Peter Seidl hat die KABler und Gäste mitgenommen auf seinem Jakobsweg vor der Haustüre. (Bild: Hildegard Zimmer-Sperl)

Mein Jakobsweg vor der Haustüre

„Mein Jakobsweg vor der Haustüre“ – Legenden, Fakten, Funde am Weg, war das Thema eines Vortrags von Peter Seidl, dem ehemaligen Schulleiter des Erasmus-Gymnasiums und Stadtführer, bei der KAB Hl. Dreifaltigkeit. Beschrieben hatte er seine Etappen von Schwandorf nach Ensdorf, Ensdorf nach Hohenburg und Hohenburg nach Kastl und hat diese mit eindrucksvollen Bildern auf und neben dem Weg, sowie die Jakobuskirchen in Schwandorf, Ensdorf und Hohenburg belegt. Der Jakobusweg ist der wohl bekannteste Pilgerweg der Welt, denn seit dem Mittelalter führt der Pilgerweg Menschen nach Santiago des Compostela in Spanien, wo der Überlieferung nach, die Überreste des Heiligen Jakobus ruhen. Der Jakobusweg ist heute nicht nur ein spirituelles Erlebnis, sondern eine kulturelle und körperliche Herausforderung, die Menschen als aller Welt anzieht und heute UNESO-Weltkulturerbe ist. Meist ist mit dem Weg der Pilgerweg in Nordspanien gemeint. Tatsächlich ist der Jakobsweg jedoch ein Wegenetzwerk, das viele verschiedenen Pilgerwege in Europa umfasst. Diese Wege können auch vor der Haustüre beginnen, auch wenn die Wege nicht mit den typischen kleinen Muscheln markiert sind. Die Gründe sind vielfältig, warum Menschen pilgern und den Jakobsweg gehen, auch viele die nur dem Alltag entfliehen wollen, Ruhe in der Natur finden oder um Gleichgesinnte treffen. Peter Seidl konnte viel Wissenswertes über den Ursprung berichten, aber auch Zusammenhänge politischer und wirtschaftlicher Einflüsse des Jakobsweg.
KAB-Vorsitzender Manfred Baldauf (2.v.l.) bedankt sich bei Franz Meier (links), der viel Wissenswertes über die Schulkirche erzählen konnte (Bild: Hildegard Zimmer-Sperl)

Beeindruckende Führung in der Schulkirche

Die Schulkirche, eine ehemalige Klosterkirche der Salesianerinnen in Amberg, besuchte die KAB Hl. Dreifaltigkeit mit Heimat- und Kulturführer Franz Meier. Die dem Heiligen Augustinus geweihte Kirche zählt zu den bedeutendsten Rokokokirchen Deutschlands und Franz Meier vermittelte viel Wissen über Geschichte, Architektur und Ausstattung und besonders auch über die Orgel. Das Kloster wurde in den Jahren 1692 – 1696 errichtet und es sollte zum Kloster noch eine Kirche kommen mit deren Bau 1697 begonnen wurde. Die Ausstattung der Kirche wurde vornehmlich von Amberger Künstlern und Handwerkern vorgenommen. Für die Stuckarbeiten war Meister Carone verantwortlich und schließlich wurde die Kirche 1699 vom Weihbischof von Regensburg geweiht. Das Kloster wurde 1802 säkularisiert und ging an die Deutsche Schulstiftung und wurde danach Kirche der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau als Teil der heutigen Dr.-Johanna-Decker-Schulen Amberg. Die Schulkirche feiert drei Hauptfeste im Jahr: das Fest des hl. Franz von Sales am 24. Januar, das Fest des hl. Augustinus am 28. August und das Patroziniumsfest des Heiligsten Herzens Jesu jeweils am Freitag nach der Fronleichnamsoktav. Beindruckend war auf der als Muschel ausgeführten Empore die Orgel, die im 18.Jahhundert die Amberger Orgelbauerfamilie Funtsch geschaffen hatte. Bei den Orgelkonzerten genießen die Besucher den außergewöhnlichen Klang und man muss zeitig kommen um ein einen Sitzplatz zu bekommen.

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