Der Boxclub Amberg stellt wieder einmal das erfolgreichste Team bei der Ostbayerischen Meisterschaft: Am Samstag trafen sich im Festzelt die besten Athleten aus der Oberpfalz und Niederbayern. Trotz der üblichen kurzfristigen Absagen kamen 15 Vereine angereist. Die diesjährige große Teilnehmerzahl erzwang in manchen Gewichtsklassen zwei Kämpfe, die aber nicht an einem Tag stattfinden dürfen. Deshalb kommen auf den BC Amberg bei der Pfingstdult erneut Auf- und Abbauarbeiten zu. Schon in Weiden trugen sie die Hauptlast der Planung und Durchführung. Bei den kämpferisch und technisch schön anzusehenden Kämpfen zeigte Kai Klein (Jugend/70 Kilo) eine starke Leistung und gewann durch Abbruch in der zweiten Runde. Diego Findling (Kadetten/50 Kilo) schaffte es in seinem dritten Kampf, sich für die Bayerische Meisterschaft zu qualifizieren. Dem schloss sich Xavier Hermann (Jugend/65 Kilo) an. Den ersten Schritt zur Teilnahme an der Bayerischen Meisterschaft erreichten Eric Propp (Männer/85 Kilo), Nimrod Kardos (Jugend/75 Kilo) und Daniel Belz (Männer/75 Kilo). Letzterer wurde nicht in der Reihenfolge der Kämpfe in den Ring gerufen. Er musste ohne Aufwärmen ran. Davon ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen und zeigte sein gewohntes Können. Dima Kurjanowitsch kann per Freilos zur Bayerischen Meisterschaft. Dietrich Hermann bekam immerhin einen Sparringspartner, nachdem niemand mehr gegen ihn antreten möchte. Sein Gegner, Marc Habler, war 20 Kilo schwerer, was aber für Hermann kein Problem darstellte. Der Superschwergewichtskampf zwischen dem deutschen Vizemeister Vincent Omo-Osawe (Pocking/117 Kilo) und dem Regensburger Roman Esch (92 Kilo) wurde besonders bestaunt. Zum einen war es der hohe Gewichtsunterschied und zum anderen die Tatsache, dass Esch erst vor kurzer Zeit einen Schlaganfall erlitten hatte, von dem er sich aber gut erholt zeigte und den Favoriten schlug.