Die Sternsinger gehen von Haus zu Haus, überbringen die frohe Botschaft und trotzen dem schlechten Wetter. (Bild: Karl Ziegler)

Sternsinger ziehen von Haus zu Haus

Die Ministrantinnen und Ministranten halten mit ihren Hausbesuchen als „Heilige Drei Könige“ seit vielen Jahren einen altüberlieferten christlichen Brauch aufrecht. Unter dem diesjährigen Motto des Dreikönigssingens „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ bitten sie um Gaben und setzen sich damit besonders für notleidende Kinder weltweit ein. Warm gekleidet und darüber das Sternsingerkostüm ging es ab Freitag mit dem Stern trotz schlechten Wetters in Dreiergruppen durch Eslarn. Nach dem alten Volksbrauch der „Hausweihe“ überreichten die katholischen Messdiener nach der Verkündigung der frohen Botschaft einen Aufkleber mit den Buchstaben C+M+B, den jeder über Türen und Tore anbringen konnte. Die Schriftsymbole stehen allerdings nicht für die Namen der „Heiligen Drei Könige“ sondern sind die Abkürzungen des lateinischen Segensspruches „Christus mansionem benedicat - Christus segne dieses Haus“. Die Aufkleber weisen jeden Gast optisch auf den Besuch der Sternsinger und die Geburt Jesu hin. Die katholische Kirche verehrt die „drei Könige“ Caspar, Melchior und Balthasar als Heilige und feiert sie mit dem Fest der Erscheinung des Herrn am 6. Januar. Sie sind als die Heiligen Drei Könige in die Geschichte eingegangen und stellen sich mit dem Christuskind in der Krippe im Beisein von Maria und Josef zu jeder Weihnachtskrippe. Die drei Männer stammten aus dem sogenannten Morgenland, dem heutigen Nahen Osten. Dort waren sie als besonders weise beschriebene Wissenschaftler vermutlich als Sterndeuter tätig. In dieser Funktion beobachteten sie zur Weihnachtszeit das Aufgehen eines neuen Sterns. Der Name Caspar stammt aus dem Persischen und bedeutet so viel wie „Hüter des Schatzes“ und überreicht Myrrhe als Geschenk, ein Symbol für Menschsein. Melchior ist ein hebräischer Name und steht für „König des Lichts“. Das Geschenk „Gold“ wird als kostbarstes Gut angesehen, das einem König, dem Sohn Gottes, würdig ist. Auch der Name Balthasar stammt aus dem Hebräischen und bedeutet so viel wie „Gott schütze sein Leben“ oder „Gott schütze den König“. Er überbringt Weihrauch, der als göttliches Symbol gilt. Die Weihnachtsgeschichte mit den Heiligen Drei Königen hat ihren Ursprung im Matthäus-Evangelium. Denn dort ist nachzulesen, dass Weise, Magier und Sterndeuter aus dem Osten kamen, um dem neugeborenen König durch einen Besuch ihre Ehre zu erweisen. Ähnlich wie die Hirten waren sie dem am Himmel neu aufgegangenen, leuchtenden Stern gefolgt, der sie bis zum Krippenstall der Heiligen Familie brachte. Der Stern hatte sie zu einer besonderen Geburt geführt, der Geburt Jesu. Seit den letzten Jahrzehnten erinnern die Minis als Heilige Drei Könige an die Geburt Jesu. Nach Abschluss der Aktion werden die Sternsingerinnen und Sternsinger im Rahmen der Eucharistiefeier am 6. Januar um 10 Uhr in der Pfarrkirche offiziell wieder empfangen und Pfarrer Udo Klösel dankt allen Akteuren im Rahmen einer Eucharistiefeier mit einem herzlichen Vergelt’s Gott für ihren Einsatz.
Das Krippenspiel der Kinder und Jugendlichen um Ilona Grötsch-Schraml (Bildmitte hinten) war der Höhepunkt der Kinderchristmette. (Bild: Karl Ziegler)

Kinderchristmette mit lebendigem Krippenspiel in Eslarn

Gerade an den Weihnachtstagen bewundern vor allem Kinder und Jugendliche in den Kirchen und Familien die liebevoll gestalteten Krippen, die die Verkündigung der Geburt Christi darstellen. In der Kinderchristmette in der Eslarner Pfarrkirche wurde diese besondere Weihnachtsbotschaft auf eindrucksvolle Weise lebendig. Den Wortgottesdienst feierte Pfarrer Udo Klösel gemeinsam mit Gemeindereferent Benedikt Eckert und zahlreichen Pfarrangehörigen. Musikalisch gestaltete der Kinderchor der Anton-Bruckner-Musikschule mit Leonie Reil am Piano die Feier. Bereits Tage zuvor hatten Ilona Grötsch Schraml mit Unterstützung von Manuela Klug intensive Proben mit den Kindern durchgeführt. Leider kam es krankheitsbedingt kurzfristig immer wieder zu Umbesetzungen. Im Mittelpunkt stand ein Krippenspiel, dessen Handlung sich in jedem Haushalt hätte zutragen können, dessen Botschaft jedoch zeitlos bleibt: „Heute wird erzählt vom Wunder der Heiligen Nacht, wie Gott in Jesus sich ganz klein gemacht.“ Der Kinderchor eröffnete mit „O du fröhliche“ das Krippenspiel und Erzähler Jonas Grötsch führte in die Geschichte ein: Am Heiligen Abend bricht bei Frau Huber (Nathalie Brenner) beim kurzfristigen Aufbau der Krippe vor dem Besuch der Kindermette die alljährliche Weihnachtshektik aus. Tochter Lenerl (Kathleen Höreth) hilft eifrig mit. Die Gestaltung der Krippe war auch Inhalt des Krippenspiels. „Ganz nah an die Krippe darf Maria (Sophia Zinkl) und an die Seite von Maria den Josef (Louis Götz)“, stellte Lenerl fest. Für heitere Momente sorgten die Tiere der Krippe – der Ochse (Max Roth), der Esel (Julia Schönberger) sowie die Schafe (Emma Lindner und Sarah Landgraf). Nachdem auch der Stern (Leonie Wildenauer) gefunden und die Batterien gewechselt waren, wies das Licht allen den richtigen Weg zur Krippe. Mit den Hirten Amy Forster und Vinzenz Voit sowie dem Engel Amma Distner war das Ensemble komplett. In den Texten wurde deutlich: Gott liebt alle Menschen mit ihren Stärken und Schwächen. „Gloria, Ehre sei Gott und Friede den Menschen seiner Gnade“, verkündete der Engel. Im Evangelium in der Kinderchristmette hörten Frau Huber und Lenerl gemeinsam mit Pfarrangehörigen, überwiegend Familien die Weihnachtsgeschichte von der Wanderung Marias und Josefs nach Bethlehem und von der Geburt Jesu. Die Verkündigung des Engels – „Fürchtet euch nicht … heute ist euch der Retter geboren“ – bildete den geistlichen Höhepunkt der Feier. Musikalisch bereicherte der Kinderchor die Mette mit „Ihr Kinderlein kommet“ und „Vor langer Zeit in Bethlehem“. Solistin Anna-Lena Klug überzeugte mit „Heilige Nacht“. Nach Fürbitten, Vaterunser und Segen dankte Pfarrer Klösel allen Mitwirkenden herzlich. Zum Abschluss erklang gemeinsam „Stille Nacht, Heilige Nacht“. Als Dank erhielten die jungen Darsteller von Pfarrer Udo Klösel und Referent Benedikt Eckert eine kleine Laterne mit Krippenmotiv. Die anschließende Abendmette gestaltete der Kirchenchor unter der Leitung von Organistin Martina Brenner feierlich, unter anderem mit „Singt Gloria“ von Georg Friedrich Händel, „Erwacht, ihr Hirten alle“ sowie ebenfalls zum Abschluss „Stille Nacht“.
Neun neue Ministranten in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt feierlich aufgenommen.  (Bild: Nicola Hummer)

Neun neue Ministrantinnen und Ministranten in Eslarn aufgenommen

Am Christkönigssonntag, durfte die Pfarrgemeinde in Eslarn einen ganz besonderen Tag erleben. In der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde das Hochfest Christkönig gefeiert. Dieses Hochfest bildet den Abschluss des Kirchenjahres und erinnert uns daran, dass Christus als König nicht mit Macht und Herrschaft auftritt, sondern mit Liebe, Barmherzigkeit und Dienst an den Menschen. Pfarrer Klösel lenkte den Blick auf Christus, unseren König, und hieß zugleich unsere neun neuen Ministrantinnen und Ministranten herzlich willkommen. Vor der versammelten Gottesdienstgemeinde erklärten sie, dass sie bereit sind, ihren Dienst in der Kirche zu übernehmen. Zusammen mit Gemeindereferent Benedikt Eckert trugen sie die Kyrie Rufe sowie die Fürbitten vor. Mit sichtlicher Freude nahmen sie ihren Ministrantenausweis, das Mini-T-Shirt und die Mini-Jacke entgegen, die ihnen Nicola Hummer überreichte. Außerdem wurden zwei Ministranten in den Kreis der Oberministranten aufgenommen. Katharina Kleber und Lisa-Marie Merold bekamen als Anerkennung je eine Ministrantentasse mit Süßigkeiten. Pfarrer Klösel, Benedikt Eckert und Nicola Hummer wünschten den beiden für die weiteren Jahre viel Freude. Sechs Minis wurden aus dem aktiven Dienst verabschiedet: Marie Hummer nach 14 Jahren, Maria-Georgina Zangl nach 8 Jahren, Anna und Franziska Lehner nach 4 bzw. 3 Jahren, Ben Brunner und Sophie Nigg nach jeweils 2 Jahren. Neun 9 Ministranten wurden in die Reihe aufgenommen: Annabelle Höreth, Kathleen Höreth, Jonas Grötsch, Lea Kraus, Julia Schönberger, Hannes Schmid, Melissa Hammerl, Stella Merold, Fiona Benz.
Die Festpredigt hielt Pfarrer Gerhard Pöpperl. (Bild: Nicola Hummer)

Aufnahme Marias mit Leib und Seele in den Himmel

Die Pfarrkirche in Eslarn ist der Mutter Gottes geweiht und verbindet eine über 300-jährige Kirchengeschichte. Das Patrozinium feiert die Pfarrei alljährlich am Feiertag „Mariä Himmelfahrt“, Mariä Aufnahme in den Himmel, mit einem Kirchenzug und Festgottesdienst. Die Patronin ist in der Kirche als Gnadenbild im Akanthusaltar, als gotische Marienstatue mit Jesuskind, Rosenkranzmadonna vor dem Chorbogen und am Seitenaltar in einer lebensgroßen Madonna allgegenwärtig. Die seit drei Jahren neu formierte Blaskapelle „Patroziner“ spielt unter der Leitung von Fabian Wild nur an diesem Festtag und begleitete die Vereinsabordnungen zur Pfarrkirche. Die Fahnenträger versammelten sich am Altar und die Festmesse umrahmte musikalisch der Kirchenchor mit Organistin Martina Brenner. Gemeinsam mit Pfarrer Erwin Bauer zelebrierte Festprediger Pfarrer Gerhard Pöpperl den Festgottesdienst. Der Prediger ist in Straubing aufgewachsen und ist seit zwei Jahren für den Pfarrverband Straßkirchen, Landkreis Straubing-Bogen, zuständig. Vorher war er als Diözesandirektor für die Priesterseminare verantwortlich. Familiäre Gründe zogen den Niederbayer wieder in seine Heimat. Obwohl die Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ in seiner Pfarrei Irlbach auch das Patrozinium feierte, reiste der Priester nach Eslarn und übernahm die Festpredigt. Der Prediger betonte, dass Maria, als Mutter Gottes, nach ihrem Tod mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen wurde. Die Menschen sollten sich von der bildlichen und humorvollen Vorstellung des von Ludwig Thomas zitierten „Münchner im Himmel“ lösen, denn den Himmel bilden nicht nur die Wolken. Die Kernbotschaft sei die tragende Hoffnung der Aufnahme von Leib und Seele in den Himmel. „Jesus hat die Menschen mit Leib und Seele erlöst.“ Bereits Tradition hat im Anschluss der Messfeier die Kräuterweihe. Die Vorstandschaft vom Katholischen Frauenbund hatte 150 Kräuterbüschel gebunden und bot diese vor der Kirche zum Kauf an. Die Beliebtheit der Büschel zeigte der Andrang an Kaufinteressenten. Gleichzeitig bot die Kolpingsfamilie neben der Pfarrkirche unter den Linden zum Frühschoppen zu Weißwürsten knusprige Brezen an. Nach dem Motto „nach der Mess die Mass“ gabs dazu flüssige Kost. Zudem reichten die Kolpingschwestern bei herrlichem Sommerwetter zu Kaffee leckeren Kuchen.
Der Dreigesang begleitete musikalisch die Kirchenführung. (Bild: Karl Ziegler)

Das Haus Gottes birgt viele Schätze

Im Rahmen des Heimatfestes bietet die Pfarrei, vertreten durch Pfarrgemeinderätin Inge Kleber und den Dreigesang eine kostenlose Führung durch die Geschichte der Pfarrkirche. Das Gotteshaus mit dem markanten Zwiebelturm inmitten der Marktgemeinde ist sozusagen das Eslarner Wahrzeichen und die barocke Saalkirche beherbergt im Inneren künstlerische Werke mit Geschichte. Die katholische Pfarrei beteiligte sich mit einer musikalischen Kirchenführung in der der Schutzherrin der Gottesmutter Maria geweihten Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt” am Heimatfestprogramm. Bereits von weitem ragt dominant im Zentrum des Eslarner Ortskerns als Alleinstellungsmerkmal der dreifache Zwiebelturm sozusagen als heimisches Wahrzeichen aus dem Tal. Durch die heiligen Räume in der „Himmelfahrt-Kirche” mit der interessanten Geschichte und sakralen Austattung führte Pfarrgemeinderätin Inge Kleber und der Dreigesang begleitete die Ausführungen mit Gesang. Die zahlreich anwesenden Zuhörer lauschten der Sprecherin und den vier Sängerinnen Martina Brenner, Monika Lindner und Angelika Wild. Zwischen den Stationen zeigten die Damen unter anderen mit „Angiol di Pace”, einem Auszug aus der berühmten Arie aus Vincenzo Bellinis Oper „Beatrice di Tenda”, ihr musikalisches Können. Eine bewegende musikalische Hymne an die Gottesmutter war „Da knie ich, Maria” und dass „Ave Maria”. Die Führung begann an der „Predigt-Kanzel” mit Völkerapostel Paulus und vier Engeln, die die damals anerkannten Erdteile Amerika, Europa, Asien und Afrika darstellen. „Am Kanzelkorb zeigen sich die Figuren der 4 Evangelisten Lukas, Markus, Matthäus und Johannes und dazwischen die Reliefs zu den Gleichnissen des „guten Hirten”, des „Sämanns” und des „Sturms auf dem See Genezareth”. Interessante Erklärungen wusste die Pfarrgemeinderäting bei den Seitenälteren. Den ersten rechten Seitenaltar bereichert ein Altarbild von „Johannes dem Täufer”, den zweiten eine Figur von Sebastian von Pfeilen durchbohrt und der dritte Seitenkapelle mit dem Taufstein zeigt die Taufszene mit Johannes und Jesus. Über dem Südeingang weist ein Votivbild auf Wendelin und Leonhard, sowie der dreifaltigen Krönung Mariens hin. Bei der großen Muttergottesstatue mit dem Jesuskind, die auf der Monsichel steht und mit dem Fuß auf die Schlage mit dem Apfel tritt, handelt es sich um eine Maria Immaculata (unbefleckte Empfängnis). Die Statue stelle die Haupfigur im ehemaligen Dengler-Altar dar. Der Liedvortrag „Engel des Herrn” - das Gebet ist der Atem des Glaubens und das Gespräch der Seele mit Gott - war für Inge Kleber das Zeichen für die Erklärungen am Akanthusaltar. Die Baummonstranz wird von den beiden Altarbildern „Kreuzigung” auf der linken und „Herabkommen des Hl. Geistes” auf der rechten Seite eingerahmt. „Über dem Arkanthusaltar befindet sich eine mächtige, dreigeteilte Krone, die auf die außerordentliche Stellung von Mutter und Kind hinweist.” Den Abschluss bildet darüber der segnende Gottvater mit Weltkugel und der Heilige Geist auf angedeutenen Wolken sozusagen aus dem Himmel heraus. Mit der Figur des Apostels Petrus mit dem Himmelsschlüssel über dem Eingang zur Sakristei und dessen Nähe zur Kanzel mit dem Völkerapostel Paulus schließt sich der Kreis und Inge Kleber dankte für das Interesse. Abschließend erzählte die Eslarnerin im Zusammenhang mit der Rosenkranzmadonna auf einem Vollmond von einem Brand im Jahre 1895, bei dem der schöne Hochaltar ebenfalls heruntergerissen worden war, aber die Madonna selbst kaum einen Schaden hatte. „Da die finanziellen Mittel nicht für alle Instandsetzungsarbeiten in der Kirche reichten, wurde erst 1906 mit der Raparatur des Rosenkranzes begonnen.” Da ein Kunstschmied nicht zur Stelle war und die Reparatur auch sehr teuer geworden wäre, half der Eslarner Hufschmied Michael Selch aus und reparierte den Rosenkranz. Nach einer knappen Stunde richtete Inge Kleber passend zum Abschlusslied „Abendsegen” an die vielen Besucher und den Dreigesang einen herzlichen Dank.
Den neuen Raum für die Minis besichtigten Pfarrer Bauer, Kirchenpflegerin Hummer, Oberministrantin Zierer, CSU-Chefin Procher, 2. Bürgermeister Kleber und JU-Vorsitzenden Rupprecht. Das Ministranten-Team feute sich auf die Unterstützung. (Bild: Karl Ziegler)

Der Wunsch auf einen eigenen Gruppenraum ging für die Ministranten in Erfüllung

„Wir hätten gerne einen eigenen Raum, in dem wir uns Treffen, Planen und Spielen können.” Mit diesem Wunsch der Gottesdiener kamen die Oberministrantinnen zur Kirchenpflegerin Nicola Hummer. Zwar hatte sich der Kirchenchor freundlicherweise bereit erklärt, ihren Chorproberaum mit den Minis zu teilen, aber etwas Neues und Eigenes blieb für die Jugendlichen trotzdem ein großes Bedürfnis. Nach Rücksprache mit Pfarrer Erwin Bauer kam der leere Kellerraum ins Gespräch. Die Zusage stimmte alle froh und so stand für das Mini-Team die Operation „aus Alt mach Neu” im Fokus. Es wurde angepackt, gestrichen, geschleppt, geputzt, gemalt und dekoriert. Die Investitionen von 650 Euro kamen aus der Mini-Kasse. Durch fleißige Teamarbeit, wobei die Kirchenpflegerin auch ihre Familie mit Aufgaben einspannte, entstand ein bequemer und wohlfühlender Ort. Durch das Selbermachen konnten auch Kosten eingespart werden. Der aufpolierte Raum steht nach Fertigstellung allein den Minis für Aktivitäten und zum geselligen Miteinander zu Verfügung. Der helle Raum bereichert ein bequemes Sofa, ein kleiner Tisch und eine Sitzrunde. Mit einer durch Pfarrer Erwin Bauer gespendeten Vitrine war nicht nur für einen Aufbewahrungsort aller gewonnenen Pokale gesorgt, sondern die Trophäen waren für Besucher gut sichtbar aufgewahrt. Überrascht wurde das Mini-Team von 2. Bürgermeister Thomas Kleber, der CSU-Vorsitzenden Eva-Maria Procher und dem JU-Vorsitzenden Stefan Rupprecht. Die CSU-JU-Abordnung hatte vom neu geschaffenen Mini-Raum erfahren und die Kinder und Jugendlichen bei den Anschaffungen mit 200 Euro unterstützt. Für die Finanzspritze dankte im Namen der Mini-Schar Pfarrer Erwin Bauer, der sich vor allem über das gemeinschaftliche Engagement freute, die Kirchenpflegerin Nicola Hummer und Oberministrantin Paula Zierer. „Schee is a worn”, so die einheitliche Feststellung bei der Raumbesichtigung. „Die Aktion zeige, dass durch Gemeinschaftsgeist, Ehrenamt und Kreativität vieles bewegt werden kann”, waren sich alle einig.
Stets unfallfreie Fahrt wünschte Pfarrer Erwin Bauer allen kleinen und großen Verkehrsteilnehmern, insbesondere dem knapp dreijährigen Hannes Danzl mit seinem Puky-Kinderrad. (Bild: Karl Ziegler)

Rücksicht tut nicht weh, sondern hilft für ein positives Miteinander

Die Fahrzeugsegnung um den Christopherus-Tag hat in Eslarn bereits Tradition. Unmittelbar nach dem Gedenktag des Heiligen, der als Schutzpatron der Reisenden gilt, lud Pfarrer Erwin Bauer kleine und große Fahrzeuge und ihre Besitzer zum Segnen ein. Das Wetter meinte es gut und so parkten viele ihre Autos, Fahrräder, ein Biker sein Motorrad und ein Unternehmer seine Vespa am Netto-Parkplatz. Sogar ein Traktorfahrer und ein junger Mann mit seinem Kinderfahrrad mischten sich unter die Anwesenden. Auch eine schwarze Katze schien Interesse am sonntäglichen Treffen gefunden zu haben. Der Geistliche stimmte das Autofahrerlied „Herr Jesus komm und begleite mich auf allen Straßen” an und nannte den Text eine wunderbare Predigt. „Seit fürsorglich, nehmt gegenseitig Rücksicht und helft einander.” Diese Worte seien laut Pfarrer Bauer für die Verkehrsteilnehmer nicht nur Ermutigung, sondern gleichzeitig Mahnung. Rücksicht nehmen tue nicht weh und das Berücksichtigen der Bedürfnisse und Gefühle anderer, habe keine negativen Auswirkungen, sondern trage zu einem positiven Miteinander bei. Nach der Segnung der Christopherus-Plaketten und Rosenkränze, die bei Mesnerin Agnes und Klaus Härtl käuflich erworben werden konnten, segnete Pfarrer Erwin Bauer in Begleitung der Ministranten alle großen und kleinen Vehikel und Fahrzeugbesitzer. Besonders freute sich der knapp dreijährige Hannes Danzl mit seinem blauroten Puky-Kinderfahrrad über das gesegnetes Nass. Ein Dank ging insbesondere an Agnes und Klaus Härtl und an die Ministranten für die Unterstützung. Mit dem Wunsch auf einen schönen Sonntag und jederzeit unfallfreie Fahrt und sicheres Nachhausekommen endete bei herrlichem Wetter die Fahrzeugsegnung.
Pfarrer Bauer begrüßt neun neue Ministrantinnen und Ministranten. (Bild: Ilona Grötsch)

Neue Gottesdiener in der Pfarrei Eslarn

Die katholische Pfarrei ist in der glücklichen Lage insgesamt 43 Ministrantinnen und Ministranten in der Gemeinschaft zu haben. Pfarrer Erwin Bauer und Kirchenpflegerin Nicola Hummer freuten sich besonders auf neun neue Gottesdiener. Damit zählt die Gemeinschaft so viele Minis wie schon lang nicht mehr. Froh und dankbar, aber auch stolz, zeigte sich Ortspfarrer Erwin Bauer darüber, dass sich so viele Kinder entschlossen haben, als Diener Gottes ganz nah am Glauben dranzubleiben und damit das tolle Team zu stärken. In den Kreis der Minis neu aufgenommen wurden Stella Merold, Annabelle und Kathleen Höreth, Hannes Schmid, Lea Kraus, Jonas Grötsch, Fiona Benz, Julia Schönberger und Melissa Hammerl. Wer zum Kreis der Minis gehören möchte, muss an den vorbereitenden Unterrichten teilnehmen und sozusagen zum Anlernen des Ministrantendienstes die „Kirchenbank drücken”. Bei den Proben wird der Ablauf und die Tätigkeiten bei einer Messfeier geübt, wobei ältere MinistrantenInnen sozusagen als Mentoren unterstützend zur Seite stehen. Das „irdische Bodenpersonal” unterstützt den Pfarrer nicht nur bei kirchlichen Diensten, sondern vertritt die Pfarrei auch bei sportlichen und geselligen Veranstaltungen. Die Mädels und Jungs konnten schon so manche Trophäe mit nach Hause nehmen und in der Sakristei ausstellen. Zum Dank für das christliche Engagement organisiert Pfarrer Bauer mit Kirchenpflegerin Nicola Hummer und dem Eventteam alljährlich ein kurzweiliges Programm mit Ausflügen und Unternehmungen. Der Kirchendienst ist eine ehrenvolle Aufgabe, die von den Kindern und Jugendlichen mit Freude und Engagement ausgeübt wird. Das Zusammengehörigkeitsgefühl zeigen Pfarrer, Ministranten und ihre Begleiter in einheitlichen T-Shirts. Ein Höhepunkt für die Mädels und Jungs ist der seit 1925 in katholischen Gemeinden gefeierte Christkönigssonntag. Das Hochfest der katholischen Kirche und der Abschluss des Kirchenjahres wird in diesem Jahr am 23.11. gefeiert.
Die Kolpingsfamilie organisierte am Freizeitgelände eine Johannisfeier. (Bild: Karl Ziegler)

Johannisfeuer erhellt die Herzen der Menschen

Der Johannistag am 24.6. wird in der katholischen Kirche als Hochfest gefeiert. Zu Ehren von Johannes dem Täufer organisierte die Kolpingsfamilie am Festplatz beim Freizeitgelände „Atzmannsee” einen Freiluft-Gottesdienst und Feier. Vor Jahrhunderten beteten die Menschen an diesem Tag für den Schutz von Missernten und Krankheiten. Da der Johannis-Geburtstag auf dem Tag genau ein halbes Jahr vor Weihnachten gefeiert wird, verbinden die Überlieferungen die Geburten von Jesus Christus (24.12.) mit Johannes den Täufer (24.6.). Das Geburtsfest des Heiligen, der ein asketisches Leben führte und die Ankunft des Messias predigte, steht nach der Sommersonnenwende auch für die Zeitwende und den Beginn längerer Nächte. Aufgrund der am Festplatz zwischengelagerten Erdmaterialien musste die Sonnwendfeier im Vorjahr ausfallen. In diesem Jahr ließ sich die katholische Gemeinschaft trotz der Erdhaufen von der Johannisfeier nicht abhalten. Zahlreiche Pfarrangehörige, auch Eltern und Großeltern mit Kindern und Jugendlichen kamen zum Festgelände. In den Kreis der rund 100 Gäste mischte sich zweiter Bürgermeister Thomas Kleber mit einigen Markträten. Trotz aufziehender Gewitterwolken blieb es trocken und herrlicher Sonnenschein begleitete die Feier. Die Gäste fanden an den Bierbänken direkt am Seeufer reichlich Platz. Das Material für das Feuer bauten die Kolpingsmitglieder am Rande der Erdablagerungen auf. Die Eucharistiefeier unter freiem Himmel zelebrierte Pfarrer Erwin Bauer in Konzelebration mit Kaplan Basil Bazir Ngwega. „Mit dir gemeinsam wollen wir nun feiern”, sang der gemischte Chor unter der Leitung von Martina Brenner am Keyboard und Kolpingchef Gregor Härtl. Der Gesang, die Musik und das rhythmische Klatschen animierte zum Mitmachen. Pfarrer Bauer erinnerte an das bei Veranstaltungen mit beiden Händen gezeigte Herzsymbol. „Auch Gott hat durch das Vorleben von Jesus ein Herz für alle und auch ich hab ein Herz für euch alle und danke für die Zuneigung, Unterstützung und eure Anwesenheit”, fügte Pfarrer Bauer an. Nach der Messfeier und Segnung des Lagerfeuers durch Pfarrer Bauer zündete Kolpingsmitglied Siegfried Sier mit den Jungkolpingmitgliedern Johanna und Magdalena Eckert und Christian Hammerl mit Fackeln das große Johannisfeuer an. Die rund 160 Birken vom Fronleichnamsfest und die von der Firma BAS ausrangierten Holzpaletten brannten wie Zunder und erhellten nach Einbruch der Dunkelheit den Abendhimmel und das Festgelände. Es wurde zwar nicht um das Feuer getanzt, dass ein altes Symbol für die Sonne und damit für Christus ist, aber dafür ausgiebig gefeiert. Ein Lob ging vor allem an die anwesenden Feuerwehrangehörigen, die die Sicherheit garantierten. Begehrt waren die leckeren Bratwurst- und Steaksemmeln und Kuchen mit Kaffee. Für reichlich Nachschub an Getränken kümmerten sich die Minis und Jungkolping mit einem Bollerwagen. Ein Dank an alle Gäste für das Mitfeiern und alle aktiven Mitglieder von Feuerwehr und Kolping kam von Kolpingschef Gregor Härtl und Stellvertreterin Agnes Härtl. Ein herzliches Vergelts Gott für den feierlichen und stimmungsvollen Gottesdienst ging an die beiden Priester, den Chor und die Ministranten. Nach übereinstimmenden Aussagen war die traditionelle Johannisfeier ein schöner unterhaltsamer Abend, der zur Förderung des Gemeinschaftsgeistes beigetragen hat.

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