des göttlichen Heils in unzähligen Bildern aus dem Alten und Neuen Testament zeigt. Dabei wies Pater Benedikt in den „Wimmelbildern“ auf zahlreiche Details hin, aber auch auf immer wieder zitierte Bildsymbole wie die sich nach oben oder unten öffnenden Kreise. So entdeckten die Teilnehmer – manche hatten die Kapelle schon oft besucht – wieder Neues für sich.