Der Eine-Welt-Laden Amberg lud ein und die Amberger Bevölkerung erfuhr viel Neues über den Kaffee

Der Eine-Welt-Laden Amberg lud  zu einem Kaffee-Seminar ein

Der eine Welt-Laden Amberg lud ein und 22 Interessierte trafen sich in einer Amberger Kaffee-Rösterei.  Der Inhaber und Röster Thomas Hoppe gab sehr anschaulich und informativ Einblicke in die Welt des Kaffees, vom Anbau in den unterschiedlichsten Ländern, dem Transport, den Verkaufspraktiken an der New Yorker Börse, der Lagerung und schließlich dem hochkomplizierten Vorgang des Röstens. Es freute die weitgehend aus Amberg kommenden Teilnehmer, dass die kleinen Kooperativen im globalen Süden die qualitativ besten Bohnen produzieren, die auch im Fairen Handel verkauft werden. Ein Vorteil für die Kaffeebauern, da gute Qualität immer einen höheren Verkaufspreis ermöglicht. Bei einem regen Meinungsaustausch konnte Thomas Hoppe viele der gestellten Fragen beantworten. In Deutschland steht das „Kaffee trinken“ an Nr. 1 bei den Bürgern, noch vor dem Milch- und Bierkonsum. Da der Kaffee ein Naturprodukt ist, unterliegt die Kaffeebohne, je nach Klima, Bodenbeschaffenheit und Erntebedingungen jährlichen Geschmacksunterschieden. Aufgabe des Rösters ist es, den Kunden dies nicht merken zu lassen und bei der Röstung dies „auszugleichen“. Die Teilnehmer erfuhren, dass der Rohstoff Kaffee an der Börse gehandelt wird und damit großen Preisschwankungen unterliegt. Aus Hoppes umfangreichem Wissen und der praktischen Erfahrung aus 17 Jahren Röster nahmen die Teilnehmer neues Wissen mit nach Hause und den Respekt vor einer köstlichen Tasse Kaffee, die alle am Ende des Vortrags genießen durften. 
Rudi Kohl (links) von der Pfarrei St. Martin und Günther Zenger (rechts) vom Weltladen Vorstandsteam im Eine Weltladen Amberg in der Ziegelgasse 3 zur Übergabe der fair trade Ware (Bild: Günther Zenger)

Eine Welt Laden Amberg und Pfarrei St. Martin arbeiten zusammen und helfen dabei

Mit ihrer diesjährigen Sankt-Nikolaus-Aktion setzt die Pfarrei Amberg St. Martin ein starkes Zeichen für Solidarität und Fairness. Ein Teil der im Rahmen der Aktion gesammelten Spenden wurden genutzt, um Kaffee und Kakao im Eine-Welt-Laden Amberg einzukaufen. Dabei handelt es sich ausschließlich um fair gehandelte Produkte.Die Lebensmittel wurden anschließend an die Amberger Tafel weitergegeben und kommen damit direkt bedürftigen Menschen in der Region zugute. Gleichzeitig profitieren durch den fairen Handel auch die Kaffee- und Kakaobauern im globalen Süden. So entsteht eine echte win-win-Situation: Hilfe vor Ort wird mit globaler Verantwortung verbunden.Gerade in weltweit schwierigen Zeiten möchte die Aktion darauf aufmerksam machen, dass auch auf lokaler Ebene ein Beitrag zu mehr Gerechtigkeit geleistet werden kann. Die Amberger Bevölkerung zeigt mit der Sankt-Nikolaus-Aktion, dass kleine Schritte eine große Wirkung haben können – für Menschen in Amberg ebenso wie für Produzenten in anderen Teilen der Welt.Initiator der Aktion ist die Pfarrei St. Martin, die sich über die positive Resonanz sehr freut. Sie hofft, dass diese Initiative als Vorbild für weitere kreative Hilfsaktionen dient und Nachahmer findet. „Es gibt viele Möglichkeiten, mit einfachen Ideen Gutes zu tun“, so Kirchenpfleger Rudi Kohl, der sich über weitere Aktionen dieser Art sehr freuen würde.
Von links: Vorstandsmitglieder Günther Zenger, Cornelia Siebenbürger, Einkäufer Victor Werndl, Hannelore Metzler (nicht im Bild: Dieter Schreyer). (Bild: Günther Zenger)

Mitgliederversammlung des Eine-Welt-Laden Amberg zeigt positive Entwicklung auf

Im November trafen sich die Mitglieder des Eine-Welt-Laden Amberg im Pfarrsaal Hl. Dreifaltigkeit zur Jahresversammlung. Cornelia Siebenbürger konnte viele Mitglieder begrüßen und berichtete, dass eine Vielzahl von Veranstaltungen des fair-trade Ladens durchgeführt wurden. Dabei fand der Stand auf dem Marktplatz eine sehr hohe Resonanz der Amberger Bürger. Am 27.11. wird man seit langem wieder am Weihnachtsmarkt in der „Sozialbude” teilnehmen. Erfreulich war der Finanzbericht von Günther Zenger und Markus Lacher. In schwierigen Zeiten konnte man die Einnahmen steigern und die Kosten zumindest konstant halten. Die Mitgliederzahl liegt bei 112. Wichtig ist jetzt das Weihnachtsgeschäft führten Beide an. Susann Plößl berichtete von der „Zukunftsakademie”, welche über 1.200 Stunden Bildungsarbeit in den Schulen leistete. Denn die Jugend ist die zukünftige „fair-trade Generation” - und das ist sehr wichtig, führte sie an. Schon im Vorfeld wurden im Weltladen die Einkäufer Hannelore Metzler, Dieter Schreyer und Victor Werndl für ihre langjährige Tätigkeit geehrt. Diese Erfahrung ist wichtig, damit immer rechtzeitig die fair-trade Ware bestellt und geliefert werden kann. Beate Binder erläuterte die Idee von Hamburg nach Amberg mit dem Rad nachhaltig fair-trade Ware zu transportieren, die vorher mit einem Segelschiff von Nicuragua zum Hafen kam. Günther Zenger beendet die Versammlung mit den Worten „auch für 2026 in diesem tollen Team kreative Projekte zu realisieren”.
Von links: Mechthild König, Monika Rambach, Vorstand Cornelia Siebenbürger.  (Bild: Günther Zenger)

Seit 40 Jahren für den Weltladen Amberg aktiv

Richard von Weizsäcker war damals Bundespräsident, der VFB Stuttgart wird Deutscher Fußballmeister und die IG Druck und Papier erkämpft die 38,5-Std-Woche. Vieles war im Umbruch in Deutschland. Die Globalisierung der Welt mit Lieferketten aus den entferntesten Regionen der Erde brachte auch fair gehandelte Produkte nach Amberg. Doch wie konnte man diese verkaufen? Die Idee einen eigenen Eine-Welt-Laden zu gründen und den Kleinbauern zum Beispiel in Brasilien einen fairen Lohn zum Leben zu gewährleisten wurde realisiert. Vor über 40 Jahren gründeten engagierte Menschen den Weltladen Amberg. Beim Dankeschön Essen wurden Mechthild König und Monika Rambach stellvertretend für die Gründungsmitglieder von damals für ihr jahrzehntelanges Engagement geehrt. Noch heute stehen sie in der Ziegelgasse 3 und mit ihrem Expertenwissen verkaufen sie nicht nur fair gehandelte Ware, sondern informieren die Kunden über Herkunft der Produkte und die heutigen Lieferketten. Bei einem Kaffee aus Äthiopien ist die gesamte Lieferkette von dem Kaffeeanbau bis zur Verpackung in einem Entwicklungsland. Die Wertschöpfung bleibt zu 100 % dort. Dies konnte man sich vor 40 Jahren nicht vorstellen - heute ist das möglich und macht die Welt etwas gerechter. Mechthild und Monika haben durch ihren jahrelangen Einsatz den fairen Handel in Amberg etabliert und die fair-trade Stadt Amberg auch ein bißchen besser gemacht. Herzlichen Dank!
Die Helfer/innen des Eine-Welt-Laden Amberg leisten über 2.500 unentgeltliche Stunden im Jahr für eine bessere Welt mit gerechten Löhnen. (Bild: Günther Zenger)

Der Eine-Welt-Laden Amberg sagt Dankeschön

Das Vorstandsteam des Weltladen Amberg war begeistert, daß viele Helfer/innen zum Dankeschön Essen ins Martin-Schalling Haus gekommen waren. Über 2500 Stunden im Jahr werden von 55 Ehrenamtlichen unentgeltlich für den Weltladen geleistet. Ob im Verkaufsteam in der Ziegelgasse 3, beim Einkauf der fair gehandelten Waren oder in der Logistik, beim Auspacken und dekorieren der Produkte. Es gibt immer etwas zu tun, um „die Welt einen bißchen besser zu machen”, wie Cornelia Siebenbürger ausführte. Bei einer „Vorstellungsrunde” stellten sich die einzelnen Mitarbeiter/innen kurz vor. Aufgrund der einzelnen Schichten im Ladenverkauf kannten sich Viele gar nicht persönlich. Bei einem Spiel, bei dem zum Beispiel alle Helfer/innen des Montagsverkaufs aufstehen mußten, lernten sich alle Unterstützer des Weltladen auf amüsante Weise kennen. Kaffeebauern, die einen fairen Lohn erhalten waren ebenso anwesend, wie andere Vertreter aus den Erzeugerländern, welche sich alle bedankt haben, daß im Weltladen Amberg ihre Produkte verkauft werden. Dazu „schlüpfte” Cornelia Siebenbürger in verschiedene Rollen und Kostüme, um anschaulich zu zeigen wie mühsam zum Beispiel die Kakoaernte in den Ländern des globalen Südens ist. Bei einem anschließenden Essen wurde bis spät in die Nacht im Gemeindehaus diskutiert, gelacht und schon wieder weitere Aktionen geplant, um in der fair-trade Stadt Amberg fair gehandelte Produkte anzubieten und die Welt ein Stück gerechter zu gestalten.
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