Die kleinen Schauspieler des Krippenspieles. (Bild: Kathrin Schrödl)

Krippensingspiel verzaubert Besucher

Auch heuer führte das Krippensingspiel der Pfarrei St. Michael Poppenricht den Besuchern die Botschaft von Weihnachten in besonderer Weise vor Augen. Im Mittelpunkt standen – neben Maria und Josef – diesmal der Herold und sein kleiner Trommeljunge. Sie befolgten den Befehl des Kaisers Augustus und riefen zur Volkszählung auf. Obwohl sie zur Besatzungsmacht gehörten, zeigten der Herold und der Trommeljunge ein großes Herz und halfen Maria und Josef auf ihrem Weg nach Betlehem. Am Stall auf dem Feld hielten sie sogar Wache, damit Maria und Josef sich dort ausruhen konnten. Als das Jesus-Baby in der Krippe lag erkannten sie: Hier liegt nicht irgendein gewöhnliches Kind: Hier liegt der wahre König, der größer ist als jeder Herrscher der Welt. Bereits im August schreibt Gemeindereferentin Regina Probst die Krippenspiele der Pfarrei und sucht passende Lieder aus, so dass Ende September die Rollen verteilt und die Lieder langsam einstudiert werden können. Das besonders an den Krippenspielen ist der Wechsel mit Sprechszenen und Chor- bzw. Sologesang. So verkündeten der Herold und sein Trommeljunge den Befehl des Kaisers Augustus in einem Lied und Maria sang das Jesuskind in den Schlaf. Wie jedes Jahr investierte das Krippenspielteam, mit Barbara Weiß, Uschi Biegerl, Carina Rumpler, Evi Beck, Katrin Schrödl, viel Zeit und Mühe in die Vorbereitung, so dass die Kinder nicht nur textsicher wurden, sondern auch souverän den Ablauf beherrschten. Monika Widmann kümmerte sich in bewährter Weise um die Kostüme. Der Kinder- und Jugendchor zeigte mit dem Lied: „Little Drummer Boy“ sein Können. Auch schon Tradition hat die Titelmelodie aus dem Film „Drei Nüsse für Aschenbrödel“, gespielt von Lydia Widmann, Anna Ebner, Kristina Süß und Tobias Widmann. Dominik Schrödl begleitete den Chor nicht nur am Klavier, sondern sorgte auf dem Akkordeon für „alpenländisches Flair“ beim Klatschlied der Hirten. Julian Probst am Bass und Amelie Schatz an der Querflöte komplettierten die Musikgruppe. Natürlich gehörte am Ende der Kinderchristmette das Lied „Stille Nacht“ dazu, begleitet von Christian Widmann an der Orgel.
„Wir Kinder stehen auf, es ist unser Planet!”, sang der kath. Kinder- und Jugendchor Poppenricht unter Leitung von Regina Probst.  (Bild: Julian Probst )

Kinderchor St. Michael Poppenricht singt für den Weltfrieden

„Die Vertragsstaaten verpflichten sich sicherzustellen, dass von einem bewaffneten Konflikt betroffene Kinder geschützt und betreut werden.“ Mit diesem Satz des 38. Artikels der UN Kinderrechtskonvention eröffnete der Kinder- und Jugendchor St. Michael Poppenricht das Friedenskonzert. Mit weißen Friedensfahnen begrüßten die Kinder alle Besucher und luden ein, für den Frieden auf der Welt zu singen und zu beten. Der Chor bot ein buntes Programm mit vielfältigen Friedensliedern. So kam in dem Lied „Gott, die Zeit ist reif zu ernten“ der ehemalige israelische Staatspräsident und Friedensnobelpreisträger Shimon Perez zu Wort. Verbunden mit dem Wunsch, dass alle Kinder im Heiligen Land endlich in Frieden leben dürfen, reichten sich die Kinder die Hände und sangen: „Ein Segen strömt mit Liebe durch das Land. Endlich stehen Menschen friedlich Hand in Hand.“ Dass Menschen auch Krieg gegen den schönen Planeten Erde führen, zeigte das Lied „Im Namen der Kinder“. Darin gaben die Kinder der bedrohten Schöpfung eine Stimme und riefen: Wir Kinder sagen NEIN! Im Refrain standen alle auf: „Hört gut zu, ihr Bosse dieser Erde! Wir Kinder stehen auf, es ist unser Planet! Wir Kinder stehen auf, es ist nicht zu spät.“ Mit einem Plakat wurden alle Besucher aufgefordert, ebenfalls im „Namen der Kinder“ aufzustehen! Den Traum vom Frieden träumten die Kinder in einem Gedicht, das mit Seifenblasen eingerahmt wurde, sowie mit Wolken, auf denen die Kinder ihre Träume schrieben: „Ich träume von einer Welt, in der es keine Gewalt und keinen Krieg mehr gibt.“ Oder „Ich träume von einer Welt, in der niemand mehr Angst haben muss.“ Weiter ging es mit einem abwechslungsreicher Liedabfolge von „Klassikern“ wie „We shall overcome“, das Lied der Bürgerrechtsbewegung von Martin Luther King bis „Peace, Frieden, Schalom, Salam“. Chorleiterin Regina Probst schrieb das Lied „Meine Söhne geb ich nicht“ von Reinhard Mey für die Kinder und Jugendlichen um und sang: „Nein, Eure Zukunft geben wir nicht“. In den Strophen ging sie auf die Verantwortung der Erwachsenen ein: „Ihr Kinder seid es wert, dass wir nicht schweigen, zu Hass, Gewalt und Anstandslosigkeit. Wir wollen unsere Werte wieder zeigen, einstehn für Güte und Barmherzigkeit.“ Im Mittelpunkt des Friedenskonzertes stand ein „Friedensbaum“, der mit biblischen Friedensbotschaften behängt wurde. Die Jüngsten tanzten um den Baum und luden zum „Fest des Friedens“ ein. In den Fürbitten baten die Kinder, dass die Menschen miteinander reden sollen und sich gegenseitig nichts Böses antun. Das gemeinsam gesungene Vaterunser mündete in den Friedensgruß, den sich alle Besucher zusprachen. Dem Dank der Kinder schloss sich auch Pfarrer Mitterer an, der sich über das außergewöhnliche Konzert und den großen Zuspruch freute. Er dankte allen Helfern im Hintergrund und den Musikern, allen voran Dominik Schrödl am Klavier. Auch Bürgermeister Hermann Böhm ließ es sich nicht nehmen, Dankesworte zu sprechen. Er erinnerte an das Kriegsende in Poppenricht vor 80 Jahren und lud alle Kinder ein, im Anschluss an das Konzert einen „Poppenrichter Friedensbaum‘“ am Rathaus zu pflanzen. Für Gemeindereferentin und Chorleitung Regina Probst ist das Friedenskonzert ein Herzensanliegen. „In meiner Arbeit mit den Kindern erfahre ich immer wieder, dass der Krieg – auch gegen die Natur- ein großes Thema bei den Kindern ist.“ Das zeigte auch die Ernsthaftigkeit, mit der die Kinder bei der Sache waren. Jeder war in das Konzert mit einbezogen, ob zur Liedermoderation, als Solostimme oder zum Durchführen von Aktionen. Zur Erinnerung, alle etwas für eine friedliche Zukunft tun können, bekamen die Besucher noch Blumensamen mit nach Haus, die im Garten blühen dürfen. Auch kleine Kärtchen mit Friedenssprüchen sollen an den Wunsch der Kinder erinnern: Frieden auf Erden!

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