Weiden: Am Samstag mussten sich die Basketballer des TB Weiden mit 83:88 den Fibalon Baskets Neumarkt geschlagen geben. In der ungewohnten Realschule (die Mehrzweckhalle wurde für einen Kinderfasching genutzt) gestaltete sich das Spiel für etwa 100 erschienene Zuschauer als erwarteter Krimi. Neben den Verletzten Rene Deinlein, Florian Gebert und Josh Gnokam-Barat standen auch neun Spieler zur Verfügung. Zudem stand dadurch nur ein „Big Man“ mit knapp zwei Metern zur Verfügung. Diese körperliche Überlegenheit führte unter anderem dazu, dass die Gäste aus Neumarkt bei den Rebounds überwiegend die Lufthoheit behielten.
In der ersten Halbzeit fielen noch die Drei-Punkte-Würfe, und Weiden konnte insgesamt sieben Schüsse im Netz versenken. In der zweiten Halbzeit kamen nur noch zwei weitere hinzu. Zur Halbzeit stand es 47:51 knapp für Neumarkt. Über das gesamte Spiel kam es zu sieben Führungswechseln, und eine Mannschaft konnte sich zwischenzeitlich mit maximal 9 beziehungsweise 11 Punkten absetzen. 28 Sekunden vor Ende des Spiels stand es noch 83:82 für die Hausherren aus Weiden, dann konnte aber Neumarkt mit Glück und Cleverness Punkte erzielen, und Weiden war zu Fouls gezwungen, welche an der Freiwurflinie durch Neumarkt genutzt werden konnten.
Als wesentliche Schwäche zeigte sich sowohl die ausbaufähige Freiwurfquote von 54 % – nur 20 von 37 Würfen fanden das Ziel – als auch einige etwas fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen, die in der Halle für Lautstärke sorgten.
Nachdem das Hinspiel mit 13 Punkten gewonnen wurde, würde Weiden am Ende der Saison bei gleicher Anzahl von gewonnenen Spielen vor Neumarkt platziert sein. Kommendes Wochenende hat man die Möglichkeit, im nächsten Oberpfalzderby in Pressath wieder auf die Siegerstraße zu kommen – einfach wird es bestimmt nicht werden, da in der kleinen Turnhalle große Emotionen zu erwarten sind. Aber es gilt das Motto „Mund abwischen und weiter“.
Es spielten: Daniel Bost (33 Punkte/2 Fouls), Stanley Band (0/2), Chris Hill (21/2), Laszlo Jahrsdörfer (14/3), Wolfgang Kneidl, Paul Kreutzmeier (5/5), Matwvii Moliashchi (5/4), Benjamin Pradenas (5/2), Tobias Welzl.