Große Freude hatten die kleinen Gäste des Riedener Pfarrfestes bei der ersten Tretbulldogausfahrt. (Bild: Michael Rabenhofer)

Riedener Pfarrfest mit buntem Programm für Klein und Groß

Am vergangenen Sonntag feierte die Pfarrei Rieden ihr Pfarrfest. In der Früh begaben sich Gläubige, die Fahnenabordnungen der Feuerwehr Rieden, KAB Rieden und der Schützengesellschaft Vilstal Rieden zusammen mit den Musikanten der Blaskapelle St. Georg Rieden samt Markträten und Bürgermeistern in die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt zum Gottesdienst. Unter der musikalischen Umrahmung von der Blaskapelle St. Georg Rieden zelebrierte Pfarrer Slawomir Niemczewski die Heilige Messe. Beim anschließenden Friedhofsgang wurden die Gräber der Verstorbenen der Pfarrei gesegnet. Der Pfarrgemeinderat hatte derweil alles aufgebaut für eine rundum angenehme Atmosphäre im Pfarrgarten. Die KAB Rieden kümmerte sich um den Verkauf von Kaffee und Kuchen. Bei der reichhaltigen Auswahl an schmackhaften Kuchen, Torten und Kücheln lohnte sich das Warten in der Schlange sicherlich. Herrlich lag der Duft der resch gegrillten Bratwürste in der Luft und bei den heißen Temperaturen kühlten sich die Gäste mit Kaltgetränken in den aufgebauten Zelten. Das Orchester der Blaskapelle St. Georg Rieden spielte im Pfarrstadel schwungvoll auf. Wer mochte, konnte gegen eine freiwillige Spende zugunsten des Kindergartens St. Georg Rieden sich ein Bild aus der Reihe aussuchen, welche die Kinder der Tagesstätte gemalt hatten. Am frühen Nachmittag wurde vom Pfarrgarten bis zur Eisdiele ein heißer Reifen gefahren bei Riedens erster Tretbulldogausfahrt, zu der sogar sich sogar Pfarrer Niemczewski und Kirchenpfleger Christian Bauer in die Pedale traten. Viele Kinder hatten große Freuden, Runde für Runde zu drehen. Die Straße wurde kurzzeitig von den Kameraden der Feuerwehr Rieden verkehrssicher abgesperrt. Wenig später lauschten die Gäste des Pfarrfestes den Kindern der Bläserklasse von Grundschule und Blaskapelle Rieden unter der Leitung von Sophie Rüth. Den brandenden Applaus hatten sich die Kinder redlich verdient. Den musikalischen Genuß rundeten am späten Nachmittag der Richard mit dem Bose zünftig ab.
Die Wallfahrer auf dem 323. Pilgerweg von Rieden zum Habsberg. (Bild: Michael Rabenhofer)

Im Gebet zum 323. Male von Rieden auf den Habsberg gepilgert

Die älteste bestehende Habsbergwallfahrt seit dem Jahre 1704 unternehmen die Riedener Gläubigen. Zum Marienheiligtum „Maria – Heil der Kranken“ sind es gute 30 Kilometer. In diesem Jahr nahmen 65 Pilgerinnen und Pilger zum 323. Male den Glaubensweg auf sich. Pfarrer Slawomir Niemczewski spendete in der Früh den Segen in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Auf der malerischen Strecke hinauf in den Hirschwald, vorbei an Egelsheim und runter ins Lauterachtal konnten die Gläubigen im Gebet Kraft tanken. Das Wallfahrtskreuz trugen mit Christian und Andreas Bauer Vater und Sohn abwechselnd. Wem es zeitweilen zu anstrengend war konnte bei Christian Donhauser im Begleitbus von der Firma Bayer Busreisen einen Teil der Strecke auf vier Rädern fortsetzen. Den Lautsprecher hatte Heribert Bräutigam übernommen. Zwischendurch wurde in Ransbach (Gde. Hohenburg) in der Halle der Familie Winter eine Pause eingelegt. Heuer boten die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Ransbach eine Verpflegungsstation in der Halle an. Von der Familie Kotz wurden Kaffee, Kuchen und Torten angeboten. Frisch gestärkt pilgerten die Teilnehmer weiter durch das Lauterachtal. Vorgebetet wurde von Hubert Fischer, Andreas Fischer und Hanna Müllner. Nach der Ankunft verweilten die Gläubigen in der Gnadenkapelle bei einer Andacht, die Josef Weinfurtner und Hubert Fischer gestaltet hatten. Das Wallfahrtsamt wurde anschließend gefeiert und von der Blaskapelle St. Georg Rieden musikalisch umrahmt. Mit 75 Jahren war Klaus Jaintzyk der älteste Teilnehmer dieser Wallfahrt. Für ihn war es heuer der 51. Bittgang auf den Habsberg. Der zwölfjährige Phillip Müllner war als jüngster Pilger mit dabei. Ein herzliches „Vergelts Gott“ vom Wallfahrtsleiter Josef Weinfurtner ging an die vielen Helfer. Am Sonntag machte sich ein Teil der Wallfahrer wieder zu Fuß auf zurück ins Vilstal nach Rieden.
Nico Pilz (v.l.), Georg Kotz, Sylvia Schaum, Josef Weinfurtner, Andreas Bauer bei der Spendenübergabe an die HvO Rieden. (Bild: Michael Rabenhofer)

Wallfahrer spenden für Helfer vor Ort Rieden

Die Pilgerinnen und Pilger der 323. Habsbergwallfahrt der Pfarrei Rieden sind nicht nur fest im Glauben sondern auch großzügig, wenn es um die Förderung von gemeinnützigen Einrichtungen in der Region und vor Ort geht. Für einen guten Zweck spendeten sie insgesamt 311 Euro bei Familie Kotz und deren Kaffee- und Kuchenstation in der Halle der Familie Winter in Ransbach. Dort war die Pausenstation aufgebaut worden, welche die Habsbergwallfahrer für eine Stärkung nutzen konnten. Der Obst- und Gartenbauverein Ransbach bot Kaltgetränke und eine Brotzeit an. Sylvia Schaum und Georg Kotz aus Vilshofen boten zudem schmackhafte Torten, Kuchen und Kaffee an. Das dabei freiwillig gespendete Geld ging am Ende der Mittagspause der Pilger an die Helfer vor Ort (HvO) in Rieden. Die „HvO“ sind in die Wasserwacht Vilstal-Kümmersbruck integriert. Nico Pilz kam nach Ransbach als Stellvertreter der Wasserwacht und der Helfer vor Ort und nahm die Zuwendung entgegen. „Vielen Dank für die Spende, diese wird gleich wieder investiert in die Aus- und Fortbildung unserer Mitglieder sowie in den Kauf neuer Ausrüstung“. Die Helfer vor Ort durften vor einem halben Jahr erstmals ein eigenes Dienstfahrzeug in Betrieb nehmen. Die Beschaffung konnte recht flott über das BRK Amberg-Sulzbach wahrgenommen werden. Wallfahrtsleiter Josef Weinfurtner bedankte sich für beim Familie Kotz für die Bereitstellung von Kaffee und Kuchen aber auch bei den Wallfahrern für die großzügigen Spenden.
Die Fronleichnamsprozession in Rieden suchte die Altäre in der St.-Georgskirche, Hauptstraße (Weigert) und Marktplatz (Weinfurtner) auf. (Bild: Marion Hollweck)

Fronleichnam in Rieden mit Gottesdienst und Prozession

Fronleichnam stand in der Pfarrei Rieden ganz im Zeichen des Hochfestes des Leibes und Blutes Christi und der damit einhergehenden tiefen Verbindung zu Glaube, Gemeinschaft und Segen. Um 10 Uhr begingen die Gläubigen in Rieden unter der Leitung von Pater Joseph John den Fronleichnamsgottesdienst. Dieser fand vor dem Anwesen Weinfurtner gegenüber der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt am Riedener Marktplatz statt. Kurz zuvor versammelten sich die Bürgermeister, Markträte sowie Fahnenabordnungen der KAB Rieden, Feuerwehr Rieden und der Schützengesellschaft Vilstal Rieden am Rathaus. Gemeinsam zogen sie unter der Führung der Blaskapelle St. Georg Rieden am festlich geschmückten Freialtar ein. Der Außenaltar war mit Blumenteppichen, Pflanztrögen und Birkenstämmen sehr würdevoll gestaltet worden. Die Kommunionkinder nahmen in ihren Gewändern am Gottesdienst und der anschließenden Prozession teil. Zur Prozession reihten sich nach den Ministranten die Vereine mit ihren Fahnenabordnungen, die Musiker der Blaskapelle St. Georg Rieden, die Lektoren und dahinter die Kommunionkinder in den Zug ein, gefolgt von Pater Joseph John unter dem Baldachin. Er trug das Allerheiligste, den Leib Christi als wandelbare Hostie in der Monstranz. Damit wurde dieses Zeichen im Sakrament der Eucharistie und der damit verbundenen Nähe zu Gott im Besonderen zelebriert. Die Gläubigen feierten die Gegenwart Jesu Christi in der Eucharistie. Dadurch soll sein Segen hinaus in die Welt getragen werden. Den ersten Altar der Riedener Fronleichnamsprozession suchte die Gemeinschaft in der St.-Georgs-Kirche auf, danach machte die Prozession Halt am Außenaltar vor dem Anwesen Weigert in der Hauptstraße. Zum Ende der Prozession ging es zurück an den ersten Außenaltar am Marktplatz. Bei den Altären las der Geistliche Stellen aus verschiedenen Stellen des Evangeliums, es wurden von Gläubigen Fürbitten vorgetragen.
Zu einer der fünf Sternsingergruppen gehörten mit dem Engel und den Heiligen Drei Königen Simon Kopf (v.l.), Hanna Müllner, Simon Hollweck und Phillip Müllner. Gerade überbrachten sie den Segen bei Christa Bauer (2.v.l.) und Christian Bauer (4.v.l.). (Bild: Michael Rabenhofer)

Riedener bekamen Sternsingerbesuch

In der Pfarrei Rieden waren am 2. Und 3. Januar die Sternsinger unterwegs und überbrachten die frohen Botschaften zum Dreikönigstag in die Häuser und Familien. „Christus segne dieses Haus und alle die da gehen ein und aus. Gott ist allen Menschen nah. Sein Sohn Jesus ist geboren“, so Kaspar, Melchior und Balthasar bei der Überbringung des Segens. Die Sternsinger erinnern mit ihren Kronen und den königlichen Gewändern an die Heiligen Drei Könige, die zum Jesukindelein in der Krippe im Stall kamen. Ihre Gaben an Jesus waren Gold, welches dafürsteht, dass Jesus für sie der größte König ist. Weihrauch überbrachten sie im Zeichen dafür, dass Gott überall bei uns ist. Myrrhe steht dafür, dass Jesus als Mensch auf die Welt gekommen ist. Der Engel begleitete die Sternsinger bei ihrer Verkündungsreise durch die Orte. In diesem Jahr stand die Aktion Dreikönigssingen wieder unter dem Motto „Sternsingen gegen Kinderarbeit, Schule statt Fabrik“. Das so gesammelte Geld in der Pfarrei geht schließlich an das Kindermissionswerk „Die Sternsinger e.V.“. In der gesamten Pfarreiengemeinschaft starteten die Sternsinger am Freitag, dem 2. Januar in Ensdorf, Rieden, Götzenöd, Thannlohe und Seulohe, am Samstag kamen Vilshofen, Bernstein, Hirschwald und Leidersdorf hinzu. Am Montag, dem 5. Januar ging es für die Sternsingergruppen auch nach Wolfsbach, am Dreikönigstag selbst wurden von den Sternsingern die Häuser in Thanheim gesegnet. Natürlich gab es auch die ein oder andere Süßigkeit für die fleißigen Ministranten. Sie übernahmen den Sternsingerdienst in ihren Pfarreien. In der Pfarrei Rieden wurden die 5 Gruppen mit insgesamt 20 Sternsingern begleitet unter anderem von Marion Hollweck und Michaela Hetzenecker.
Am Christkönigssonntag wurden die neuen Ministranten der Pfarrei Rieden herzlich aufgenommen in die Pfarrfamilie. (Bild: Marion Hollweck)

Ministrantenfeier in Rieden

Im letzten Sonntag im Kirchenjahr feierten Gläubige in der Riedener Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt das Christkönigsfest mit einer heiligen Messe. Pfarrer Slawomir Niemczewski zelebrierte den Gottesdienst, zudem die Ministranten zu Beginn ein Holzherz auf einem roten Tuch mit einer Krone darauf zum Altar trugen. Aufgesteckte Leuchter umrahmten das rote Tuch. Es solle laut dem Geistlichen zeigen, wie sehr uns Jesus in seinem Herzen trägt. Die Krone war als Symbol für den Christkönigssonntag zu verstehen. Gleichzeitig war der Christkönigssonntag auch in der Pfarreiengemeinschaft Ensdorf-Rieden-Vilshofen der traditionelle Termin für das Ministrantenfest. Mit Anna Kopf und Lukas Graf wurden zwei junge, neue Ministranten in die Gemeinschaft aufgenommen und aufs Herzlichste von Pfarrer Slawomir Niemczewski im Gottesdienst willkommen geheißen. Von der Ensdorfer Pfarrei wurden drei Ministranten dagegen verabschiedet. Natürlich waren auch viele Eltern bei der Messe anwesend und dementsprechend sehr stolz auf ihre ministrierenden Kinder. Der Ministrantendienst ist in der heutigen Zeit leider keine Selbstverständlichkeit mehr. Umso erfreulicher, dass man in der Pfarreiengemeinschaft wieder neue Ministranten aufnehmen konnte. Nach dem Gottesdienst machten sich die Ministranten mit Pfarrer Slawomir Niemczewski, Pater Joseph John, den Mesnern Johannes Zeindl und Hans Hiller auf in den Pfarrhof, wo bereits die Feuerschale entzündet und der Grill von mehreren Helfern und Eltern angeschürt war. In gemütlicher Runde bei Bratwürsten und Limo wurde es ein kurzweiliger Abend und die Gemeinschaft dabei gestärkt.
Ochs und Esel für die Krippe sind Handwerkskunst von Mesner Johannes Zeindl (m.) mit der tatkräftigen Unterstützung der Ministranten. Mit ihm freuen sich Josef Hollweck (l., Kirchenverwaltung) und Christian Bauer (r., Kirchenpfleger). (Bild: Marion Hollweck)

Riedener Krippe bekam Ochs und Esel dazu

Mit viel Engagement haben Mitglieder der Pfarrei Rieden, Kirchenpfleger Christian Bauer, die Mesner Hans Hiller und Johannes Zeindl sowie die Riedener Ministranten im vergangenen Jahr die neue Holzkrippe für die Adventszeit gebaut. Nun bekam die heilige Familie in der Krippe aus Holz Zuwachs mit einem wunderschönen Ochs und einem herrlichen Esel. In vielen Stunden mühevoller Handarbeit konnten dank der Materialspende von der Schreinerei Fischer die beiden Tiere entstehen. Das Material für die große Holzkrippe, welche im November 2024 entstand, stifteten ebenfalls die Schreinerei Fischer und die Firma Fenstertechnik Weinfurtner. Die Malereien mit eindrucksvollen Konturen erhielten die Figuren von Mesner Johannes Zeindl. Er ist Porzellankünstler und hat seine Künstlerwerkstatt zu Hause in Rieden unweit der Pfarrkirche. Über das Ergebnis freute sich Pfarrer Slawomir Niemczewski sichtlich. Die Krippe mit Maria, Josef, dem Jesuskind sowie Ochs und Esel konnten von der Bevölkerung beim KAB – Adventsmarkt in Rieden am Samstag des ersten Adventswochenendes bestaunt werden. Nach dem dritten Adventssonntag wandert die Krippe zur Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt beim Brunnen, wo sie in der Nähe des Christbaums am Marktplatz aufgebaut wird. Auf dem Bankerl beim Brunnen können nun Spaziergänger, Anwohner und Interessierte verweilen und die beleuchtete Krippe auf sich wirken lassen. Die Idee kam dem Riedener Kirchenpfleger Christian Bauer, der zusätzlich zum Christbaum des Heimatvereins für weitere besinnliche und weihnachtliche Stimmung rund um die Riedener Kirche sorgen möchte. Nun sind sie in der Pfarrei stolz, dass viele Beteiligte ihr Wissen, Können und viel Fleiß miteingebracht haben, damit das weihnachtliche Kripperl entstehen konnte.
Pfarrer Slawomir Niemczewski freute sich sehr über die schönen bemalten Glaskreuze. (Bild: Michael Rabenhofer)

Riedener Ministranten gestalten Glaskreuze

Eine Bastelstunde der besonderen Art erlebten Riedener Ministranten mit ihren Eltern im Pfarrheim St. Josef. Zu Besuch war Pastoralreferent Tobias Schmitt aus Lenggries bei Bad Tölz. Er gestaltet Glas und ist damit deutschlandweit unterwegs. Neben eigenen Objekten sind vor allem seine Kurse zur Glasgestaltung als Kommunion- und Firmvorbereitung sehr gefragt. An diesem Nachmittag durften die Kinder aber auch deren Eltern unter der Anleitung von Tobias Schmitt Glaskreuze selbst gestalten, mit eigenen christlichen und gläubigen Motiven. „Das Kreuz ist vor allem ein Zeichen der Hoffnung, überall begegnet man Kreuzen im Alltag. Die Auferstehung von Jesus Christus gibt uns bis heute die Hoffnung, dass er bei uns ist, uns begleitet und beschützt. Das kreuz ist nicht nur Todeszeichen sondern auch Hoffnungszeichen“, so Tobias Schmitt. Der Glasgestalter wollte von den Kindern nun wissen, was man denn so alles auf das eigene Kreuz malen könne. Die Kinder hatten selbst schon tolle Ideen. Man könne als christliche Symbole einen Fisch, einen Lebensbaum, der mit seinen Wurzeln Halt im Glauben gibt, den Regenbogen von der Arche Noah als Verbindungszeichen zwischen Gott und dem Menschen, das Licht als österliches Auferstehungszeichen oder auch die Friedenstaube als Zeichen des Heiligen Geistes auf die Glaskreuze aufmalen. Der Theologe hatte verschiedene Schablonen dabei, zunächst durften die Kinder auf einem Papier mit dem Kreuz darauf eine Vorlage bemalen. Die Kinder hatten große Freude beim Gestalten der Glaskreuze, viele kreative Ideen kamen so zu Stande. An ein Motiv konnte sich Tobias Schmitt aus all den Jahren noch gut und gerne erinnern: „Ein Mädchen von einem Bauernhof malte einmal Kuhflecken auf ihr Glaskreuz, als Zeichen, dass Gott den Hof mit den Tieren und die Familie beschützen solle“. Auch Pfarrer Slawomir Niemczewski stattete dem Kurs einen Besuch ab und staunte nicht schlecht, als er die selbstbemalten Glaskreuze der Riedener Ministranten erblickte.
Der Kirchenzug zum Riedener Pfarrfest auf dem Weg zur Zwischenstation am Riedener Friedhof. (Bild: Michael Rabenhofer)

Riedener Pfarrfest gefeiert

Auf eine langjährige Pfarrfest-Tradition kann die Pfarrei Rieden zurückblicken. Am vergangenen Sonntag begingen die Riedener zuerst den kirchlichen Teil mit einem Festgottesdienst, zelebriert von Pfarrer Slawomir Niemczewski. Die Fahnenabordnungen der Feuerwehr Rieden, der Schützengesellschaft Vilstal Rieden sowie der KAB Rieden nahmen an der Messe und dem darauffolgenden Friedhofsgang mit Kirchenzug teil. In seiner Predigt formulierte der Geistliche, welche Bedeutung ein gutes und empfindliches Gewissen habe und dass man in jeder Situation als Christ nach dem Gewissen im Glauben handeln solle. Die Kirchengemeinde machte sich nun auf dem Weg zum Friedhof. Im Anschluss beteten die Gläubigen für die Verstorbenen aus den Reihen der Pfarrgemeinde auf dem Riedener Friedhof. Das Ziel der Kirchenzug-Teilnehmer war letztlich der Pfarrhof, welcher vom Pfarrgemeinderat festlich geschmückt und vorbereitet war. Dort fand das diesjährige Pfarrfest statt. Zweiter Bürgermeister und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Josef Weinfurtner begrüßte die Gäste und erinnerte an die Historie des Riedener Pfarrfestes. Eingeführt hatte es 1981 der damalige Riedener Ortspfarrer Josef Meier. Damals wurde noch von Freitag bis Sonntag auf dem Riedener Marktplatz in einem größeren Rahmen gefeiert. An die beliebte Tombola mit tollen Sachpreisen können sich auch noch jüngere Ortsansässige gerne erinnern. Im Jahr 2005 unter der Leitung von Pfarrer Gottfried Schubach reduzierte man die Feierlichkeiten auf Samstag und Sonntag. 2019 kam dann die Ortsverlagerung auf den Innenhof des Pfarrheims, unweit des Riedener Marktplatzes. Deftige Schmankerl vom Grill, ein reichhaltiges Kuchen- und Tortenbuffet, umrahmt von den Orchesterklängen der Blaskapelle St. Georg Rieden und beste Stimmung sowohl bei den Verantwortlichen als auch Besuchern sorgten für einen kurzweiligen Tag auf dem Riedener Pfarrfest.
Mesner Johannes Zeindl (mit Kreuz in der Hand) zeigte den Ministranten und ihren Eltern auf anschauliche Weise die beiden Riedener Kirchen und ihre besonderen Schätze. (Bild: Marion Hollweck)

Mesner zeigt den Ministranten die Kirchen

Die Riedener Ministranten durften vor Kurzem einen tollen Tag mit viel Wissenswertem rund um die beiden Riedener Kirchen mit Mesner Johannes Zeindl verbringen. Damit die Kinder auch aktiv an den Führungen in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt und der St.-Georgs-Kirche teilnehmen, durften sie bei einer Kirchenralley mit Rätsel mitmachen. Sie mussten dazu fünf Fragen mit Blick auf die beiden Gotteshäuser beantworten, etwa: „Welchem Schutzheiligen ist die St.-Georgs-Kirche geweiht?“ oder „Die Kanzel in der Kirche wird von vier Bildern geschmückt. Wer ist darauf zu sehen?“. Die Eltern begleiteten teilweise die Ministranten, Kirchenpfleger Christian Bauer war mit von der Partie. Johannes Zeindl erklärte den Kindern vieles zur Historie der Riedener Kirchen. Weiter zeigte er ihnen, was sich so alles in und um einen Altar verbirgt. Kreuze, Gebetsbücher und Bilder erklärte er ihnen, zudem klärte er die Kinder über die Heiligen und Schutzpatronen auf. Sehr spannend wurde es, als man zusammen die Glockentürme bestieg, denn sowas sieht man nicht alle Tage. Der Glockenturm der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt ist älter als die Kirche selbst. Die Entstehungszeit des Glockenturms wird um 1550 verortet, das Kirchenschiff entstand in den Jahren 1716 bis 1719. Die ältere Riedener Kirche ist die St.-Georgs-Kirche in der Mitte des St.-Georgs-Platzes. Deren Bau wird in der Mitte des 12. Jahrhunderts angenommen. Auch die Sakristeien und die oberen Etagen mit den Orgeln zeigte Johannes Zeindl den Ministranten. Anna Kopf war bei den Kirchenführungen dabei. Sie spielte mehrere Lieder auf den Orgeln und sorgte so für eine andächtige Stimmung bei den Teilnehmern von Klein bis Groß. Am Ende des tollen und wissenswerten Tages machten sich die Ministranten mit ihren Familien, Kirchenpfleger Christian Bauer und den Mesnern Johannes Zeindl und Hans Hiller auf in den Pfarrhof, in dem man noch den Abend gemeinsam bei Lagerfeuer und leckerem Gegrillten ausklingen ließ.
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