Übergabe des Schecks an die Fußballabteilung (Bild: Michael Meiler)

Förderkreis der SpVgg Pirk: Ein Abschied mit Wehmut

Eine bedeutende Ära der Pirker Vereinsgeschichte ging zu Ende. Der Vorsitzende Gerhard Meier hatte zur allerletzten Versammlung des Förderkreises der Fußballabteilung der SpVgg Pirk eingeladen. Im Mittelpunkt des Abends stand neben dem Abschied vor allem ein beeindruckender Rückblick auf das, was der Förderkreis über viele Jahre hinweg für den Sport und die Gemeinschaft geleistet hat. Gerhard Meier selbst blickt auf ein außergewöhnliches Lebenswerk zurück: Über 55 Jahre lang war er ununterbrochen in einem Amt als Vorsitzender aktiv. Er galt als treibende Kraft hinter zahlreichen sportlichen und gesellschaftlichen Initiativen – darunter der Erhalt des beliebten Bräustüberls sowie die Organisation der „Dorfroisn“, der Ausflug mit drei Bussen in den Felsenkeller nach Chodovar Plana. In seiner Rede hob Meier zudem den starken Zusammenhalt im Verein hervor und dankte Michael Meiler, der den Betrieb des Förderkreises während seiner Erkrankung maßgeblich aufrechterhalten hatte. Wie entscheidend der Förderkreis für das Vereinsleben war, belegen die Zahlen der jüngsten Vergangenheit: Allein in den letzten vier Jahren flossen rund 13.000 Euro an die Fußballabteilung. Mit diesen Mitteln wurden Bälle, Tore und Trikots angeschafft sowie Weihnachts- und Abschlussfeiern für den Junioren- und Seniorenbereich unterstützt. SpVgg-Vorsitzender Josef Schiesl drückte im Namen des gesamten Vereins und der Abteilung Fußball seinen tiefen Dank aus und betonte, wie essenziell diese Unterstützung für den Erfolg der Abteilung war. Auch Michael Meiler (Kassier des Förderkreises und Bürgermeister) richtete das Wort an die Anwesenden: Trotz aller Wehmut gelte es nun, den Blick nach vorne zu richten. Die SpVgg Pirk verfüge über ein hervorragendes Sportgelände und leiste eine ausgezeichnete Nachwuchsarbeit. „Wir müssen diese positiven Eigenschaften nutzen und die Menschen begeistern” betonte Meiler. Um an diese Erfolge anzuknüpfen, schlug Josef Schießl die Neugründung eines Fördervereins vor, der direkt dem Hauptverein angegliedert werden soll. Zum Schluss überreichen Meier, Meiler und Seidl die letzte Spende über 1500€ an die Fußballabteilung.
Rektorin Martina Heidner (links) begrüßte zusammen mit den Klassenleiterinnen Katrin Benker und Claudia Böhm-Blasczyk die Erstklässler an der Josef-Faltenbacher-Grundschule. (Bild: Kerstin Kiener)

Pippi Langstrumpf begleitet 33 Pirker ABC-Schützen ins Schulleben

Aufgeregte Kinder, bunte Schultüten und jede Menge Vorfreude: Für 33 Erstklässler begann am Dienstag ein neuer und wichtiger Lebensabschnitt. Bei der Einschulungsfeier an der Schule standen dabei natürlich die Schulanfänger im Mittelpunkt. In zwei Kombi-Klassen werden sie künftig gemeinsam ihre ersten Schritte im Schulleben gehen. Rektorin Martina Heidner hieß die Kinder und ihre Familien zum ersten Schultag herzlich willkommen und wünschte den neuen Schülerinnen und Schülern einen guten Start. Sie betonte, dass mit der Einschulung für alle ein neuer Abschnitt beginne. Auch die Gemeinde Pirk war erstmals bei der Einschulung vertreten. Zweiter Bürgermeister Tobias Forster überreichte den Erstklässlern im Namen der Gemeinde einen süßen Gruß zum Schulanfang. Für den musikalischen Auftakt sorgten traditionell die Bläserklassen der Schule. Mit dem schwungvollen „Pippi-Langstrumpf-Lied” wurden sowohl die Erstklässler als auch die neuen Fünftklässler auf besondere Weise in der Schulgemeinschaft aufgenommen. So sorgten die Mittelschüler damit gleich zu Beginn für den richtigen Schwung. Dann wurde es für die Schulanfänger ernst: Gemeinsam mit ihren Klassenleiterinnen Katrin Benker und Claudia Böhm-Blasczyk machten sie sich auf den Weg in ihre Klassenzimmer. Dort wartete die erste gemeinsame Stunde und viele neue Eindrücken auf die ABC-Schützen. Währenddessen blieben Eltern, Großeltern und Geschwisterkinder in der Aula. Der Elternbeirat hatte ein Elterncafé vorbereitet und sorgte damit für eine gemütliche Wartezeit. Bei Kaffee und süßen Leckereien konnten sich die Familien austauschen, bis die Schulanfänger wieder zu ihnen zurückkamen. Zum Abschluss wartete noch eine schöne Tradition: Mit ihren Schultüten machten sich die frischgebackenen Erstklässler auf den Weg in den Kindergarten. Dort konnten sie ihren ehemaligen Kindergartenfreunden zeigen, wie groß sie inzwischen geworden sind – und vielleicht das ein oder andere Vorschulkind bereits jetzt neugierig auf die Schule machen.
Einen tollen Tag mit Klettern und Rodeln verbrachten die Ministranten aus Pirk und Bechtsrieth in Pottenstein. (Bild: Romina Keck)

Hoch hinaus und rasant bergab beim Ministrantenausflug der Pfarrei Pirk

Rund 50 Ministrantinnen und Ministranten aus Pirk und Bechtsrieth machten sich gemeinsam mit ihrem Betreuerteam auf zu einem abwechslungsreichen Ausflug nach Pottenstein. Organisiert und begleitet wurde die Fahrt von den Verantwortlichen des Pfarrgemeinderats um Volker Keck. Erstes Ziel war der Kletterwald. Nach einer ausführlichen Sicherheitseinweisung konnte das Kletterabenteuer beginnen. Zwei Stunden lang ging es für die jungen Kletterer über verschiedene Parcours, Hindernisse und Seilbrücken hoch über dem Boden. Die jüngeren Ministranten wurden dabei von Oberministranten und Betreuern begleitet und konnten so gut gesichert ihre Grenzen austesten. Für die älteren Teilnehmer wartete mit dem schwarzen Parcours eine besondere Herausforderung: Ab 14 Jahren durfte dieser auch ohne Begleitung absolviert werden. Besonders beeindruckend war für Thomas die Fahrt mit dem Flying Fox. Dafür musste zunächst ein anstrengender Aufstieg bewältigt werden. Die Mühe lohnte sich jedoch: „Die lange und sehr hohe Seilbahn war einfach eine berauschende Fahrt“, schwärmte er anschließend. Nach der sportlichen Herausforderung war erst einmal eine Pause angesagt. Danach wartete bereits das nächste Highlight: die Rodelbahn. Jeder Teilnehmer erhielt zwei Freikarten und durfte damit zweimal die Strecke hinuntersausen. Wer danach noch Lust auf weitere rasante Abfahrten hatte, konnte auf eigene Kosten zusätzliche Runden drehen. Doch auch abseits der Rodelbahn war einiges geboten. Auf dem Spielplatz wurde getobt, bei einer gemütlichen Brotzeit neue Kraft getankt oder einfach gemeinsam die Zeit genossen. So war für jeden etwas dabei – egal, ob sportliche Herausforderung, rasante Abfahrt oder entspanntes Zusammensitzen. Gegen 17 Uhr hieß es schließlich, wieder die Heimreise anzutreten. Hinter den Ministranten aus Pirk und Bechtsrieth lag ein erlebnisreicher Tag mit viel Bewegung, Mut, Gemeinschaft und jeder Menge Spaß.
Das Ferienprogramm der Pirker Pfarrei führte die Kinder rund um den Basaltkegel Parkstein, Spannung und Basteln inklusive. (Bild: Gabriele Rupprecht)

Ferienprogramm Pfarrei Pirk: Mitten hinein ins Vulkanabenteuer

Bei sommerlicher Hitze ging es für rund 20 Kinder der Pfarrei Auferstehung Christi Pirk hoch hinaus: Beim Ferienprogramm stand ein Ausflug zum Vulkanerlebnis nach Parkstein auf dem Programm. Organisiert hatte die Fahrt Gabriele Rupprecht vom Pfarrgemeinderat, unterstützt von einigen Helfern, die die neun- bis zwölfjährigen Teilnehmer zum Treffpunkt brachten. Dort wartete bereits Geoparkrangerin Bettina Rüstow auf die jungen Vulkanforscher. Sie nahm die Kinder mit auf eine spannende Reise durch die Erdgeschichte des Parksteins. An der Basaltwand am Fuße des Vulkankegels erklärte sie die verschiedenen Gesteinsschichten und berichtete anschaulich von der Entstehung des rund 24 Millionen Jahre alten Vulkans. Anschließend ging es in die Felsenkeller. Bei den hochsommerlichen Temperaturen war die dortige Kühle besonders willkommen – für die Kinder fühlte sich der Keller beinahe wie ein natürlicher Kühlschrank an. Nach der erfrischenden Pause führte der Weg hinauf zur Kapelle. Oben angekommen, genossen die Kinder die Aussicht über die Umgebung und hielten Ausschau nach der Heimat: Vielleicht ließ sich sogar Pirk entdecken. Auch ein Marienbild und eine Marienfigur wurden betrachtet. Dazu erfuhren die Kinder Wissenswertes über deren Geschichte. Im Vulkanmuseum wartete schließlich ein Film über verschiedene Vulkanausbrüche auf die Gruppe. Doch das eigentliche Highlight des Tages folgte noch: Die Kinder durften ihre eigenen kleinen Vulkane basteln. Mit einigen geheimen Zutaten brachten sie die selbstgebauten Feuerberge anschließend tatsächlich zum Ausbruch. Ein Riesenspaß, bei dem es ordentlich sprudelte und schäumte. Paula Sch., die älteste Teilnehmerin, war am Ende jedenfalls überzeugt: „Das Basteln des Vulkans war richtig gut!“ So ging ein abwechslungsreicher Ferientag zu Ende, an dem die Kinder nicht nur viel über Vulkane lernten, sondern selbst zu kleinen Vulkanforschern wurden.


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Bis auf den letzten Platz besetzt war die Pirker Marienkirche bei der Konzertandacht an Mariä Himmelfahrt mit der Geigerin Veronika Gerber. (Bild: Kerstin Kiener)

Zwischen Leid und Himmelfahrt: Mariä Himmelfahrt in Pirk

„Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, so der ganze Herbst sein mag“, sagt eine alte Bauernregel. Wenn sie Recht behält, dürfen sich die Pirker auf einen sonnigen Herbst freuen. Bei strahlendem Sonnenschein und großer Sommerhitze fanden die Besucher in der Marienkirche Maria Heimsuchung einen angenehm kühlen Ort für die Konzertandacht zu Mariä Himmelfahrt. Das Gotteshaus war bis auf den letzten Platz gefüllt. Für die musikalische Gestaltung sorgte die aus Weiden stammende Geigerin Veronika Gerber. Mit ihrer konzentrierten und ausdrucksvollen Interpretation verlieh sie den Werken von Johann Sebastian Bach und Georg Philipp Telemann eine ganz eigene Klangfarbe. Dabei verstand sie es, die unterschiedlichen Charaktere der Kompositionen herauszuarbeiten und die Zuhörer mit ihren Werkeinführungen in die musikalische Gedankenwelt des Abends mitzunehmen. Besonders eng verband Gerber die Musik mit dem Kirchenraum. Sie lenkte den Blick auf die Darstellungen von Mariä Verkündigung, Mariä Heimsuchung und Mariä Himmelfahrt sowie auf die Krönung Mariens am Altar. Auch die Werke selbst nahm sie in diesen Zusammenhang. Bachs Sonate in g-Moll stellte sie der Leidensgeschichte Mariens gegenüber. Mit Telemanns Fantasie in A-Dur wechselte die Stimmung: Die Musik konnte als freudiger Jubel über die Himmelfahrt Mariens verstanden werden. Bachs Partita in E-Dur führte diesen Gedanken weiter – hin zur Hoffnung und Freude des christlichen Glaubens. Der Vorsitzende der Kultur Freunde Pirk, Karl Prell, übernahm die Andachtsteile und verband die musikalischen Beiträge mit Gebeten und geistlichen Impulsen. So entstand eine rund einstündige Feier, in der Musik und Glaube miteinander verbunden wurden. Einen glanzvollen Schlusspunkt setzte Veronika Gerber mit Franz Schuberts „Ave Maria“ als Zugabe. Die innige Melodie ließ die besondere Atmosphäre des Abends noch einmal aufleuchten und wurde zu einem stimmungsvollen musikalischen Ausklang. Anschließend bot der Frauenbund passend zum Fest Kräuterbüschel zum Verkauf an. Bei einem Umtrunk auf dem Kirchenvorplatz und guten Gesprächen klang der Abend der Kultur Freunde Pirk gesellig aus.
Viel Zeit ließ sich Pfarrer Thomas Stohldreier bei der Segnung der frisch renovierten St. Georgskirche in Enzenrieth. (Bild: Kerstin Kiener)

Mit Weihwasser und Ukulele: Enzenrieth feiert den Abschluss der Kirchensanierung

Mit einem feierlichen Gottesdienst hat die Pfarrgemeinde am Sonntag den Abschluss der Außensanierung der Filialkirche St. Georg gefeiert. Zahlreiche Gläubige versammelten sich vor dem Gotteshaus, das nach rund zehn Jahren Planung und umfangreichen Arbeiten wieder in neuem Glanz erstrahlt. Musikalisch umrahmten die Blechfrösche die Feier. Pfarrer Thomas Stohldreier stellte den Gottesdienst ganz unter den Gedanken des Dankes. In seiner Predigt griff er die Geschichte der Sanierung auf und trug den Rückblick von Kirchenpfleger Herbert Argauer vor. Die lange Planung, die schwierige Finanzierung und die baulichen Herausforderungen kommentierte er und spannte dabei den Bogen zur Verantwortung für den Erhalt des Gotteshauses. Viel Zeit nahm sich Stohldreier für die Segnung der Kirche. Gemeinsam mit den Kirchenverwaltungsmitgliedern Herbert Argauer, Markus Forster und Alfons Gallersdörfer sowie Mesnerin Angelika Kummer umrundete er das Gotteshaus und segnete es von allen Seiten. Anschließend ging es in die Kirche, wo der Pfarrer auch den Innenraum reichlich mit Weihwasser segnete. Im Anschluss erläuterte Dipl.-Ing. Anton Landgraf vom Ingenieurbüro ALS die wichtigsten Sanierungsmaßnahmen. Dabei bekannte er, noch nie „eine so kleine Kirche mit einer so langen Geschichte“ saniert zu haben. Als größte Herausforderungen nannte er den lehmigen Untergrund, der ständig arbeitet, unterschiedlich tiefe Fundamente – an einer Stelle war das Fundament nur rund 40 Zentimeter tief – und den Dachstuhl, der direkt auf der Decke auflag und zusätzlichen Druck auf das Mauerwerk ausübte. Die statischen Probleme konnten behoben werden, die Fundamente wurden aus Kostengründen jedoch nur dort verstärkt, wo es notwendig war. Für einen unerwartet heiteren Schlusspunkt sorgte Landgraf selbst. Statt seine Ausführungen einfach zu beenden, griff er zur Ukulele und brachte der frisch sanierten Kirche mit eigens umgetexteten Schlagermelodien ein Ständchen. Die Besucher quittierten den ungewöhnlichen Auftritt mit herzlichem Applaus. Beim anschließenden Weißwurstfrühschoppen der Freiwilligen Feuerwehr Pirk klang die Feier gemütlich aus.
Schaurig schöne Stimmung bei der Gruselgeschichte. (Bild: Corinna Zintl)

Nächtliches Abenteuer mit der Kinderfeuerwehr Pirk

Bereits zum zweiten Mal lud die Kinderfeuerwehr Pirk im Rahmen des Ferienprogramms zu einer Nachtwanderung ein. 26 begeisterte Mädchen und Jungen folgten der Einladung und erlebten einen Abend voller Nervenkitzel, Gemeinschaft und magischer Momente. Treffpunkt für die jungen Abenteurer war das Feuerwehrhaus Pirk. Ausgerüstet mit Taschenlampen brachen die Kinder in der einsetzenden Dämmerung auf. Kaum hatte die Gruppe die ersten Meter im Wald zurückgelegt, hüllte die Dunkelheit die Pfade ein. Unterwegs gab die aufgeregte Frage, ob im Pirker Forst womöglich ein Waldgeist sein Unwesen treibt, reichlich Gesprächsstoff. Für eine willkommene Erfrischung sorgte eine Pause auf einer Lichtung mitten im Wald. Dort wartete bereits ein Betreuer der Kinderfeuerwehr mit einem Versorgungsfahrzeug und verteilte Getränke. Zudem gab es für jedes Kind eine kleine Überraschung. Ein bunter Leuchtstab brachte die Augen der kleinen Wanderer im Dunkeln zum Strahlen. Gestärkt setzte die Gruppe ihren Weg in Richtung des Hochwasserspeichers fort. Dort angekommen, wartete das Highlight des Abends auf die Wanderer. Im Schein der Taschenlampen lauschten die Kinder aufmerksam einer kleinen Gruselgeschichte. Diese erzählte vom geheimnisvollen Geist des Wasserspeichers, der friedlich durch die Wälder und Felder rund um Pirk zieht, vorausgesetzt, man beschwichtigt ihn mit seinen Lieblingssüßigkeiten. Zur großen Freude aller verteilten die Betreuer Gummibärchen an die Kinder. Gemäß der Geschichte wurde für den Geist ein rotes Gummibärchen unter einen Baum gelegt, da er diese am liebsten mag. Nach der Spukgeschichte trat die Gruppe den Rückweg an. Am Feuerwehrhaus angekommen, wurden die Kinder bereits von den restlichen Betreuern empfangen. Zwei prasselnde Lagerfeuer tauchten den Hof in gemütliches Licht. Zum Ausklang grillten die Mädchen und Jungen Stockbrot und Marshmallows über den Flammen, ehe sie müde, aber glücklich von ihren Eltern in Empfang genommen wurden. Am Ende zeigten sich sowohl die Betreuer als auch die Kinder begeistert von der rundum gelungenen Aktion, die sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Jan Fichtner, Niwat Eneff und Lena Hastler wurden als Quali-Beste von Bürgermeister Michael Meiler, Klassenleiterin Kathrin Kraus, Rektorin Martina Heidner, sowie Nicole Bauer und Nadine Mückl vom Elternbeirat besonders geehrt. (Bild: Kerstin Kiener)

Eine Mannschaft fürs Leben: Pirker Mittelschüler nehmen Abschied

„Kein Fußballspiel gewinnt ein Spieler allein.“ Mit diesem Gedanken eröffneten die Religionspädagoginnen Julia Plödt und Astrid Wolfrum die Entlassfeier der Josef-Faltenbacher-Mittelschule Pirk in der Auferstehungskirche. Wie auf dem Fußballplatz brauche auch das Leben eine Mannschaft, die zusammenhält, Mut macht und auffängt – eine Botschaft, die den Absolventen mit auf ihren weiteren Weg gegeben wurde. In der festlich geschmückten Turnhalle begrüßte Schulleiterin Martina Heidner Schüler, Eltern und Ehrengäste zu einem besonderen Tag. Bürgermeister Michael Meiler ermutigte die Absolventen, ihre Chancen mutig zu nutzen. Sein Appell: „Machen ist wie Wollen – nur viel krasser.“ Für einen besonderen Höhepunkt sorgten die Schülersprecher Jan Fichtner und Larysa Talik. Mit persönlichen Worten blickten sie auf ihre gemeinsame Schulzeit zurück, dankten ihren Lehrern für die Begleitung und fanden für jeden einzelnen wertschätzende Worte – verbunden mit der einen oder anderen augenzwinkernden Entschuldigung. Klassenleiterin Kathrin Kraus verglich die vergangenen vier Jahre mit einer Zugfahrt. Nach der fünften Klasse seien die Schüler in ihren Zug umgestiegen, sie selbst habe sie als „Schaffnerin“ auf ihrem Weg begleitet. Nun erreiche jeder seinen eigenen Zielbahnhof und steige in einen neuen Zug Richtung Zukunft. Für die musikalische Umrahmung von Gottesdienst und Entlassfeier sorgten die Bläserklassen 6 bis 8 gemeinsam mit den Bläsern der Abschlussklasse. Dass außergewöhnliche Wege zum Erfolg führen können, bewies Niwat Eneff. Trotz einer übersprungenen achten Klasse schloss er den Qualifizierenden Mittelschulabschluss mit der Traumnote 1,2 als Jahrgangsbester ab. Jan Fichtner (1,4) und Lena Hastler (1,7) komplettierten das Spitzentrio. Bürgermeister Michael Meiler würdigte die hervorragenden Leistungen mit einem zusätzlichen Geschenk. Nicht nur für die Absolventen war der Abend ein Abschied. Aus dem Elternbeirat überbrachte Nadine Mückl die Glückwünsche an die Absolventen. Gleichzeitig verabschiedete die Schulfamilie die langjährige Vorsitzende Nicole Bauer, die dem Elternbeirat seit 2019 angehörte und ihn fünf Jahre lang leitete, sowie Jana von Janso, die seit 2024 im Gremium mitarbeitete.
Geschenke zum Jubiläum überreichten Kolping-Vorstand Christoph Bacher, Bürgermeister Michael Meiler und KLJB-Chefin Luisa Schwab an die Führung des Pirker Kirwavereins Lisa Hofmann und Markus Reil. (Bild: Kerstin Kiener)

Schwalben, Bankerl und Birke für den Kirwaverein Pirk

Mit einem ebenso originellen wie liebevoll zusammengestellten Patengeschenk überraschten die beiden Patenvereine Kolping Luhe und KLJB Luhe den Kirwaverein Pirk beim Frühschoppen der Jubiläumskirwa. Christoph Bacher, Vorsitzender von Kolping Luhe, und Luisa Schwab, Vorständin der KLJB Luhe, überreichten gleich drei Geschenke, die Humor, Symbolkraft und bleibende Erinnerungen miteinander verbanden. Den Anfang machte eine Urkunde mit einem Augenzwinkern. Solange sie sich im Besitz des Kirwavereins befindet, dürfen sich die Pirker auch weiterhin die sogenannten Schwalben zum Aufstellen des Kirwabaums von den „Louern“ ausleihen. Die scherzhafte Formulierung sorgte bei den zahlreichen Gästen für Gelächter und zeigte zugleich die enge Freundschaft zwischen den beiden Patenvereinen und dem Kirwaverein. Praktisch und zugleich persönlich war das zweite Geschenk: ein handgefertigtes Bankerl mit zwei Sitzkissen. Eingebrannt sind die Logos von Kolping Luhe und KLJB Luhe sowie ein Kirwabaum und der Luher Kirchturm. Da der Kirwaverein bislang über kein eigenes Vereinsheim verfügt, bleibt das Bankerl zunächst beim Vereinsvorsitzenden. Über seinen endgültigen Standort wird noch beraten. Einfach frei aufzustellen kommt für den Verein jedoch nicht infrage – dafür ist das liebevoll gestaltete Erinnerungsstück zu schade. Auch mit dem dritten Geschenk bewiesen die Patenvereine Liebe zum Detail. Weil sowohl das Pirker Gemeindewappen als auch das Logo des Kirwavereins einen Baum zeigen, gingen sie der Frage nach, um welche Baumart es sich handelt. Das Ergebnis: eine Birke. Eine junge Birke soll künftig in der Nähe des Festplatzes an das zehnjährige Bestehen des Kirwavereins erinnern. Bürgermeister Michael Meiler gratulierte im Namen der Gemeinde zum Jubiläum und überreichte einen Zuschuss zur neuen Vereinsfahne. Er würdigte das Engagement des Kirwavereins, der in nur zehn Jahren zu einer festen Größe im Dorfleben geworden sei und mit seinen Veranstaltungen Menschen aller Generationen zusammenbringe.
Sieben neue Ministranten wurden vergangenen Sonntag feierlich in den Dienst am Altar aufgenommen. (Bild: Lisa Berlinger)

Sieben neue Ministranten in die Gemeinschaft aufgenommen

Im Familiengottesdienst wurden am Sonntag sieben neue Ministrantinnen und Ministranten feierlich in die Gemeinschaft der Pfarrei aufgenommen. Unter dem Leitgedanken „Fleißig im Dienst Jesu“ stand dabei das Miteinander und die Honigbiene im Mittelpunkt. In einem Predigtspiel wurden die Eigenschaften eines Bienenvolkes auf den Dienst der Ministranten übertragen: Gemeinschaft, Verlässlichkeit und gegenseitige Unterstützung. Passend zum Thema war der Altarraum mit einem Bienenkorb aus Pappe, Wildblumen, Waben und Honiggläsern dekoriert. Für die musikalische Gestaltung sorgte die Gruppe „GloryUs“. Im Rahmen des Gottesdienstes wurde zudem Sarah Forster als neue Oberministrantin eingeführt. Sie verstärkt künftig das bisherige Leitungsteam mit Romina Keck und Sophia Hilburger und übernahm im Gottesdienst auch die Lesung. Vorbereitet wurde die Feier von der pastoralen Mitarbeiterin Julia Plödt gemeinsam mit den Oberministrantinnen. Zum Abschluss verteilte das Familiengottesdienst-Team Honigbrote an die Gottesdienstbesucher. Damit wurde das Motto der Feier auch kulinarisch aufgegriffen und der festliche Gottesdienst fand in geselliger Atmosphäre seinen Ausklang. Pfarrer Thomas Stohldreier und die ganze Pfarrgemeinde wünschten den neuen Ministrantinnen und Ministranten Emilio Berlinger, Leopold Faltenbacher, Julia Fichtner, Liv und Maya Fichtner, Antonia Wasel sowie Xaver Wurmitzer viel Freude und Gottes Segen für ihren Dienst am Altar.
Mit der Frage „Glaube ohne Kirche?“ setzte sich Domvikar Dr. Christian Schulz bei einem Vortragsabend im Pirker Pfarrheim auseinander. (Bild: Kerstin Kiener)

Vortrag in Pirk: Braucht der Glaube eine Kirche?

Immer mehr Menschen bezeichnen sich als gläubig, können mit der Kirche aber wenig anfangen. Ob Glaube ohne Kirche überhaupt möglich ist, stellte Domvikar Dr. Christian Schulz bei einem Vortragsabend im Pirker Pfarrheim zur Diskussion. Eine interessierte Zuhörerschaft war der Einladung der Katholischen Männergemeinschaft und des Pfarrgemeinderats gefolgt. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der Katholischen Männergemeinschaft, Karl Prell, nahm Schulz seine Zuhörer mit auf eine Reise durch die Grundlagen des christlichen Glaubens. Im Mittelpunkt stand die grundsätzliche Frage, warum Glaube und Kirche nach christlichem Verständnis zusammengehören. Schritt für Schritt entwickelte der Referent seine Gedanken. Glaube sei weit mehr als eine persönliche Überzeugung. Er lebe von der Gemeinschaft, werde von Generation zu Generation weitergegeben und finde in Gottesdienst und Sakramenten seinen Ausdruck. Die Kirche verstehe sich dabei als Ort, an dem Menschen ihren Glauben gemeinsam leben und feiern. Auch auf die Frage, warum heute viele Menschen ihren Glauben von der Kirche trennen, ging Schulz ein. Seine Antwort fiel eindeutig aus: Aus theologischer Sicht gehören beide untrennbar zusammen. Seine verständlich aufgebauten Ausführungen untermauerte er immer wieder mit Beispielen aus der Bibel und der Lehre der Kirche. Im Anschluss bestand Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit dem Referenten ins Gespräch zu kommen. Der Vortragsabend bot den Besuchern Gelegenheit, sich mit einer Frage auseinanderzusetzen, die viele Menschen bis heute beschäftigt.
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