Kaum werden die Tage länger, beginnen die ersten Singvögel mit ihrem Gesang: an sonnigen Tagen sind bereits jetzt Kohlmeisen, Kleiber und Grünlinge zu hören. Nach und nach werden Amsel, Buchfinken, Goldhähnchen und alle anderen heimischen Arten einstimmen und den Chor vervollständigen. Sie voneinander zu unterscheiden, ist gar nicht so schwer, kann aber ein paar schöne Stunden in der Natur in Anspruch nehmen. Die LBV-Naturschutzgruppe Weiden/Neustadt bietet auch dieses Jahr einen Kurs an, in dem unter der fachkundig-humorvollen Anleitung von Vogelkenner Wolfgang Winter die Stimmen der einheimischen Vogelarten erhört und wiedererkannt werden können.
Für die Zeit von Ende Februar bis Ende Mai sind insgesamt mindestens 15 kurze Exkursionen vorgesehen. Um die Witterung berücksichtigen zu können, erfolgt Verabredung zu den einzelnen Terminen jeweils ca. 2 Tage vorher, wobei beim ersten Treffen feste Wochentage vereinbart werden. Die Teilnahme ist für Mitglieder des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz kostenlos, Nicht-Mitgliedern wird eine Teilnahmegebühr von 45 € abverlangt. Zur schnellen und zuverlässigen Verabredung ist eine Anmeldung mit Angabe einer whatsapp-fähigen Telefonnummer nötig bei wolfgang.winter@lbv.de. Neben den Reviergesängen, die nur in der ersten Jahreshälfte zu hören sind, geben viele Vogelarten das ganze Jahr über auch noch arttypische Rufe von sich, anhand derer sie zu unterscheiden sind.
Die sichere Bestimmung von Arten ist die wichtigste Grundlage für Naturschutzarbeit, zudem bereitet das Lauschen auf Vogelstimmen Freude und seelischen Erholung, was zugegebenermaßen auch funktioniert, wenn man sie nicht erkennt, aber mit Erkennung machts mehr Spaß. Ein einigermaßen gesundes Gehör und wetterfeste Kleidung sind notwendig, Vorkenntnisse dagegen nicht.