Pfarrer Udo Klösel (v.l.), 2. Kolping-Vorsitzende Agnes Härtl und Kolpingvorsitzender Gregor Härtl (v.r.) und Kolpingpräses Pfarrer i.R. Erwin Bauer, (dahinter) Fahnenträger Josef Rupprecht dankten den Neumitgliedern Eva-Maria Procher (ab 3.v.l.) und Peter Hummer für den Beitritt.<br> (Bild: Karl Ziegler)

Glauben noch fester verwurzeln

Im Kolpingwerk und in den einzelnen Kolpingsfamilien ist es Tradition, den Todestag Adolph Kolpings am 4. Dezember feierlich zu begehen. In Eslarn gedachten die Kolpingsschwestern und -brüder in einer Eucharistiefeier an den Todestag des Gründervaters, der 1991 in Rom selig gesprochen wurde. Die Messe zelebrierte Pfarrer Udo Klösel von der Pfarreiengemeinschaft Eslarn-Moosbach mit Kolping-Präses, Pfarrer Erwin Bauer im Ruhestand. Bereits zu Beginn vermittelte Organistin Martina Brenner musikalisch die starke Botschaft von Einheit, Frieden und Gleichheit. Mit dem Segen und dem im Jahre 2000 in der Köln-Arena erstmals gesungenen Lied „Wir sind Kolping“ schloss der Gottesdienst. Beide Priester begrüßten mit Kolping-Vorsitzenden Gregor Härtl und Stellvertreterin Agnes Härtl zwei neue Mitglieder und dankten mit dem Kolpingsgruß „Treu Kolping“ für die Verstärkung der Kolpingsfamilie. Der Gruß des katholischen Sozialverbandes ist seit 1930 ein Bekenntnis zu dessen Gründer Adolph Kolping und ein Zeichen der Solidarität zu den Werten des Kolpingwerkes. „Ich wollte meinen Glauben stärken und fester verwurzeln“, begründete Neumitglied Eva-Maria Procher den Beitritt. Die 40-Jährige und der 28-jährige Peter Hummer wollten einfach in der solidarischen Gemeinschaft mit dabei sein. In der Familie und Verwandtschaft von Peter Hummer wird der Glaube aktiv gelebt und dies wollte Peter ebenfalls nach außen zeigen. Abschließend bedankten sich Gregor und Agnes Härtl beim „tollen Vorstandsteam“, bei Präses Pfarrer i.R. Erwin Bauer für die „tolle Zusammenarbeit“. Dankesworte gab es nicht zuletzt für Pfarrer Udo Klösel für die Messfeier und für die künftige Zusammenarbeit, sowie für Organistin Martina Brenner für die musikalische Gestaltung und für alle Anwesenden.
Nikolaus Daniel verteilte mit seinen Engeln Johanna, Andrea und Sabrina leckere Schoko-Nikoläuse. (Bild: Karl Ziegler)

Adventbasar mit vielfältigen Angeboten und Kinderbescherung

Der verführerische Duft von Glühwein und brutzelnden Bratwürsten beim traditionellen Adventbasar der Kolpingsfamilie und der Nikolaus lockte die ältere und jüngere Generation, aber vor allem Familien mit Kindern zum Pfarrheim „Sankt Marien“. In die Reihen der zahlreichen Besucher mischte sich auch Pfarrer Udo Klösel und Kaplan Dr. Basil Bazir Ngwega, sowie Vertreter aller politischen Fraktionen. Besonders erfreut war zweite Kolpingsvorsitzende Agnes Härtl über die vielfältigen Angebote. Am Stand vor dem Pfarrheim boten Kolpingsmitglieder insgesamt 52 in den Vortagen frisch gebundene und gesegnete Adventkränze mit roten, weißen und violetten Kerzen und bunten Schleifen an. Ein herzliches „Vergelt’s Gott“ für die herrlichen Tannen-/Fichtenzweige ging an die Familien Hammerl vom Gerstbräu und Schmid vom Mühlweg. Auch der besondere Wunsch von Pfarrvikar Basil, der sich bunt gemischte Kerzen auf seinem Kranz wünschte, konnte erfüllt werden. „Wir konnten alle Adventkränze verkaufen.“ Wer wollte wärmte sich am Stand mit einem Glas Punsch auf und bei Siegfried Sier und Christian Hammerl gab’s leckere Bratwürste. Im Pfarrheim wurden die Besucher vom Elternbeirat der Grundschule mit Kaffee und leckeren, vor allem selbstgebackenen Kuchen und Kinderpunsch verwöhnt. Begehrt von den Kindern war die selbst gemachte Zuckerwatte am Stand der Ministrantinnen. Zudem bot Maria Reindl mit Eine-Welt-Waren und Waltraud Rupprecht leckere Lebkuchenspezialitäten zugunsten der Stiftung von Pfarrer Martin Rupprecht an. Kurzweil für die Mädels und Jungs gab’s am Tisch von Anja Eckert mit Basteln und Malen. Handwerkliches Geschick beim Schnitzen und Sägen zeigten die Holzschnitzer Siegfried Hanauer aus Burgtreswitz und Franz Lingl aus Cham. Beide präsentierten eine kleine Kunst-Ausstellung. Am späten Nachmittag tauchte Sankt Nikolaus (Daniel Biermeier) mit seinen Engeln Johanna, Andrea und Sabrina im Pfarrsaal auf. Der vorweihnachtliche Bote erzählte von einer ungewöhnlichen Weihnachtskrippe und einem angebrannten Christkindl. Der Bub wollte, dass es dem Christkind auf dem Ofen warm wird. Damit das Unglück nicht auffiel, tauschte er es mit dem Asterix aus. Zudem stellte der Bub neben den „Ochsn“ und dem „Esel“ aus seiner Sammlung ein Nilpferd und einen Brontosaurier. Auch „Batman“ musste für eine kaputte Figur bei den Heiligen drei Königen erhalten. Damit war die nicht alltägliche Krippe fertig. Aber wieder zur Realität zurück. Beim Kolping-Basar erhielt jedes Kind nach dem Lied „Lasst uns froh und munter sein“ einen Nikolaus aus Schokolade als Geschenk. Die Kolpingsfamilie war mit dem Besuch sehr zufrieden und bedankt sich von allen Akteuren für ihr Engagement und den Gästen für den Besuch.
Die Kolpingsfamilie organisierte am Freizeitgelände eine Johannisfeier. (Bild: Karl Ziegler)

Johannisfeuer erhellt die Herzen der Menschen

Der Johannistag am 24.6. wird in der katholischen Kirche als Hochfest gefeiert. Zu Ehren von Johannes dem Täufer organisierte die Kolpingsfamilie am Festplatz beim Freizeitgelände „Atzmannsee” einen Freiluft-Gottesdienst und Feier. Vor Jahrhunderten beteten die Menschen an diesem Tag für den Schutz von Missernten und Krankheiten. Da der Johannis-Geburtstag auf dem Tag genau ein halbes Jahr vor Weihnachten gefeiert wird, verbinden die Überlieferungen die Geburten von Jesus Christus (24.12.) mit Johannes den Täufer (24.6.). Das Geburtsfest des Heiligen, der ein asketisches Leben führte und die Ankunft des Messias predigte, steht nach der Sommersonnenwende auch für die Zeitwende und den Beginn längerer Nächte. Aufgrund der am Festplatz zwischengelagerten Erdmaterialien musste die Sonnwendfeier im Vorjahr ausfallen. In diesem Jahr ließ sich die katholische Gemeinschaft trotz der Erdhaufen von der Johannisfeier nicht abhalten. Zahlreiche Pfarrangehörige, auch Eltern und Großeltern mit Kindern und Jugendlichen kamen zum Festgelände. In den Kreis der rund 100 Gäste mischte sich zweiter Bürgermeister Thomas Kleber mit einigen Markträten. Trotz aufziehender Gewitterwolken blieb es trocken und herrlicher Sonnenschein begleitete die Feier. Die Gäste fanden an den Bierbänken direkt am Seeufer reichlich Platz. Das Material für das Feuer bauten die Kolpingsmitglieder am Rande der Erdablagerungen auf. Die Eucharistiefeier unter freiem Himmel zelebrierte Pfarrer Erwin Bauer in Konzelebration mit Kaplan Basil Bazir Ngwega. „Mit dir gemeinsam wollen wir nun feiern”, sang der gemischte Chor unter der Leitung von Martina Brenner am Keyboard und Kolpingchef Gregor Härtl. Der Gesang, die Musik und das rhythmische Klatschen animierte zum Mitmachen. Pfarrer Bauer erinnerte an das bei Veranstaltungen mit beiden Händen gezeigte Herzsymbol. „Auch Gott hat durch das Vorleben von Jesus ein Herz für alle und auch ich hab ein Herz für euch alle und danke für die Zuneigung, Unterstützung und eure Anwesenheit”, fügte Pfarrer Bauer an. Nach der Messfeier und Segnung des Lagerfeuers durch Pfarrer Bauer zündete Kolpingsmitglied Siegfried Sier mit den Jungkolpingmitgliedern Johanna und Magdalena Eckert und Christian Hammerl mit Fackeln das große Johannisfeuer an. Die rund 160 Birken vom Fronleichnamsfest und die von der Firma BAS ausrangierten Holzpaletten brannten wie Zunder und erhellten nach Einbruch der Dunkelheit den Abendhimmel und das Festgelände. Es wurde zwar nicht um das Feuer getanzt, dass ein altes Symbol für die Sonne und damit für Christus ist, aber dafür ausgiebig gefeiert. Ein Lob ging vor allem an die anwesenden Feuerwehrangehörigen, die die Sicherheit garantierten. Begehrt waren die leckeren Bratwurst- und Steaksemmeln und Kuchen mit Kaffee. Für reichlich Nachschub an Getränken kümmerten sich die Minis und Jungkolping mit einem Bollerwagen. Ein Dank an alle Gäste für das Mitfeiern und alle aktiven Mitglieder von Feuerwehr und Kolping kam von Kolpingschef Gregor Härtl und Stellvertreterin Agnes Härtl. Ein herzliches Vergelts Gott für den feierlichen und stimmungsvollen Gottesdienst ging an die beiden Priester, den Chor und die Ministranten. Nach übereinstimmenden Aussagen war die traditionelle Johannisfeier ein schöner unterhaltsamer Abend, der zur Förderung des Gemeinschaftsgeistes beigetragen hat.
Der Vorsitzende der Kolpingsfamilie Gregor Härtl dankte Otto Wildenauer im Beisein von Vorstandsmitglied Siegfried Sier und 2. Vorsitzender Agnes Härtl (v.r.) für 75-jährige Treue. (Bild: Karl Ziegler)

Kolping treu seit 75 Jahren

Eine Kolpingsabordnung würdigte bei einem Hausbesuch die 75-jährige Treue von Mitglied Otto Wildenauer. „Nur Johann Voit ist mit 78 Treuejahren schon länger in der Kolpingsfamilie”, stellte zweite Vorsitzende Agnes Härtl im Beisein von Vorsitzenden Gregor Härtl und Vorstandsmitglied Siegfried Sier beim Besuch von Otto Wildenauer fest. Als Dank für die außergewöhnlichen 75 Jahre hatte die Abordnung eine Urkunde und eine besondere Treuenadel in Gold mit edlen Stein im Gepäck. Das langjährige Mitglied war zwar bei der Wiedergründung 1946 unter Präses Benefiziat Josef Winkelmann und Vorsitzenden Eduard Voit nicht persönlich dabei, konnte aber über einige Begebenheiten aus den vergangenen sieben Jahrzehnten berichten. „Leider sind viele schon verstorben“ fügte der 91-Jährige an. „Ich war damals 16 Jahre als ich mit meinem Freund Selch Mike zu Jungkolping ging.” Da Kolping damals noch kein festes Vereinsheim hatte, organisierte der damalige Benefiziat Winklmann 1947 im Dachraum der ehemaligen Gerberwerkstatt von Mitglied Ernst Eichermüller einen Aufenthaltsraum. „Der Raum wurde früher als Trockenraum verwendet, eignete sich ideal für gesellige Zusammenkünfte und war bei den Treffen stets rappenvoll.” Mit Spenden von den Landwirten konnte der Kaplan den über eine Treppe stets erreichbaren Raum bequem einrichten. Die Mitglieder, auch von Jungkolping trafen sich im neuen Raum oder im ehemaligen „Wienerhof” zum Austausch von Neuigkeiten geselligen und unterhaltsamen Stunden. Dabei wurde auch das Kolpingslied „S´war einst ein braver Junggesell” angestimmt. Inzwischen ist Otto Wildenauer als ehemaliger leidenschaftlicher Schütze und Fußballer in 6 weiteren Vereinen langjähriges Mitglied. Im Zimmer deuten präparierte Waldtiere auf die Jägerei, eine weitere Leidenschaft hin. „Leider gibt es den Gesangsverein Liederkranz nicht mehr.” Die örtliche Kolpingsfamilie war laut Wildenauer nach außen hin ein gediegener Verein, die Mitglieder waren aber zum Feiern aufgelegt. Sehr gut angekommen sind die sehenswerten Aufführungen der Kolping-Theatergruppe. Nicht zuletzt sollte erwähnt werden, dass 1966 erstmals auch Frauen dem Gesellenverein beitreten durften. Die treibende Kraft für die Aufnahme von 19 Mädels war 1981 Schriftführerin Gisela Wolf. Aufgrund des guten Miteinanders mit dem Waldverein, in dem viele Kolpingsangehörige auch Mitglied waren, kam es zu gemeinsamen Unternehmungen. „Ich erinnere mich an eine Wanderung zum Stückberg und eine ausführliche Feier im ehemaligen Lindauer Waldhaus der Bäckerei-Familie Landgraf direkt am Stückberg.” Nach dem ausführlichen Geschichtsunterricht dankte die Kolpingabordnung dem Mitglied für die Treue und Otto Wildenauer den aufmerksamen Zuhörern für die Ehrung.
Präses Pfarrer Erwin Bauer, Vorsitzender Gregor Härtl und Stellvertreterin Agnes Härtl (hinten v.r.) dankten (v.l.) Karl Kleber für 55, Johann Balk für 65 und Karl Winklmann für 55 Treuejahre. (Bild: Karl Ziegler)

Vier Kolpingsmitglieder stärken seit über fünf und sechs Jahrzehnten die Kolpingsfamilie

Die Kolpingsfamilie nahm die kurz vor Neujahr terminierte Weihnachtsfeier für Ehrungen langjähriger Mitglieder zum Anlass. Im Pfarrheim „Sankt Marien” versammelten sich 24 Mitglieder, darunter Präses Pfarrer Erwin Bauer. Besonders erfreut war Vorsitzender Gregor Härtl und Stellvertreterin Agnes Härtl über die Anwesenheit von Mitgliedern der Jungkolpinggruppe. Für weihnachtliche Stimmung sorgten die Eckert-Mädels, Magdalena mit Querflöte und Johanna mit ihrer Gitarre. Im Namen der Kolpingsfamilie dankten Vorsitzender Gregor Härtl und Stellvertreterin Agnes Härtl für die aktive Mitarbeit bei den Veranstaltungen. Besonders wichtig sei das ehrenamtliche Engagement, das für eine reibungslose Vereinsarbeit auch in der Zukunft unverzichtbar ist. „Besonders bedanken möchte ich mich bei den langjährigen Mitgliedern”, fügte Vorsitzender Gregor Härtl an. Ein herzliches Vergelts Gott und eine Urkunde ging für 55 Mitgliederjahre persönlich an Karl Kleber und Karl Winklmann. Die Urkunde an Johann Wild, der nicht anwesend sein konnte und sich entschuldigen ließ, wird nachgereicht. Ein besonderer Dank mit Urkunde für 65 außergewöhnliche Treuejahre ging an Johann Balk. Zurückschauend auf die Jahrzehnte erinnerten sich die Kolpingschwester und -brüder an den Leitspruch von Adolph Kolping: „Anfangen ist oft das Schwerste, treu bleiben aber das Beste“. Einige wurden noch als Ministrant im ehemaligen Jugendheim, dem heutigen Pfarrheim, in die Jungkolpinggruppe aufgenommen. „Dort traf sich die Jugend unter anderen zum Kickerspielen und zum geselligen Miteinander.” Die Kolpingsfrauen erinnerten sich an die erstmalige Aufnahme von Frauen in den Gesellenverein im Jahre 1966. „Die treibende Kraft für die Aufnahme von 19 Mädels war 1981 Schriftführerin Gisela Wolf.” Für Präses Pfarrer Erwin Bauer war es schon beeindruckend, Mitglieder mit 55 und 65 Treuejahren in den eigenen Reihen zu haben. Pfarrer Bauer betonte die Notwendigkeit des generationsübergreifenden Engagement, da nur dadurch ein Verein weiter fortbestehen kann. Die langjährigen Mitglieder waren zwar bei der Wiedergründung 1946 unter Präses Benefiziat Josef Winkelmann und Vorsitzenden Eduard Voit nicht persönlich dabei, konnten aber über einige Begebenheiten aus vergangenen Zeiten berichten. Nach den Erinnerungen, Ehrungen und Dankesworten folgten besinnliche Einstimmungen mit Weihnachtsgeschichten von Agnes und Klaus Härtl. Abschließend lud die Kolpingsfamilie alle Anwesenden zu gegarten Bratwürsten in Essigsud mit Zwiebeln und als Beilage zu Brot und Semmeln, sowie vor allem zu einem gemütlichen Gedankenaustausch bei Plätzchen und Punsch ein.

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