Nach den Erfolgen der Saison 2025 lief die bisherige für den Wiesauer Sven Seidel nicht optimal. Technische Probleme im Vorfeld zu dieser Europameisterschaft zwangen den 31-jährigen KFZ-Mechaniker immer wieder zu Änderungen in den Planungen der Vorbereitung. Nach den Testläufen in Marktredwitz und Weiden, die ohne Probleme liefen, beschloss man nach Österreich zu reisen.Der Wiesauer konnte sich durch seine Leistungen der letzten Jahre ein Ticket für die Europameisterschaft 2026 sichern.Bei der European Autoslalom Challenge werden jedes Jahr die Titel für die besten Slalomfahrer aus Europa vergeben.146 Teilnehmer aus 14 Nationen waren in 12 verschieden Klassen dabei und fuhren in zwei Tageswertungen ihre Meister aus. Austragungsort war der Wachau Ring in Melk in Niederösterreich. Mit dem Citroen C2 Pro ging der Fahrer des MSC Wiesau in der Klasse Racing Car bis 1600ccm an den Start. Nach der offiziellen Eröffnungsfeier mit der Begrüßung der Teilnehmer am Freitag gab es noch die letzten Details in der Fahrerbesprechung.Pünktlich am Samstag um 8.00 Uhr wurde mit dem Trainingsläufen gestartet. Bereits hier zeigte der Wiesauer seine Klasse und seine Ambitionen auf den Titel.5 Heats mussten am Samstag absolviert werden. Mit Peter Kahun aus der Slowakei war ein starker Konkurrent dabei. Heat 1 und 2 gingen an Seidel, während Kahun in Heat 3 die Bestzeit markierte. Die beiden letzten Heats des Tages konnte sich wieder der Wiesauer sichern. Mit diesen Ergebnissen lag Seidel im Zwischenranking vor dem Slowenen und Michael Lupac aus Tschechien auf Rang 1. Am Sonntag wurden dann nach einem Trainingslauf 5 weitere Heats um die Krone in Europa gefahren. Im ersten Heat des Tages konnte Peter Kahun gleich die Bestzeit setzen. Die Heats 2 und 3 am Sonntag brachten dann die Entscheidung um den Titel. Während Kahun und Jakub Lavicky Probleme hatten markierte Sven Seidel zweimal die Bestzeit. Vor den letzten beiden Heats der Veranstaltung war dem Fahrer des MSC Wiesau der Titel nicht mehr nehmen. Mit 7 Bestzeiten bei den 10 Heats kam Seidel auf 112 Punkte und wurde Europameister vor Peter Kahun (103 Punkte) und Jakub Lavicky mit 95 Punkten. Mit diesem Erfolg krönte der Wiesauer seine bisherigen Erfolge im Motorsport. Neben Seidel war auch der Deutsche Rennslalom Meister 2025 Florian Bodin aus Hessen erfolgreich. Bei den serienmäßigen Fahrzeugen bis 3000 ccm konnte er sich den Titel sichern.