Die Osternacht in der Pfarrei St. Michael Poppenricht hat alle Gottesdienstbesucher mit Hoffnung und Zuversicht erfüllt. Die über 50 Ministranten gaben ein imposantes Bild ab, als sie mit der brennenden Osterkerze und dem liturgischen Dienst in die überfüllte, dunkle Pfarrkirche einzogen. Da die Gewänder nicht reichten, wurden von der Nachbarpfarrei St. Marien Sulzbach-Rosenberg Ministrantengewänder ausgeliehen. Beim „Lumen Christi“ gaben die Ministranten das Licht an die Gläubigen weiter, bis GR Regina Probst das große Osterlob, das Exsultet, anstimmte. Beim festlichen Gloria, begleitet von Trompeten- und Orgelklängen von Florian Füger und Gabriele Biehler, läuteten alle Glocken und die Auferstehung Jesu wurde durch das Hellwerden der Pfarrkirche sichtbar und erlebbar gemacht. Das Oster-Halleluja, wunderbar gesungen vom Projektchor unter Leitung von Anna Liebhäuser, führte zur Verkündigung des Osterevangeliums. Pfarrer Mitterer verglich in seiner Predigt unser Leben mit den Frauen am Grab: Wir blicken hinein in die Gräber unserer Enttäuschungen, geplatzten Träume und Lebensentwürfe und sehen gar nicht, dass schon Neues am Entstehen ist. So wie der Engel den Frauen sagt: Fürchtet euch nicht, Jesus lebt, so sagt er auch zu uns heute: Fürchtet euch nicht! Habt keine Angst in dieser Welt, vor dem, was um uns herum passiert, wir haben eine Hoffnung, die uns trägt, eine Freude, die uns erfüllt. „Auch die Kirche, die manche schon begraben haben, habe eine Zukunft“ – so der Geistliche – er „blicke nur auf die vielen Gottesdienstbesucher, die heute gekommen sind, um Ostern zu feiern, oder auf die zahlreichen Ministranten – so viele, dass die Gewänder nicht ausreichen.“ Wenn wir den Blick auf den Auferstandenen richten, kann Neues entstehen. Ostern ist das Fest des Neubeginns schlechthin. Auch die Kommunionkinder waren an der Gestaltung der Osternacht beteiligt und trugen mit ihren Eltern die Fürbitten vor. Pfarrer Mitterer lud alle Mitfeiernden ein, die Osterfreude in die Welt zu tragen, um zu zeigen: Unser Glauben schenkt Hoffnung, Erfüllung, Sinn und Halt. Die Osterfreude spiegelte sich in den Gesichtern aller Gottesdienstbesucher wider, als sie am Ausgang ein geweihtes Ei und persönliche Ostergrüße vom Pfarrteam entgegennahmen.