Chancen schaffen in Namibia. Unter diesem Motto setzte Katharina Diertl mit einer Mitpraktikantin und Unterstützung der Kolpingfamilie im südwestafrikanischen Land zahlreiche Projekte um. Nach Abschluss ihres Grundschullehrerstudiums hatte sie im vergangenen Jahr eine Praktikumszeit an der Okondjatu Combined School beim Stamm der Herero verbracht und davon in Kolpingkreisen berichtet. Es folgte die Zusage, das Projekt finanziell zu unterstützen. Im Pfarrheim nahm sie nun zahlreiche Interessenten an dem Projekt mit auf eine informative und kurzweilig gestaltete Informationsreise, deren Erfahrungen ihr bis heute sehr am Herzen liegen. Mit viel Leidenschaft erzählte sie, unterlegt mit einer großen Bildervielfalt, von ihrer Zeit im Dorf Okondjatu, wo sie mehrere Wochen bei einem Stamm der Herero lebte und an der Okondjatu Combined School sowie im Hope Spot Kindergarten mitarbeitete. Schnell wurde deutlich, dass Namibia für die angehende Grundschullehrerin weit mehr als ein Praktikumsort geworden ist. Bewegend schilderte sie von den in diesem Jahr wiederholten Begegnungen mit den Menschen, ihrer Gastfamilie und dem Alltag der Kinder. Gleichzeitig berichtete sie von den großen Gegensätzen zwischen Arm und Reich. Besonders betroffen machte sie, dass es zum Beispiel in manchen Abschlussklassen sogar an Papier fehlt und selbst Stifte oder Taschenrechner keine Selbstverständlichkeit sind. Ihren Zuhörern berichtete sie, wie sie unter dem Motto „Chancen schaffen in Namibia“ gemeinsam mit ihrer Mitpraktikantin und der Kolping-Spende zahlreiche Projekte umsetzte. Es wurden Schul- und Kindergartenmaterialien beschafft, der Kindergarten mit einfachen Mitteln liebevoll innen und außen neu gestaltet, eine Spiellandschaft mit Barfußpfad geschaffen und die Außenfassaden der Schule farbenfroh bemalt. Mit großer Freude habe sie erkennen können, dass die gemeinsamen Projekte weiterleben und den Alltag der Menschen nachhaltig bereichern. Mit eindrucksvollen Bildern und der Schilderung sehr persönlicher Erfahrungen machte Katharina Diertl deutlich, dass oft schon kleine Gesten Großes bewirken können. Ihr Vortrag zeigte eindrucksvoll, dass gelebte Solidarität, Begegnungen auf Augenhöhe und persönliches Engagement Menschen miteinander verbinden und echte Chancen schaffen.