Immer mehr Menschen bezeichnen sich als gläubig, können mit der Kirche aber wenig anfangen. Ob Glaube ohne Kirche überhaupt möglich ist, stellte Domvikar Dr. Christian Schulz bei einem Vortragsabend im Pirker Pfarrheim zur Diskussion. Eine interessierte Zuhörerschaft war der Einladung der Katholischen Männergemeinschaft und des Pfarrgemeinderats gefolgt. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der Katholischen Männergemeinschaft, Karl Prell, nahm Schulz seine Zuhörer mit auf eine Reise durch die Grundlagen des christlichen Glaubens. Im Mittelpunkt stand die grundsätzliche Frage, warum Glaube und Kirche nach christlichem Verständnis zusammengehören. Schritt für Schritt entwickelte der Referent seine Gedanken. Glaube sei weit mehr als eine persönliche Überzeugung. Er lebe von der Gemeinschaft, werde von Generation zu Generation weitergegeben und finde in Gottesdienst und Sakramenten seinen Ausdruck. Die Kirche verstehe sich dabei als Ort, an dem Menschen ihren Glauben gemeinsam leben und feiern. Auch auf die Frage, warum heute viele Menschen ihren Glauben von der Kirche trennen, ging Schulz ein. Seine Antwort fiel eindeutig aus: Aus theologischer Sicht gehören beide untrennbar zusammen. Seine verständlich aufgebauten Ausführungen untermauerte er immer wieder mit Beispielen aus der Bibel und der Lehre der Kirche. Im Anschluss bestand Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit dem Referenten ins Gespräch zu kommen. Der Vortragsabend bot den Besuchern Gelegenheit, sich mit einer Frage auseinanderzusetzen, die viele Menschen bis heute beschäftigt.