Für die Schachfreunde Haselmühl/Amberg begann das neue Jahr mit einer, wenn auch kleinen, Enttäuschung: gegen den ASV Burglengenfeld schied man mit 1,5:2,5 aus dem Pokalwettbewerb aus. Als unterklassiger Underdog angetreten ist das zwar kein Beinbruch, jedoch schnupperte das stark aufgestellte Amberger Quartett in einem Match der vergebenen Chancen an der Überraschung. Gerald Rösch kam am Spitzenbrett ein wenig holprig aus der Eröffnung, konnte aber mit einem schönen Qualitätsopfer das Blatt wenden. Eine permanent drohende Dame-Läufer-Batterie ließ Felix Kalley am Ende keine Chance. Umgekehrt erging es Paul Flierl gegen Karsten Bussemer. Der Amberger ließ in vorteilhafter Stellung einen Bauernvorstoß im Zentrum zu, der ihn eine Figur kostete. Zwar boten sich im weiteren Verlauf sogar noch Siegchancen, doch eine übersehene Taktik ausgangs des Mittelspiels kostete Turm und Partie. Auch Heinz Däubler war die überwiegende Zeit am Drücker, konnte Sebastian Bösl jedoch nicht knacken, der sich über das Remis am Ende mehr freuen durfte. Ein weiteres Remis von Wolfgang Reindl gegen Reinhard Koller hätte nun zum Weiterkommen gereicht. Reindl verteidigte sich unter Druck auch lange Zeit tapfer, übersah jedoch die Möglichkeit, mit einer Grundlinienmattdrohung das Spiel zu seinen Gunsten zu drehen. Am Ende hatte Koller den längeren Atem und sicherte seinem Team das Weiterkommen.