Beim Treffen der ehemaligen Stegenthumbacher beim Taubnschuster in Eschenbach wurden Erinnerungen, Familiengeschichten, Bilder und Postkarten der über 900 Jahre alten Ortschaft Stegenthumbach ausgetauscht. Es gibt zwei Gruppen ehemaliger Stegenthumbacher: Diejenigen, die 1936 durch die Erweiterung des Truppenübungsplatzes ihre Anwesen verlassen mussten. Und diejenigen, die vorübergehend noch bis 1952 in den leerstehenden Anwesen untergebracht wurden, bis sie von der US-Truppenübungsplatzverwaltung endgültig ausgesiedelt wurden. Die Steine und das Inventar der Wohnhäuser sowie das Holz der Städel wurden danach als Materiallager in der entbehrungsreichen Zeit nach dem 2. Weltkrieg verwendet, oft auch um im nur wenige Meter benachbarten Apfelbach ein neues Zuhause zu gründen. Seither liegt das Dorf wüst. Heute sind nur noch Ruinen, Keller und Grundmauern im Gelände zu erkennen. Geblieben ist bis heute: Die Fahne der Freiwilligen Feuerwehr Stegenthumbach, die 1929 geweiht wurde, wird von der Nachbarfeuerwehr Eschenbach aufbewahrt. Die Kapelle zur Erinnerung an die Gefallenen des ersten Weltkrieges, erbaut 1923, hat die Zeit überstanden. Außerdem dient das Bahnwärterhaus noch als schmuckes Wohnhaus.