Eine Weltladen Amberg verbindet nachhaltige Mobilität mit fairem Handel auf dem Marktplatz (Bild: Günther Zenger)

Mit dem Lastenfahrrad fair unterwegs

Amberger Marktplatz, herrliches Sommerwetter und ein ungewöhnlicher Verkaufsstand: Beim letzten diesjährigen Marktplatzverkauf des Eine-Welt-Ladens Amberg wurde deutlich, dass nachhaltiges Handeln auch direkt vor der eigenen Haustür beginnen kann. Einen Teil der fair gehandelten Waren transportierte das ehrenamtliche Team diesmal mit einem Lastenrad zum Marktplatz. Das Besondere: Der geräumige Transportbehälter des Rades diente gleichzeitig als Verkaufsfläche. So konnte der fair gehandelte Kaffee direkt aus dem Lastenrad heraus angeboten werden. Das ungewöhnliche Gefährt zog viele Blicke auf sich. Zahlreiche Passanten interessierten sich sowohl für das Lastenrad als auch für die angebotenen fair gehandelten Produkte. Schnell entstanden Gespräche über nachhaltige Mobilität, den fairen Handel und vor allem über die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kaffeebauern im Globalen Süden. Dabei ging es auch um die Frage, was jeder Einzelne selbst tun kann, um „die Welt ein bisschen besser zu machen“. Ein Passant berichtete beispielsweise, dass er selbst ein Lastenrad zu Hause habe, und zeigte sich begeistert von der Kombination aus nachhaltiger Mobilität und fairem Handel. Bei sommerlichen Temperaturen war der Stand des Eine-Welt-Ladens den gesamten Vormittag über sehr gut besucht. Viele Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich über fair gehandelte Produkte zu informieren, Kaffee zu kaufen und mit den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen. Nach dem Motto „Die Welt ein bisschen gerechter und besser machen“ bedankt sich das Team des Eine-Welt-Ladens Amberg besonders beim ehrenamtlichen Team „pack mAS“, das das Lastenrad unkompliziert und kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Damit wurde beim letzten Marktplatzverkauf in diesem Jahr nicht nur fair gehandelt, sondern auch ganz praktisch gezeigt: Nachhaltigkeit kann einfach sein – und sie beginnt oft direkt vor der eigenen Haustür.
Der Eine-Welt-Laden Amberg lud ein und die Amberger Bevölkerung erfuhr viel Neues über den Kaffee

Der Eine-Welt-Laden Amberg lud  zu einem Kaffee-Seminar ein

Der eine Welt-Laden Amberg lud ein und 22 Interessierte trafen sich in einer Amberger Kaffee-Rösterei.  Der Inhaber und Röster Thomas Hoppe gab sehr anschaulich und informativ Einblicke in die Welt des Kaffees, vom Anbau in den unterschiedlichsten Ländern, dem Transport, den Verkaufspraktiken an der New Yorker Börse, der Lagerung und schließlich dem hochkomplizierten Vorgang des Röstens. Es freute die weitgehend aus Amberg kommenden Teilnehmer, dass die kleinen Kooperativen im globalen Süden die qualitativ besten Bohnen produzieren, die auch im Fairen Handel verkauft werden. Ein Vorteil für die Kaffeebauern, da gute Qualität immer einen höheren Verkaufspreis ermöglicht. Bei einem regen Meinungsaustausch konnte Thomas Hoppe viele der gestellten Fragen beantworten. In Deutschland steht das „Kaffee trinken“ an Nr. 1 bei den Bürgern, noch vor dem Milch- und Bierkonsum. Da der Kaffee ein Naturprodukt ist, unterliegt die Kaffeebohne, je nach Klima, Bodenbeschaffenheit und Erntebedingungen jährlichen Geschmacksunterschieden. Aufgabe des Rösters ist es, den Kunden dies nicht merken zu lassen und bei der Röstung dies „auszugleichen“. Die Teilnehmer erfuhren, dass der Rohstoff Kaffee an der Börse gehandelt wird und damit großen Preisschwankungen unterliegt. Aus Hoppes umfangreichem Wissen und der praktischen Erfahrung aus 17 Jahren Röster nahmen die Teilnehmer neues Wissen mit nach Hause und den Respekt vor einer köstlichen Tasse Kaffee, die alle am Ende des Vortrags genießen durften. 
Rudi Kohl (links) von der Pfarrei St. Martin und Günther Zenger (rechts) vom Weltladen Vorstandsteam im Eine Weltladen Amberg in der Ziegelgasse 3 zur Übergabe der fair trade Ware (Bild: Günther Zenger)

Eine Welt Laden Amberg und Pfarrei St. Martin arbeiten zusammen und helfen dabei

Mit ihrer diesjährigen Sankt-Nikolaus-Aktion setzt die Pfarrei Amberg St. Martin ein starkes Zeichen für Solidarität und Fairness. Ein Teil der im Rahmen der Aktion gesammelten Spenden wurden genutzt, um Kaffee und Kakao im Eine-Welt-Laden Amberg einzukaufen. Dabei handelt es sich ausschließlich um fair gehandelte Produkte.Die Lebensmittel wurden anschließend an die Amberger Tafel weitergegeben und kommen damit direkt bedürftigen Menschen in der Region zugute. Gleichzeitig profitieren durch den fairen Handel auch die Kaffee- und Kakaobauern im globalen Süden. So entsteht eine echte win-win-Situation: Hilfe vor Ort wird mit globaler Verantwortung verbunden.Gerade in weltweit schwierigen Zeiten möchte die Aktion darauf aufmerksam machen, dass auch auf lokaler Ebene ein Beitrag zu mehr Gerechtigkeit geleistet werden kann. Die Amberger Bevölkerung zeigt mit der Sankt-Nikolaus-Aktion, dass kleine Schritte eine große Wirkung haben können – für Menschen in Amberg ebenso wie für Produzenten in anderen Teilen der Welt.Initiator der Aktion ist die Pfarrei St. Martin, die sich über die positive Resonanz sehr freut. Sie hofft, dass diese Initiative als Vorbild für weitere kreative Hilfsaktionen dient und Nachahmer findet. „Es gibt viele Möglichkeiten, mit einfachen Ideen Gutes zu tun“, so Kirchenpfleger Rudi Kohl, der sich über weitere Aktionen dieser Art sehr freuen würde.
Von links: Vorstandsmitglieder Günther Zenger, Cornelia Siebenbürger, Einkäufer Victor Werndl, Hannelore Metzler (nicht im Bild: Dieter Schreyer). (Bild: Günther Zenger)

Mitgliederversammlung des Eine-Welt-Laden Amberg zeigt positive Entwicklung auf

Im November trafen sich die Mitglieder des Eine-Welt-Laden Amberg im Pfarrsaal Hl. Dreifaltigkeit zur Jahresversammlung. Cornelia Siebenbürger konnte viele Mitglieder begrüßen und berichtete, dass eine Vielzahl von Veranstaltungen des fair-trade Ladens durchgeführt wurden. Dabei fand der Stand auf dem Marktplatz eine sehr hohe Resonanz der Amberger Bürger. Am 27.11. wird man seit langem wieder am Weihnachtsmarkt in der „Sozialbude” teilnehmen. Erfreulich war der Finanzbericht von Günther Zenger und Markus Lacher. In schwierigen Zeiten konnte man die Einnahmen steigern und die Kosten zumindest konstant halten. Die Mitgliederzahl liegt bei 112. Wichtig ist jetzt das Weihnachtsgeschäft führten Beide an. Susann Plößl berichtete von der „Zukunftsakademie”, welche über 1.200 Stunden Bildungsarbeit in den Schulen leistete. Denn die Jugend ist die zukünftige „fair-trade Generation” - und das ist sehr wichtig, führte sie an. Schon im Vorfeld wurden im Weltladen die Einkäufer Hannelore Metzler, Dieter Schreyer und Victor Werndl für ihre langjährige Tätigkeit geehrt. Diese Erfahrung ist wichtig, damit immer rechtzeitig die fair-trade Ware bestellt und geliefert werden kann. Beate Binder erläuterte die Idee von Hamburg nach Amberg mit dem Rad nachhaltig fair-trade Ware zu transportieren, die vorher mit einem Segelschiff von Nicuragua zum Hafen kam. Günther Zenger beendet die Versammlung mit den Worten „auch für 2026 in diesem tollen Team kreative Projekte zu realisieren”.
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