Vier Athleten des Boxclubs Amberg hatten die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in Warnemünde geschafft, die vom 3. bis 6. Juni stattfand. Herausragend war dabei Dietrich Hermann, der vom Achtelfinale bis zum Endkampf durchzog. In der Vorrunde bekam er ein Freilos. Tags darauf bezwang der Wirtschaftsschüler der FOS/BOS Weiden den Hessen Davyd Pysariuk klar 5:0. Wegen Verletzung sagte sein Halbfinalgegner ab. Im Finale traf er erstmals in seiner Karriere auf einen Gegner, der ihm fast auf Augenhöhe begegnen konnte. Dietrich Hermann (1,98 m) bekam den Hessen Oskar Gieniusz vor die Fäuste, der zwei Zentimeter weniger maß. Auch boxtechnisch konnte er dem Amberger nicht das Wasser reichen. Bei zwei so langen Kerls spielte sich vieles in der Distanz ab, worin Hermann ein Meister ist. Er setzte gezielt die Führhand ein, wehrte Angriffe geschickt ab und platzierte gute Treffer, insbesondere am Körper. Am Ende ein glattes 5:0 in jeder Runde und ein weiterer Deutscher-Meister-Titel für den Halbschwergewichtler (80 Kilo). Dietrichs jüngerer Bruder Xavier (65 Kilo) konnte sich noch im Achtelfinale behaupten, unterlag aber im Viertelfinale. Genauso erging es Dima Kurjanowitsch (60 Kilo) und Kai Klein in der 70-Kilo-Kategorie. Das bedeutete jeweils Platz fünf. Mit seinem Titel verhalf Dietrich Hermann Bayerns Team zu Platz vier. Kein weiterer holte im Männerbereich Gold. Nur noch drei dritte Plätze verbuchte das blau-weiße Team. Die Frauen des Bayern-Team waren deutlich erfolgreicher: 1 x Gold, 1 x Silber, 2 x Bronze. Damit hoben sie das gesamtbayerische Team auf Platz zwei in der Bundesländerwertung. Lohn für Hermanns Leistung ist die Einladung zum Brandenburg-Cup vom 10. bis 15.7. in Frankfurt/Oder. Bei gutem Abschneiden winkt im August die Teilnahme zur Europameisterschaft in Serbien.