Rudi Kohl (links) von der Pfarrei St. Martin und Günther Zenger (rechts) vom Weltladen Vorstandsteam im Eine Weltladen Amberg in der Ziegelgasse 3 zur Übergabe der fair trade Ware (Bild: Günther Zenger)

Eine Welt Laden Amberg und Pfarrei St. Martin arbeiten zusammen und helfen dabei

Mit ihrer diesjährigen Sankt-Nikolaus-Aktion setzt die Pfarrei Amberg St. Martin ein starkes Zeichen für Solidarität und Fairness. Ein Teil der im Rahmen der Aktion gesammelten Spenden wurden genutzt, um Kaffee und Kakao im Eine-Welt-Laden Amberg einzukaufen. Dabei handelt es sich ausschließlich um fair gehandelte Produkte.Die Lebensmittel wurden anschließend an die Amberger Tafel weitergegeben und kommen damit direkt bedürftigen Menschen in der Region zugute. Gleichzeitig profitieren durch den fairen Handel auch die Kaffee- und Kakaobauern im globalen Süden. So entsteht eine echte win-win-Situation: Hilfe vor Ort wird mit globaler Verantwortung verbunden.Gerade in weltweit schwierigen Zeiten möchte die Aktion darauf aufmerksam machen, dass auch auf lokaler Ebene ein Beitrag zu mehr Gerechtigkeit geleistet werden kann. Die Amberger Bevölkerung zeigt mit der Sankt-Nikolaus-Aktion, dass kleine Schritte eine große Wirkung haben können – für Menschen in Amberg ebenso wie für Produzenten in anderen Teilen der Welt.Initiator der Aktion ist die Pfarrei St. Martin, die sich über die positive Resonanz sehr freut. Sie hofft, dass diese Initiative als Vorbild für weitere kreative Hilfsaktionen dient und Nachahmer findet. „Es gibt viele Möglichkeiten, mit einfachen Ideen Gutes zu tun“, so Kirchenpfleger Rudi Kohl, der sich über weitere Aktionen dieser Art sehr freuen würde.
Von links: Vorstandsmitglieder Günther Zenger, Cornelia Siebenbürger, Einkäufer Victor Werndl, Hannelore Metzler (nicht im Bild: Dieter Schreyer). (Bild: Günther Zenger)

Mitgliederversammlung des Eine-Welt-Laden Amberg zeigt positive Entwicklung auf

Im November trafen sich die Mitglieder des Eine-Welt-Laden Amberg im Pfarrsaal Hl. Dreifaltigkeit zur Jahresversammlung. Cornelia Siebenbürger konnte viele Mitglieder begrüßen und berichtete, dass eine Vielzahl von Veranstaltungen des fair-trade Ladens durchgeführt wurden. Dabei fand der Stand auf dem Marktplatz eine sehr hohe Resonanz der Amberger Bürger. Am 27.11. wird man seit langem wieder am Weihnachtsmarkt in der „Sozialbude” teilnehmen. Erfreulich war der Finanzbericht von Günther Zenger und Markus Lacher. In schwierigen Zeiten konnte man die Einnahmen steigern und die Kosten zumindest konstant halten. Die Mitgliederzahl liegt bei 112. Wichtig ist jetzt das Weihnachtsgeschäft führten Beide an. Susann Plößl berichtete von der „Zukunftsakademie”, welche über 1.200 Stunden Bildungsarbeit in den Schulen leistete. Denn die Jugend ist die zukünftige „fair-trade Generation” - und das ist sehr wichtig, führte sie an. Schon im Vorfeld wurden im Weltladen die Einkäufer Hannelore Metzler, Dieter Schreyer und Victor Werndl für ihre langjährige Tätigkeit geehrt. Diese Erfahrung ist wichtig, damit immer rechtzeitig die fair-trade Ware bestellt und geliefert werden kann. Beate Binder erläuterte die Idee von Hamburg nach Amberg mit dem Rad nachhaltig fair-trade Ware zu transportieren, die vorher mit einem Segelschiff von Nicuragua zum Hafen kam. Günther Zenger beendet die Versammlung mit den Worten „auch für 2026 in diesem tollen Team kreative Projekte zu realisieren”.
Von links: Mechthild König, Monika Rambach, Vorstand Cornelia Siebenbürger.  (Bild: Günther Zenger)

Seit 40 Jahren für den Weltladen Amberg aktiv

Richard von Weizsäcker war damals Bundespräsident, der VFB Stuttgart wird Deutscher Fußballmeister und die IG Druck und Papier erkämpft die 38,5-Std-Woche. Vieles war im Umbruch in Deutschland. Die Globalisierung der Welt mit Lieferketten aus den entferntesten Regionen der Erde brachte auch fair gehandelte Produkte nach Amberg. Doch wie konnte man diese verkaufen? Die Idee einen eigenen Eine-Welt-Laden zu gründen und den Kleinbauern zum Beispiel in Brasilien einen fairen Lohn zum Leben zu gewährleisten wurde realisiert. Vor über 40 Jahren gründeten engagierte Menschen den Weltladen Amberg. Beim Dankeschön Essen wurden Mechthild König und Monika Rambach stellvertretend für die Gründungsmitglieder von damals für ihr jahrzehntelanges Engagement geehrt. Noch heute stehen sie in der Ziegelgasse 3 und mit ihrem Expertenwissen verkaufen sie nicht nur fair gehandelte Ware, sondern informieren die Kunden über Herkunft der Produkte und die heutigen Lieferketten. Bei einem Kaffee aus Äthiopien ist die gesamte Lieferkette von dem Kaffeeanbau bis zur Verpackung in einem Entwicklungsland. Die Wertschöpfung bleibt zu 100 % dort. Dies konnte man sich vor 40 Jahren nicht vorstellen - heute ist das möglich und macht die Welt etwas gerechter. Mechthild und Monika haben durch ihren jahrelangen Einsatz den fairen Handel in Amberg etabliert und die fair-trade Stadt Amberg auch ein bißchen besser gemacht. Herzlichen Dank!
Die Helfer/innen des Eine-Welt-Laden Amberg leisten über 2.500 unentgeltliche Stunden im Jahr für eine bessere Welt mit gerechten Löhnen. (Bild: Günther Zenger)

Der Eine-Welt-Laden Amberg sagt Dankeschön

Das Vorstandsteam des Weltladen Amberg war begeistert, daß viele Helfer/innen zum Dankeschön Essen ins Martin-Schalling Haus gekommen waren. Über 2500 Stunden im Jahr werden von 55 Ehrenamtlichen unentgeltlich für den Weltladen geleistet. Ob im Verkaufsteam in der Ziegelgasse 3, beim Einkauf der fair gehandelten Waren oder in der Logistik, beim Auspacken und dekorieren der Produkte. Es gibt immer etwas zu tun, um „die Welt einen bißchen besser zu machen”, wie Cornelia Siebenbürger ausführte. Bei einer „Vorstellungsrunde” stellten sich die einzelnen Mitarbeiter/innen kurz vor. Aufgrund der einzelnen Schichten im Ladenverkauf kannten sich Viele gar nicht persönlich. Bei einem Spiel, bei dem zum Beispiel alle Helfer/innen des Montagsverkaufs aufstehen mußten, lernten sich alle Unterstützer des Weltladen auf amüsante Weise kennen. Kaffeebauern, die einen fairen Lohn erhalten waren ebenso anwesend, wie andere Vertreter aus den Erzeugerländern, welche sich alle bedankt haben, daß im Weltladen Amberg ihre Produkte verkauft werden. Dazu „schlüpfte” Cornelia Siebenbürger in verschiedene Rollen und Kostüme, um anschaulich zu zeigen wie mühsam zum Beispiel die Kakoaernte in den Ländern des globalen Südens ist. Bei einem anschließenden Essen wurde bis spät in die Nacht im Gemeindehaus diskutiert, gelacht und schon wieder weitere Aktionen geplant, um in der fair-trade Stadt Amberg fair gehandelte Produkte anzubieten und die Welt ein Stück gerechter zu gestalten.
Gründungsmitglied Dorlies Werner (links) und Mitarbeiterin Birgit Hubner im Eine-Welt-Laden Amberg. (Bild: Günther Zenger)

Der Eine-Welt-Laden-Amberg verabschiedet sein Gründungsmitglied Dorlies Werner

Dorlies Werner hatte letzten Samstag Dienst im Eine-Welt-Laden Amberg in der Ziegelgasse 3. Sie sperrte morgens den Laden auf und freute sich, denn die ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen hatten das neue Sortiment bereits in den wunderschönen Geschäftsräumen platziert. Produkte wie Lebensmittel, Wein, Kaffee, Tee und feine Schokolade sowie vielfältiges Kunsthandwerk (neue Taschen, Geschenk-Artikel, sowie tolle Filzblumen) standen zum Verkauf. Die Idee, dass mit dem Verkauf von fair gehandelten Waren, die Welt ein bisschen gerechter wird, hatte Dorlies Werner schon vor über 40 Jahren beschäftigt und den Weltladen Amberg mitgegründet. Dass die Bauern und Handwerker im globalen Süden der Welt zum Überleben faire Preise benötigen, hat sie immer schon gewusst. An diesem Samstag beriet das Gründungsmitglied Kunden im Laden, half beim Etikettieren der Ware und verkaufte – wie meistens – viele Packungen des „Solino“ Kaffee, dessen Herstellung zu 100 % in Äthiopien stattfindet. Als die Öffnungszeit (10 Uhr – 18 Uhr Werktage – 10 Uhr bis 13 Uhr Samstag) zu Ende war, machte Dorlies Werner noch die Abrechnung der Kasse. Es war ein besonderer Tag für sie. Da sie nach München zieht, um sich neuen Projekten zu widmen, war dieser Samstag ihr letzter Tag als Mitarbeiterin im Weltladen Amberg. Vom Vorstandsteam gab es noch Präsente und ein großes Dankeschön! Dorlies Werner wünschte dem Eine-Welt-Laden weiterhin viele Kunden und mit dem Appell „bitte kauft alle im Weltladen Amberg ein, damit unsere fair gehandelte Ware an Bedeutung gewinnt” versprach sie weiterhin den Laden zu unterstützen.
Das neue Vorstandsteam des Eine-Welt-Ladens Amberg. Von links: Günther Zenger, Michael Brunner, Regina Reichl, Monika Rambach, Cornelia Siebenbürger und Markus Lacher  (Bild: Uli Siebenbürger)

Der Eine-Welt-Laden Amberg hat ein neues Vorstandsteam

Helmut Kollhoff hat mit „seinem” Eine-Welt-Laden Amberg Geschichte geschrieben. Er baute mit vielen Helfern/innen und seiner seit 6 Jahren CO-Vorsitzenden Cornelia Siebenbürger den Weltladen zu einer festen Größe in der Fair-Trade Stadt Amberg aus. Aber er war nicht nur ein Förderer, um über 500 verschiedene fair gehandelte Waren in der Ziegelgasse 3 anbieten zu können, sondern glaubte fest daran, daß Bildungsarbeit für eine gerechtere Welt genauso wichtig ist. Die sogenannte „Zukunftsakademie” wurde in seiner Amtszeit gegründet und hat in 2023 mit über 1700 Schulstunden in Amberg junge Leute für gerechten Handel begeistert. Nach unglaublichen 14 Jahren als 1 Vorsitzender gab er bei der letzten Mitgliederversammlung am 02. Dezember „den Stab” an ein neues 6 köpfiges Vorstandsteam weiter. In stürmischen Zeiten steht er aber weiter mit Rat und Tat zur Verfügung. Die gut besuchte Mitgliederversammlung diskutierte über die Zukunft des Weltladens, den Herausforderungen und wählte ein neues Vorstandsteam. Vorstandssprecher Michael Brunner, Markus Lacher, Monika Rambach, Regina Reichl, Cornelia Siebenbürger und Günther Zenger haben ein hoch motiviertes Team an der Seite, was man bei den Veranstaltungen des diesjährigen 40 Jährigen Jubiläums gesehen hat. Als Kassenprüferinnen wurde Lisa McBride und Beate Binder gewählt. Der Eine-Welt-Laden Amberg hat zur Zeit 116 Mitglieder. Am Ende der Versammlung hatte man viele neue Ideen und Anregungen gesammelt, die im neuen Vereinsjahr weiter diskutiert und umgesetzt werden sollen.
Gründungsmitglied Waltraud Mayerl, Pfarrer Wolfgang Bogner und die Musikgruppe Cababana. (Bild: Günther Zenger )

40 Jahre Eine-Welt-Laden Amberg - Andacht in der Paulanerkirche

Zum Ende des Jubiläumjahres „40 Jahre fairer Handel in Amberg” lud der Eine-Welt-Laden Amberg zu einer Andacht in die Paulanerkirche ein. In seiner Eröffnungsrede sagte der langjährige Pfarrer der Paulanergemeinde, Wolfgang Bogner: „Dankbar sein, dass es so viele Kunden und Helfer im Weltladen in den letzten 40 Jahren gab. Dankbar sein, dass der Weltladen seinen Teil an einer gerechten Welt leisten konnte.” Es wurden von Helfern des Ladens Produkte (Kaffee, Wein, Schokolade) vorgestellt, die in der Ziegelgasse 3 verkauft werden. Vorsitzende Conny Siebenbürger beschrieb den fairen Handel, bei dem es um Personen geht, die Ware herstellen ohne Ausbeutung bei gerechter Bezahlung, sowie dem Verbot von Kinderarbeit. Bei einem Quiz konnten die vielen Besucher der Andacht ihr Wissen über den fairen Handel „überprüfen”. Gründungsmitglied Waltraud Mayerl berichtete über die Anfänge des Weltladens vor 40 Jahren. Günther Zenger wies darauf hin, dass der Weltladen nicht nur Produkte verkauft, sondern über die „Zukunftsakademie” auch wertvolle Bildungsarbeit (z. B. in den Amberger Schulen) leistet. Die Musikgruppe Cababana aus Kümmersbruck begeisterte mit ihren Trommeln und der musikalischen Gestaltung. Bei Tee und Weihnachtsgebäck am Ende der Andacht plante man bereits die nächste Veranstaltung am Freitag, den 29.11., bei dem der Oberbürgermeister Michael Cerny seine verlorene Wette einlöst und von 14 bis 16 Uhr im Weltladen Amberg fair produzierte Ware verkauft. Die Bevölkerung ist dazu wieder herzlich eingeladen.

Über beiunsdaheim.de:

north