Beinahe ein Daueraufenthaltsplatz für Dietrich Hermann. Heuer war es das sechste Mal, dass er den Titel holte. Auf Platz zwei sein Gegner Oskar Gieniusz. Platz drei teilten sich Akhmasultanov (Berlin) und Taskin (Bayern). (Bild: Eduard Hermann)

Dietrich Hermann wird Deutscher Meister in Warnemünde bei der U19

Vier Athleten des Boxclubs Amberg hatten die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in Warnemünde geschafft, die vom 3. bis 6. Juni stattfand. Herausragend war dabei Dietrich Hermann, der vom Achtelfinale bis zum Endkampf durchzog. In der Vorrunde bekam er ein Freilos. Tags darauf bezwang der Wirtschaftsschüler der FOS/BOS Weiden den Hessen Davyd Pysariuk klar 5:0. Wegen Verletzung sagte sein Halbfinalgegner ab. Im Finale traf er erstmals in seiner Karriere auf einen Gegner, der ihm fast auf Augenhöhe begegnen konnte. Dietrich Hermann (1,98 m) bekam den Hessen Oskar Gieniusz vor die Fäuste, der zwei Zentimeter weniger maß. Auch boxtechnisch konnte er dem Amberger nicht das Wasser reichen. Bei zwei so langen Kerls spielte sich vieles in der Distanz ab, worin Hermann ein Meister ist. Er setzte gezielt die Führhand ein, wehrte Angriffe geschickt ab und platzierte gute Treffer, insbesondere am Körper. Am Ende ein glattes 5:0 in jeder Runde und ein weiterer Deutscher-Meister-Titel für den Halbschwergewichtler (80 Kilo). Dietrichs jüngerer Bruder Xavier (65 Kilo) konnte sich noch im Achtelfinale behaupten, unterlag aber im Viertelfinale. Genauso erging es Dima Kurjanowitsch (60 Kilo) und Kai Klein in der 70-Kilo-Kategorie. Das bedeutete jeweils Platz fünf. Mit seinem Titel verhalf Dietrich Hermann Bayerns Team zu Platz vier. Kein weiterer holte im Männerbereich Gold. Nur noch drei dritte Plätze verbuchte das blau-weiße Team. Die Frauen des Bayern-Team waren deutlich erfolgreicher: 1 x Gold, 1 x Silber, 2 x Bronze. Damit hoben sie das gesamtbayerische Team auf Platz zwei in der Bundesländerwertung. Lohn für Hermanns Leistung ist die Einladung zum Brandenburg-Cup vom 10. bis 15.7. in Frankfurt/Oder. Bei gutem Abschneiden winkt im August die Teilnahme zur Europameisterschaft in Serbien.
Die dieses Mal besonders geehrten Boxer des Frühlingsfests von links: Corinna Thoma (Neumarkt) als beste Kämpferin, Max Pfeifer (Neumarkt) als bester Kämpfer, Bezirksswart Ruslan Schönfeld, Taher Shafkar (Simbach) als bester Techniker und Eduard Hermann stellvertretend als Trainer des besten Teams (BC Amberg) (Bild: Monika Ziegeler)

Begeisternde Kämpfe auf dem Weidener Frühlingsfest.

Der Boxclub Amberg stellt wieder einmal das erfolgreichste Team bei der Ostbayerischen Meisterschaft: Am Samstag trafen sich im Festzelt die besten Athleten aus der Oberpfalz und Niederbayern. Trotz der üblichen kurzfristigen Absagen kamen 15 Vereine angereist. Die diesjährige große Teilnehmerzahl erzwang in manchen Gewichtsklassen zwei Kämpfe, die aber nicht an einem Tag stattfinden dürfen. Deshalb kommen auf den BC Amberg bei der Pfingstdult erneut Auf- und Abbauarbeiten zu. Schon in Weiden trugen sie die Hauptlast der Planung und Durchführung. Bei den kämpferisch und technisch schön anzusehenden Kämpfen zeigte Kai Klein (Jugend/70 Kilo) eine starke Leistung und gewann durch Abbruch in der zweiten Runde. Diego Findling (Kadetten/50 Kilo) schaffte es in seinem dritten Kampf, sich für die Bayerische Meisterschaft zu qualifizieren. Dem schloss sich Xavier Hermann (Jugend/65 Kilo) an. Den ersten Schritt zur Teilnahme an der Bayerischen Meisterschaft erreichten Eric Propp (Männer/85 Kilo), Nimrod Kardos (Jugend/75 Kilo) und Daniel Belz (Männer/75 Kilo). Letzterer wurde nicht in der Reihenfolge der Kämpfe in den Ring gerufen. Er musste ohne Aufwärmen ran. Davon ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen und zeigte sein gewohntes Können. Dima Kurjanowitsch kann per Freilos zur Bayerischen Meisterschaft. Dietrich Hermann bekam immerhin einen Sparringspartner, nachdem niemand mehr gegen ihn antreten möchte. Sein Gegner, Marc Habler, war 20 Kilo schwerer, was aber für Hermann kein Problem darstellte. Der Superschwergewichtskampf zwischen dem deutschen Vizemeister Vincent Omo-Osawe (Pocking/117 Kilo) und dem Regensburger Roman Esch (92 Kilo) wurde besonders bestaunt. Zum einen war es der hohe Gewichtsunterschied und zum anderen die Tatsache, dass Esch erst vor kurzer Zeit einen Schlaganfall erlitten hatte, von dem er sich aber gut erholt zeigte und den Favoriten schlug.
Bei der Weihnachtsfeier des BC Amberg wurden auch die herausragenden Kämpfer geehrt. Von links: Dima Kurjanowitsch, Trainer Achmed Göksu, Kirill Burbach, Dietrich Hermann, Eric Propp, Cheftrainer Ruslan Schönfeld. (Bild: Monika Ziegeler)

Ehrungen und Jahresabschluss beim BC Amberg

Etwa 100 Vereinsmitglieder, Freunde und Förderer des Boxclub Amberg versammelten sich in der Trainingshalle in der Gerresheimer Straße, um gemeinsam in gemütlicher Runde den Jahresausklang miteinander zu feiern. Nachdem zu Beginn Gebete gesprochen wurden, die Dank für das erfolgreiche Jahr beinhalteten aber auch Bitte um Schutz und Segen für 2026, ging es mit den Ehrungen weiter, die einen beträchtlichen Teil in Anspruch nahmen. Manuel Propp konnte sage und schreibe 12 Titelträger aufzählen. Als einzige weibliche Kämpferin holte Leni Kowalczyk im Jugendbereich einen Bayrischen Meistertitel in der Gewichtsklasse bis 54 Kilogramm. Acht männliche Jugendliche konnten beglückwünscht werden. Ein Beleg für die überaus intensive Arbeit im Schüler- und Jugendbereich. Deniz Nazarli (75 kg) wurde ostbayerischer Meister, Kai Klein (70 kg) nordbayerischer Meister. Bayerische Titel holten Valentin Wasiliev (66 kg), Xavier Hermann (60 kg), Nimrod Kardos (70 kg). Gleich drei Deutsche Meister gab es in diesem Altersbereich. Dima Kurjanowitsch (55 kg), Eric Propp (85 kg), Dietrich Hermann (80 kg). Mit letztgenanntem kann sich der Boxclub Amberg sogar über einen Europameisterschaftsteilnehmer freuen. Im Männerbereich holte Muhammed Coskun (75 kg) einen ostbayerischen Titel und Daniel Belz (80 kg), einen zweiten Platz bei der Bayerischen Meisterschaft. Kirill Burbach (70 kg) holte den deutschen Studentenmeistertitel. Jeder der Titelträger erhielt eine Tüte mit süßem Inhalt. Der Nikolaus kam und verteilte Belohnungen und Ermahnungen. Insbesondere die jüngeren Vereinsmitglieder trugen kleine Darbietungen vor. Zusammen blickte man noch auf die beiden Dult-Box-Veranstaltungen zu Pfingsten und Michaeli und weitere gemeinsam verbrachte Stunden zurück. Der Abend klang mit Schaschlik und selbstgemachten Salaten sowie Kuchen zum Abschluss aus.
Riesenaufgebot des BC Amberg bei der Nordbayerischen <br>Hinten von links: Eric Propp, Trainerin Diana Reiswich, Betreuer Dietrich Hermann, Lenny Rexhepi, Kai Klein, Maximilian Barth, Deniz Nazarli, Nimrod Kardos, Valentin Wasiliew, Dima Kurjanowitsch, Xavier Hermann<br>Vorne von links: Trainer Eduard Hermann, Trainer Ruslan Schönfeld, Leni Kowalczyk  (Bild: Anja Kowalczyk)

Überragende Ergebnisse bei der Nordbayerischen Meisterschaft

Gleich fünf erste und fünf zweite Plätze belegte der Boxclub Amberg bei der Nordbayerischen Meisterschaft in Feuchtwangen. Damit war er mit großem Abstand erfolgreichster Verein. Der zweitbeste der teilnehmenden Clubs, Bavaria Forchheim, konnte gerade mal mit nur einmal Gold aufwarten. Dafür gab es einen Sonderpokal. Des Weiteren holte Eric Propp bei der U 19 bis 85 Kilo außer dem ersten Platz noch den Pokal als bester Techniker des Turniers. Er besiegte Julian Riedel vom BC Weißenburg. Xavier Hermann zeigte zwar eine ansprechende Leistung gegen Gregorio Caccamo, musste sich aber geschlagen geben. Genauso wie Valentin Wasiliew (Junioren bis 66 Kilo), der sich nicht gegen Arthur Trippel aus Würzburg durchsetzen konnte, auch wenn er seinem Gegner das Leben schwer machte. Der Würzburger ist auch schon als erfolgreicher Kickboxer bekannt und konnte auch hier schon eine Menge Erfahrung sammeln. Nimrod Kardos verlor gegen Alberto Antochi der viermal so viel Kämpfe vorweisen konnte wie der Amberger. Besser sah es in der Juniorenklasse bis 75 Kilo aus. Hier kreuzten zwei Amberger die Fausthandschuhe. Deniz Nazarli und Lenny Rexhepi. Als weiteres Kuriosum kam hinzu, dass der Amberger Kampfrichter, Werner Köstler, diesen Kampf leitete. Lenny Rexhepi gewann. Die einzige weibliche Starterin für Amberg, Leni Kowalczyk (bis 54 kg/Jugend), traf auf Agnes Ilic von den Hofer Black Hornets. Sie ließ gegen die 2,8 kg schwerere und deutlich größere Kontrahentin über drei Runden keinen Zweifel an ihrem Sieg aufkommen. Nachträglich wurde der Kampf dann trotzdem nur als Sparringskampf gewertet, weil die Hofer Gegnerin zu schwer war und disqualifiziert wurde. Trotzdem darf Kowalczyk bei der Bayerischen Meisterschaft starten. Dima Kurjanowitsch (Jugend bis 60 kg) musste sich dem Nürnberger Yusein Sharkov stellen. Ein ausgeglichener Kampf, der den Ausschlag zugunsten Kurjanowitschs gab, weil der Amberger genauer traf und sein Gegner wegen Innenhandschlagens ermahnt werden musste. Maximilian Barth (Jugend bis 65 kg) musste sich dem Lokalmatador Omid Rezai beugen, der einen schmeichelhaften Punktsieg für Feuchtwangen einfuhr. Bei der Jugend bis 70 Kilo gewann der Amberger Kai Klein klar nach Punkten. Schon am kommenden Wochenende kann der BC Amberg unter Führung von Trainer Ruslan Schönfeld bei der Bayerischen Meisterschaft in Kaufbeuren-Neugablonz sich auf noch höherem Terrain beweisen. Und das mit 12 Teilnehmern.
Dima Kurjanowitsch und Leni Kowalczyk nach ihren erfolgreich absolvierten Kämpfen (Bild: Anja Kowalczyk)

Leni Kowalczyk und Dima Kurjanowitsch holen Siege beim 8. Isartaler Turnier in Landau

Außer den vielen männlichen Boxern, bringt der BC Amberg auch immer wieder gute Mädchen hervor. Derzeit ist Leni Kowalczyk die Protagonistin in Reihen der Amberger weiblichen Aktiven. Am vergangenen Samstag fuhren Leni Kowalczyk, Dima Kurjanowitsch und Ruslan Burbach nach Landau an der Isar. Burbachs Gegner sagte noch kurzfristig ab. Leni Kowalczyk startete in der Federgewichtsklasse der Jugend. Ihre Kontrahentin für die drei mal zwei Minuten war Leni Hüttinger vom ausrichtenden Verein aus Landau. Hüttinger hatte den technisch gut und schnell geschlagenen Angriffen von Kowalczyk nichts entgegenzusetzen, wusste nicht einmal den Heimvorteil zu nutzen. Die statische Haltung Hüttingers war der Beinarbeit der Ambergerin restlos unterlegen. So setzte Kowalczyk Treffer um Treffer ohne selbst einstecken zu müssen. Am Ende der Auseinandersetzung verließ Kowalczyk den Ring ohne jegliche Spuren eines Kampfes. Die Punkt- und Ringrichter waren sich nach drei Runden absolut einig: Jede einzelne Runde ging an die medizinische Fachangestellte im 3. Lehrjahr. Nicht ganz so kratzerfrei verließ Dima Kurjanowitsch das Seilgeviert. Der Junior (U 17) hatte es mit dem Pockinger Said Rahimow zu tun, mit dem er schon einmal einen Schlagabtausch hatte. Man muss dem Amberger aber auch zugutehalten, dass er eigentlich im Leichtgewicht hätte starten können aber um überhaupt an einen Kampf zu kommen, nahm er es mit dem drei Kilogramm schwereren Rahimov auf, der 60 Kilo (und damit Halbweltergewicht) auf die Waage brachte. Auch Kujanowitsch bestimmte wie seine Vereinskameradin den Kampf und konnte richtig harte Treffer setzen. Auch hier gab es keinerlei Zweifel. Sieg für den Amberger.
Hinten von links: Eric Propp, Christian Schröder, Xavier Hermann, Manuel Propp (Betreuer), Vorne von links: Dima Kurjanowitsch, Ahmed Göksu (Trainer), Kirill Semenov (Bild: Leni Kowalczyk)

BC Amberg stärkster Verein in Klingenthal

Wie jedes Jahr fuhr der BC Amberg nach Klingenthal. Dieses Mal mit vier PKWs um die acht Kämpfer und drei Betreuer nach Sachsen zu transportie-ren. Jedes Mal wieder ist es auch ein lohnenswerter Ausflug vor begeister-tem Publikum, das sachkundig ist und je länger der Abend dauert desto mehr die Amberger Truppe anfeuert. So konnten heuer wieder sechs von acht Athleten der Oberpfalz ihre Kämpfe gewinnen und den Pokal des besten Teams nach Hause bringen. Knapp gefolgt vom Gastgeber VSV Klingenthal. Von den 29 Kämpfen und drei Sparringskämpfen besetzte der BC Amberg ein Viertel aller Aus-einandersetzungen. Kirill Semenov startete den Reigen der Erfolgreichen. In der Schülerklasse bis 44 kg besieg-te er Leif Fehrmann vom BC Chem-nitz 94. Ruslan Burbach überwältigte den einen Kopf größeren und auch älteren Justin Aderkast vom VSV Eintracht Klingenthal bei den Junio-ren bis 42 kg. Dima Kurjanowitsch (Junioren bis 57 kg) trug seinen Bei-trag bei indem er den Sachsenmeister Rasho Geloan in einem schweren Kampf niederrang. Kai Klein (Junio-ren bis 67 Kilo) hatte auch kein leich-tes Los gegen Lennard Granich vom MSV Bautzen gezogen. Gleich zu Beginn kassierte der Amberger einen verbotenen Tiefschlag. Er ließ sich davon nicht unterkriegen, setzte einen Leberhaken und brachte seinen Geg-ner auf den Boden. In diesem interes-santen Kampf behielt schlussendlich auch der Amberger die Oberhand. Bei den Männern konnte sich Christian Schröder (75 kg) gegen Walizada Enayatullah vom KSSV Zwickau be-haupten. Technisch gut ließ er sich von dem schlägernden Zwickauer nicht beeindrucken und gewann seine Partie. Genauso wie Xavier Hermann, der bei den Kadetten Paul Glaske vom BC Chemnitz besiegen konnte, obwohl die Bilanz des Chemnitzers (20 gewonnene von 27 Kämpfen) für Glaske zu sprechen schien. Für die beiden deutschen Vizemeister Eric Propp und Kirill Burbach fanden sich mal wieder keine Gegner.

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