Zahlreiche Zuhörer zum Finale.  (Bild: Nicole Rochelt)

Finale Schönseer Abendklänge

Bei strahlendem Sonnenschein, blauem Himmel und prickelnder Atmosphäre versprach die letzte Veranstaltung mit der Weidinger Blaskapelle zwar ein krönender Abschluss der diesjährigen „Schönseer Abendklänge” zu werden, mit einem solch fulminanten Abschied aber rechneten weder die Musiker, noch die städtische Organisatorin Sandra Klein. Voller Vorfreude stürmten über 200 Gäste auf das Areal. So mancher modifizierte kurzerhand die Bestuhlung und suchte sich mit dem ergatterten Sitzmöbel ein Plätzchen im Schatten. Wieder andere positionierten sich rund um den Kurpark auf den Bänken, genossen dort den Schatten und den sanften Windhauch zwischen den Bäumen. Florian Scherbl, der musikalische Leiter der Kapelle, und 3. Bürgermeister Josef Fleißer begrüßten die Gäste und dankten für das zahlreiche Kommen. Bei den Temperaturen war das eine oder andere „Prosit” nötig, um die Hydration des Publikums zu gewährleisten. Bratwurstsemmeln sorgten dafür, dass auch der Elektrolythaushalt im Gleichgewicht blieb. Für das seelische Wohlbefinden sorgte die Musik. Neben dem beliebten Repertoire hat die Blaskapelle aber auch neue Stücke dabei. Die Musikliebhaber kamen sogar in den Genuss einer Erstaufführung: Vorstand Thomas Bayer führte die „Polka für Trompete” an. Kaum später folgte ein weiteres Highlight mit der „Rhaner Polka”: erst mit einem, dann mit zwei, drei und schlussendlich mit vier Trommlern. Es war ein Konzert, bei dem nicht nur die Kapelle das Publikum begeisterte, sondern auch das Publikum die Kapelle. Das eigentliche Schlusslied, die „Böhmische Liebe” endete stehend, mit tosendem Applaus und der geschlossenen Forderung nach einer Zugabe. „Fliege mit mir in die Heimat” war über ganz Schönsee zu hören – dank der gesanglichen Unterstützung der 200 schunkelnden Gäste. „Überwältigt von den Leuten” bedankten sich die Weidinger mit dem „Böhmischen Traum” zum Abschied. So endete die Abendklänge Saison mit einem letzten Highlight und Standing Ovations. Auch Vierbeiner Toby tat lautstark kund, sich aufs nächste Jahr zu freuen.
Die Abendklänge mit den Z´s von oben in der Abendsonne.  (Bild: Sandra Klein)

„Schnallts enk o und trinkts nommal“

Pünktlich zu Beginn der „Schönseer Abendklänge“ um 19:30 Uhr zeigte sich über dem CeBB-Areal ein strahlend blauer Himmel. Entsprechend sonnig war die Laune der „Z´s“ und der rund 120 Gäste, die sich sogar rund um den Kurpark platzierten. Mit den Worten „Schnallts enk o und trinkts nommal“ holte Reinhard Zilk, einer der drei Stars des Abends, das Publikum ab - in einen Musikabend der Extraklasse. Gemeinsam mit Marina und Carolin zog er die Zuhörer vom ersten Ton an in den Bann. 3. Bürgermeister Josef Fleißer unterbrach das Konzert nur für eine kurze Begrüßung und dankte allen Beteiligten, bevor Gesang, Gitarre, Steirische, Kontrabass und Bariton die Ohren der Musikliebhaber weiter verwöhnten. Stücke wie „Ein Tag, wie ich ihn mag“ sorgten schnell für eine Mitmach-Stimmung in den Gästereihen. Die Interaktionen des Kapellenchefs mit dem Publikum ließen jede Schüchternheit vergessen, sodass nicht nur geklatscht und geschunkelt, sondern auch lauthals mitgesungen wurde. Selbst der vierbeinige Stammgast Toby machte Reinhards berühmten Juchzern Konkurrenz. Als sich das für den Abend vorbereitete Repertoire, „fufzea Stickla“, dem Ende neigte, war das Publikum noch lange nicht geneigt, den Abend zu beenden. Die Rufe nach einer Zugabe wurden immer lauter und das Trio erfüllte noch einen Wunsch: „Sierra Madre“. Doch auch damit war es nicht getan – das begeisterte Publikum bekam nicht genug von dem Wohlfühlabend. Erst, als nachdem „Der Mond hält seine Wacht“ gespielt war und „Fliege mit mir in die Heimat“ eine eindeutige Botschaft vermittelte, zeigten die Gäste Erbarmen und entließen „Die Z´s“ in den Feierabend.
Publikum lauscht gebannt bei den Schönseer Abendklängen (Bild: Nicole Rochelt)

Stimmgewaltiger Gesangverein singt sich in Herzen

Petrus meint es in diesem Jahr nicht gut mit den Schönseer Abendklängen. Von den fünf bisherigen Veranstaltungen fand das Musikspektakel gestern zum vierten Mal wetterbedingt in der Schulaula statt. Doch davon lassen sich die Musikliebhaber nicht beeindrucken. Rund 50 Gäste durfte der Gesang- und Orchesterverein begrüßen. Chorleiter Andreas Wirnshofer kündigte bereits zu Beginn ruhigere Töne an. Auch Schönsees 3. Bürgermeister Josef Fleißer forderte das Publikum bei seiner Begrüßung auf, diese Töne ins Herz zu lassen. Die kurzen Reden versprachen nicht zu viel. Der stimmgewaltige Männerchor erfüllte nicht nur die Räume der Schule. Die Stimmen und Melodien suchten sich alsbald den Weg in die Tiefe der Seelen. Andreas Wirnshofer, der nicht nur als Dirigent wirkte, sondern den Chor als begnadeter Sänger ergänzte, führte durch das Liedgut des Abends. „Wein, Weib und Gesang” wurden ebenso besungen, wie das Wandern und die Heimatliebe. Selbstverständlich gehörten auch Lieder zum Schmunzeln, wie „Diridonda” zum Repertoire. A capella, also nur mit dem „Instrument, das man immer dabei hat – der Stimme”, verzauberten die elf Herren die begeisterten Zuhörer. Angsteckt von der Leidenschaft der Sänger hörte man bei so manch bekanntem Liedgut Gesang auch aus den Reihen der Gäste. Zum Ende des besonderen Konzerts fiel der Abschied schwer und ohne Zugabe wurden die sonoren Männerstimmen nicht in den Feierabend entlassen. Auch dritter Bürgermeister Fleißer ergriff noch einmal das Wort und bedankte sich beim Gesang- und Orchesterverein für den „Gesang vom Feinsten”. Mit den Z´s und der Blaskapelle Weiding stehen noch zwei Highlights bei den nächsten Schönseer Abendklängen aus, bevor die „Abendklänge-Saison” für dieses Jahr endet.
Bürgermeister Reinhard Kreuzer im Klöppelkurs von Afra Kress (re. neben Bürgermeister Kreuzer). (Bild: Nicole Rochelt)

Schönseer Klöppeltage beginnen mit drei Kursen

Im Rahmen der Klöppeltage haben in der Stadt Schönsee am Dienstag auch die ersten Klöppelkurse begonnen. Im offenen Kurs „Querbeet“ mit Michaela Gleixner werden von der Klöppelanfängerin bis zur Spitzenkünstlerin alle glücklich gemacht und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Afra Kress lehrt ihren Teilnehmerinnen „Torchon trifft Quadrat“ nicht nur die Technik von geklöppelten Winkeln und Geometrien, sondern auch, wie man die Entwürfe auf Papier bannt, bevor man zur Tat schreitet. Accessoires hingegen stehen im Kurs „Schmuckvarianten“ mit Birgit Härtel im Mittelpunkt. Draht und Klöppelschläge können im richtigen Miteinander zauberhaften Schmuck ergeben. Die klöppelbegeisterten Kursteilnehmerinnen sind nicht nur aus ganz Deutschland angereist – der Magnet der Kurse wirkte sogar bis Österreich. Dabei wurden bei der Anreise weder Kosten noch Mühen gescheut, um sich die Teilnahme zu sichern. Dies wollte auch Bürgermeister Reinhard Kreuzer honorieren und besuchte alle drei Kurse gleich am Starttag. Mit großem Hallo wurde er von den Klöppeldamen empfangen und man verabredete sich zur Ausstellungseröffnung im CeBB am Mittwoch, wo Irena Ring die „Wanderausstellung: Klöppeln ist unsere Leidenschaft“ bis zum 12. Juni präsentiert. Die Exponate dort bestehen aus den Arbeiten von Kursteilnehmerinnen der Kurleiterausbildungen des Deutschen Klöppelverbands und werden sicherlich für Inspiration in den aktuellen Klöppelkursen sorgen.
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