Rund 50 Gläubige beteiligten sich am Pfingstmontag am traditionellen Flurumgang der Pfarrei Waidhaus. Gemeinsam zog die Prozession betend und singend durch die Fluren und bat um Gottes Segen für die Menschen, die Heimat, die Natur und eine gute Ernte.
Pfarrer Adam Karolczak leitete den Flurumgang mit dem Allerheiligsten. Begleitet wurde die Prozession von Ministranten sowie einer Abordnung des Musikvereins, die die Kirchenlieder während des gesamten Weges musikalisch unterstützte.
Die Prozession führte von der Pfarrkirche St. Emmeram über Frankenreuth und wieder zurück zur Pfarrkirche. Vier festlich geschmückte Fluraltäre waren entlang des Weges aufgebaut. Der erste Altar befand sich am ehemaligen Felsenkeller an der Ecke Frankenreuther Straße und Sulzbergweg. Der zweite Altar stand beim „Pinter-Kreuz“ an der Frankenreuther Straße. Der dritte Altar wurde an der Dorfkapelle in Frankenreuth zu Ehren des heiligen Johannes Nepomuk aufgebaut. Der vierte Altar befand sich beim Pfälzerhof unter den Kastanienbäumen.
Nach dem letzten Segen führte der Weg vorbei am Bienen- und Kräuterlernort Dufthang sowie einer weiteren Johannes-Nepomuk-Figur beim Rotlohbach zurück zur Pfarrkirche St. Emmeram. Dort wurde das Allerheiligste feierlich wieder in den Tabernakel eingesetzt und der große Wettersegen erteilt.
Ein besonderer Dank galt den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die dieses alte Brauchtum Jahr für Jahr lebendig erhalten. Dazu zählen insbesondere die Familien und Dorfgemeinschaften, die die Altäre liebevoll vorbereiteten und schmückten, ebenso wie Mesner, Ministranten , Fahnen/- Kreuz-/ und Himmelträger, Musikern und Lektoren.
Der Flurumgang zeigte erneut eindrucksvoll, wie lebendig Glaube und Tradition in Waidhaus bis heute gepflegt und von vielen Generationen gemeinsam getragen werden.