„Vogelschützer” im Höhenflug: Von 128 auf 147 stieg die Zahl der Mitglieder der Naturschutzgruppe Trabitz im zurückliegenden Vereinsjahr. Vorsitzender Fabian Dötsch sah hierin die Frucht einer erfolgreichen Jugendarbeit im Ortsverband des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz (LBV): „Viele Mitglieder unserer Jugendgruppen, und oft auch deren Familienangehörige, haben sich zum Beitritt entschlossen.”
Bunt und umfangreich fielen denn bei der Hauptversammlung im Sportheim auch die Berichte von Alexander Wolf und Christiane Dötsch über die Aktivitäten der 31 Mitglieder der beiden Nachwuchsgruppen „Spatzen” (Grundschüler) und „Kernbeißer” (Teenager) aus. Neben Naturerkundungen, Bastelnachmittagen, Festen, Zeltlagern und dem Säubern von Nistkästen packten viele Nachwuchs-Naturschützer gleich zweimal bei der Befreiung der Trabitzer Wald- und Feldfluren von wild entsorgtem Abfall an: beim gemeinsamen „Rama dama”-Einsatz mehrerer Vereine und bei einer eigenen „Rama zsama”-Aktion entlang der Kreisstraße Trabitz-Zessau. „Es ist Wahnsinn, was da weggeworfen wird”, kommentierte Alexander Wolf kopfschüttelnd das Sammelergebnis.
Reichlich Stoff bot das Vereinsleben auch für Fabian Dötschs Jahresrückblick, in dem der Vorsitzende unter anderem die „Bergtour” in Tirol sowie Pflegemaßnahmen am Randstreifen des Grünbachs und im angrenzenden Wald erwähnte. Hierbei arbeite die Gruppe auch mit dem LBV-Dachverband, der Revierförsterei, dem Oberpfälzer Waldverein und anderen Stellen zusammen. Seltene Tierarten wie die Bechsteinfledermaus, der Eisvogel, der Pirol oder der Wegerich-Scheckenfalter seien im vereinseigenen Grünbach-”Reservat” heimisch. Dötsch betonte, dass der Ortsverband seine Naturschutzarbeit „pragmatisch, nicht ideologisch” betreibe. Nicht zuletzt deshalb schlössen sich auch Jugendliche aus Nachbargemeinden seinen Nachwuchsgruppen an, urteilte Bürgermeisterin Carmen Pepiuk.