Über die wohltuende Wirkung von Musik ist schon so ziemlich alles gesagt. Am eigenen Ohr konnten dies die Besucher der Klinik für Palliativmedizin vor Kurzem erleben. In einer kleinen Feierstunde übergab der Rotaryclub Weiden ein E-Piano an Chefärztin Dr. Stephanie Kuchlbauer und ihr Team.
Das Klavier ist eine Bereicherung für den Aufenthaltsraum und soll schwerkranke Patientinnen und Patienten sowie ihre Angehörigen ein bisschen ablenken und positive Emotionen wecken. Wie das funktioniert bewies endrucksvoll Pianist Horst Plössner, der am Klinikum Weiden in der Pflege arbeitet, begleitet von Sabine Kroll, Musiktherapeutin der Palliativstation, an einem Saiteninstrument.
Den Anstoß zu dieser Initiative hatte Christine Stöckl gegeben, die ehrenamtlich als Hospizhelferin tätig ist. Bei einer Führung durch die Palliatvstation hatte ihr Dr. Kuchlbauer vor einigen Monaten erklärt, dass das alte Klavier im Aufenthaltsraum leider nicht mehr funktionstüchtig und eine Reparatur nicht mehr möglich ist.
Frau Stöckl suchte daraufhin unermüdlich Wege, der Palliativklinik zu einem neuen Instrument zu verhelfen. Das entpuppte sich als nicht einfach, schon allein wegen der Transportkosten.
Thilo Bayer, Geschäftsführer des Musikhauses Lindner in Weiden, riet schließlich zu einem günstigeren E-Piano. Christine Stöckl suchte einen Sponsor und fand ihm im Rotaryclub Weiden.
„Wir fanden es im nächsten Meeting gleich eine tolle Idee“, erinnert sich Präsident Robert Stahl. „Wir unterstützen gerne die wertvolle Pallitivarbeit am Klinikum Weiden und haben beschlossen, 1200 Euro für ein E-Paino zu geben.“ Dabei konnte er sofort auf die Unterstützung des Rotary-Hilfswerks um Sonja Keller zählen. Schließlich erklärte sich das Musikhaus Lindner noch bereit, den Transport gratis zu erledigen.
Dr. Kuchlbauer und Bernhard Steghöfer vom Förderverein für Schwerkranke bedankten sich herzlich für die tatkräftige Initative von Christine Stöckl und den Rotarierern. Wie schön sie klingt, zeigte abchließend Horst Plössner mit dem „Nocturne“ von Chopin.