Einen Dienst „gegen den Zeitgeist” nannte Pfarrer Edmund Prechtl in seiner Predigt zum Florianstag der drei Trabitzer Feuerwehren deren Arbeit. Allzu viele Menschen, so der Geistliche, lebten nach der Devise „Jeder ist sich selbst der Nächste” und rängen sich allenfalls zu verbalen „Absichtserklärungen” durch, und hier setzten die Wehren mit ihrem Leben, ihrer Zeit und Arbeitskraft „ein deutliches Gegenzeichen”. Besonders freute sich Prechtl, dass es Menschen aller Generationen, gerade auch aus der oft gescholtenen Jugend, seien, die „Tag und Nacht bereit sind, da zu sein, wo Hilfe gebraucht wird: das heißt, Herz und Hände zu öffnen, die Ärmel hochzukrempeln und anzupacken”. Dabei schreckten sie nicht zurück, sich „Grenzsituationen” zu stellen, und ernteten dafür mitunter unverständlicherweise Beschimpfungen statt Dank. Mit ihrem Dienst, so der Geistliche, folgten die Feuerwehrleute dem Vorbild Jesu und seinem Aufruf: „Was ihr für andere tut, habt ihr mir getan.” Im Anschluss an die von der Stadtkapelle Eschenbach begleitete und von Kirchenzügen eingerahmte Eucharistiefeier fanden sich Mitglieder und Freunde der Feuerwehren Burkhardsreuth, Feilersdorf-Grub-Bärnwinkel und Zessau-Weihersberg im Gasthaus „Zur Wirti” zusammen. Als Vorsitzender der heuer für das Floriansfest federführenden Feilersdorfer Feuerwehr betonte Stefan Lex die Zweckmäßigkeit der Brandschutzstruktur in der Gemeinde Trabitz. Der „Luxus dreier Wehren”, den sich die Kommune „leiste”, sei „gut investiertes Geld”: „Sie bekommt dafür drei schlagkräftige Einheiten, die jeweils ihren Bereich und ihre Technik aus dem Effeff kennen, aber auch so gut miteinander kooperieren, dass sie im Zusammenspiel auch größere Einsatzfälle unter Kontrolle bringen können.” Bürgermeisterin Carmen Pepiuk dankte ihrerseits den drei Wehren für deren Dienst, der den Bürgern Sicherheit garantiere. Die Gemeinde werde ihre Brandschützer auch weiterhin bestmöglich unterstützen.