Die Schachfreunde Haselmühl/Amberg stehen ganz dicht vor dem Aufstieg in die Oberpfalzliga: In Erbendorf erspielte sich das Team um Anatoli Vinogradov ein souveränes 6,5:1,5, und nun braucht Furth im Wald am letzten Spieltag ein mittelgroßes Schachwunder, um die Amberger im Fernduell noch abzufangen.
Den Anfang in Erbendorf machte Richard Dötterl, der ein wenig Glück hatte, dass Gegner Franz Weiß mit einem gewaltigen Angriff einhergehend früh die Punkteteilung anbot. Kapitän Vinogradov überrumpelte Kevin Hasenfürter schnell auf dem Damenflügel und brachte damit seine Farben in Führung. Paul Flierl holte indes im Mittelspiel recht bequem einen verirrten Springer seines Gegners Wolfgang Hoffmann ab und erhöhte auf 2,5:0,5. Heinz Däubler baute gegen Daniel Kamm einen früh erarbeiteten Vorteil immer weiter in ein Turmendspiel mit drei Mehrbauern aus. Dieses war für den Altmeister dann nur noch Formsache. Im Duell Gerhard Franz gegen Johannes Keck gab sich keiner der beiden Kontrahenten eine Blöße. Der Amberger konnte mit dem Remis zum 4:1 freilich deutlich besser leben, zumal Jürgen Zeitler gegen Pavlo Zubenko in einer wilden Partie zwar früh unter Druck geriet, diesen jedoch aussitzen und in der Zeitnotphase erfolgreich kontern konnte. Mit 5:1 war das Match entschieden. Gerald Rösch (gegen Dr. Markus Frischholz) und Wolfgang Reindl (gegen Mattias Schiml) kämpften hier schon interessante Leichtfigurenendspiele aus. Rösch holte dabei unnachahmlich mit Springer gegen Läufer den Sieg, während Wolfgang Reindl trotz zweier Mehrbauern bei ungleichfarbigen Läufern nicht durchkam und sich mit einem halben Punkt zufriedengeben musste. Die Zweitvertretung unterlag knapp dem SC Bad Kötzting mit 3,5:4,5. Den Klassenerhalt haben die Fritsch-Jungs dennoch sicher.