Großes Interesse fand die Führung durch das Liebensteiner Kartonagenwerk im Rahmen der Stiftlandtage der IKom Stiftland. Unter dem Motto „10 Tage – 10 Kommunen“ laden die Stiftlandtage jedes Jahr dazu ein, besondere Orte, Unternehmen und Angebote kennenzulernen. Bürgermeisterin Tina Zeitler und IKom-Geschäftsführer Wolfgang Kaiser stellten in ihren Grußworten die Bedeutung des Familienunternehmens für die Region heraus. Die Geschäftsführerin Marion Forster begrüßte insgesamt über 50 Personen und gab in ihrer Einführung einen Überblick über die Firmengeschichte seit der Gründung durch ihren Großvater 1968. Heute entstehen mit etwa 500 Mitarbeitern am Standort individuelle Verpackungslösungen nach Kundenwunsch.
Eine Besonderheit sind die sozialen Angebote, die seit 2024 vor Ort entstehen. Neben dem Friseur „Schachtl Boder“ und der KITA „Schachtlzwerge“ sollen zukünftig unter anderem eine Physiotherapiepraxis und eine Tagespflege dazu beitragen, die Mitarbeitenden bei den Herausforderungen des Alltags zu entlasten.
In drei Gruppen unter der Führung von Norbert Gleißner, Julian Wild und Andreas Schuller erkundeten die Teilnehmenden dann die Produktion und die Hochregallager. Besonders beeindruckte die Automatisierung der Abläufe mit Transportbändern, Roboterarmen und Maschinen, die die passende Form im Nu stanzen, bedrucken und falten. Spezielle Aufträge werden jedoch weiterhin von Hand gefertigt. Auch bei der Wartung und Einstellung der Maschinen kann auf Fachkräfte nicht verzichtet werden.
Die enge Verzahnung von Produktion, Logistik und Auslieferung mit eigenen LKWs sorgt für reibungslose Abläufe. In der Entwicklungsabteilung entstehen Prototypen sowie die Vorgaben für Werkzeuge und Maschinen für die individuellen Verpackungslösungen. Nach einem kurzen Blick in die Verwaltung gab es für jeden eine VR-Brille „Made in Liebenstein“. Die zahlreichen Fragen während der Führung zeigten das große Interesse der Teilnehmenden.