De Kinder hatten viel Spaß beim Ferienprogramm des Heimat- und Kulturvereins Waldeck. (Bild: Marina Fenzl)

Ferienprogramm HuK Waldeck: „Das kleine Burggespenst und die Kräuterhexe”

Geheimnisvoll wurde es am 26. August auf dem Schloßberg in Waldeck: 24 Kinder waren der Einladung des Heimat- und Kulturvereins Waldeck zum diesjährigen Ferienprogramm gefolgt und begaben sich auf eine spannende Reise in die Welt der heimischen Kräuter. Im Mittelpunkt des Nachmittags stand die Geschichte „Das kleine Burggespenst und die Kräuterhexe”. Dabei konnten die Kinder die Geschichte nicht nur hören, sondern hautnah miterleben, denn die Rollen des Burggespenstes und der Kräuterhexe wurden von echten Personen gespielt. Die lebendige Darstellung sorgte für gespannte Aufmerksamkeit und machte die Geschichte zu einem besonderen Erlebnis. Nach der Geschichte ging es auf Kräuterentdeckungstour rund um den Schloßberg. Bei der Kräuterführung lernten die Kinder vier heimische Wildkräuter kennen: Spitzwegerich, Schafgarbe, Wiesenlabkraut und Sand-Thymian. Gemeinsam wurde genau hingeschaut, geschnuppert und entdeckt. Die Kinder erfuhren dabei auch Interessantes über die Verwendung und Besonderheiten der Pflanzen. Besonders schön war, dass der Spitzwegerich, der bereits in der Geschichte eine wichtige Rolle gespielt hatte, nun auch in der Natur wiederentdeckt werden konnte. Doch nicht nur das Zuhören und Entdecken standen auf dem Programm. Die Kinder durften selbst aktiv werden. Mit viel Begeisterung stellten sie Schüttelbutter her und probierten diese anschließend gemeinsam. Auch beim Mischen eines eigenen Kräutersalzes waren die jungen Kräuterforscher mit großem Eifer dabei. Für jede Menge Spaß sorgte außerdem das Gespensterbasteln. Aus einfachen Materialien entstanden fantasievolle kleine Burggespenster. Zum Abschluss durfte natürlich ein Lagerfeuer mit Stockbrot nicht fehlen. Geduldig hielten die Kinder ihre Stöcke über die Glut und ließen sich das selbst gebackene Brot schmecken. Als Erinnerung an den erlebnisreichen Nachmittag erhielt jedes Kind eine Urkunde als „mutiger Kräuterforscher”. Die Freude darüber war bei den Kindern groß. Das Ferienprogramm verband auf spielerische Weise Naturerlebnis, Kräuterwissen, Geschichte, Kreativität und gemeinsames Erleben. Die Begeisterung der 24 Kinder zeigte, dass heimische Wildkräuter auch für die jüngsten Entdecker viel Spannendes zu bieten haben. Der Heimat- und Kulturverein Waldeck konnte damit erneut ein abwechslungsreiches Ferienerlebnis auf dem Schloßberg anbieten und den Kindern einen Nachmittag bereiten, an den sie sich sicher gerne zurückerinnern werden.
Die Tagungsteilnehmer vor dem Goldenen Engel in Waldeck. (Bild: Fred Wiegand)

Arbeitskreis für Flur- und Kleindenkmalforschung tagt in Waldeck

Der Arbeitskreis für Flur- und Kleindenkmalforschung in der Oberpfalz e. V. (kurz AFO) traf sich zu seiner alljährlichen Tagung in diesem Jahr in Waldeck im Landkreis Tirschenreuth. Der AFO ist eine gemeinnützige Arbeitsgemeinschaft, die sich der Erforschung, Erhaltung und Pflege ostbayerischer Flur- und Kleindenkmäler widmet. Der Einladung waren ca. 50 Forscherinnen und Forscher aus der ganzen Oberpfalz sowie befreundete Flurdenkmalforscher aus Thüringen gefolgt und trafen sich bei strahlendem Sonnenschein im Gasthof Goldenen Engel in Waldeck. Der Vormittag bestand nach der offiziellen Begrüßung, einem Nachruf auf den 2025 plötzlich verstorbenen 1. Vorsitzenden Prof. Dr. Peter Morsbach, dem Grußwort des Geschäftsstellenleiters der Stadt Kemnath, Herrn Reinhard Herr, im Weiteren aus verschiedenen Fachvorträgen. Die Tagungsleiterin Frau Lisa Schiml, die die Flur- und Kleindenkmäler rund um Waldeck in einem Buch zusammengetragen hat, stellte in ihrem interessanten Vortrag einige davon vor. Vor allem solche, die am Nachmittag bei der Busexkursion aufgrund der Vielzahl von Kleindenkmälern in der Region nicht besucht werden konnten. Außerdem ging sie noch näher auf die Burganlage Waldeck ein, die dieses Mal leider ebenfalls nicht besucht werden konnte. Nach der Kaffeepause, in der der Bücherstand von Herrn Eckhard Bodner mit Regionalliteratur der Oberpfalz, dem Fichtelgebirge und Böhmen reichlich Zuspruch fand, setzte sich der Vortragsvormittag mit Herrn Dieter Schwaiger fort, der in gewohnt humoriger Weise den 49. Jahresband (BFO) 2026 vorstellte. Seit der Gründung im Jahre 1978 gibt der AFO nämlich jedes Jahr einen Jahresband, die Beiträge zur Flur- und Kleindenkmalforschung in der Oberpfalz (BFO), heraus, in dem die Ergebnisse der Kleindenkmalforschung erfasst, dokumentiert und Informationen dazu vermittelt werden. Nach der Mittagspause im Gasthof Goldener Engel setzte sich die Tagung mit einer Exkursion per Bus in der Region Waldeck–Kemnath fort. Zunächst besichtigten die Flur- und Kleindenkmalinteressierten den Alten Friedhof von Waldeck. Über Zwergau, Beringersreuth und die Flur- und Kleindenkmale am Wegesrand dort ging es weiter nach Bingarten. Hier wurde der Bus erneut verlassen, um die qualitätvolle neugotische Kapelle „Maria Hilf“ von 1882 zu erkunden. Weiter ging es über Guttenberg, Schweißenreuth nach Köglitz zur sehenswerten „Theresienkapelle“, die im Jahr 2011 geweiht wurde. Die Tagungsteilnehmer staunten nicht schlecht über den Kapellenbau aus heutiger Zeit, der der Hl. Theresia von Lisieux gewidmet ist. Die besondere Architektur der Kapelle und die geschmackvolle, stimmige Ausstattung im Inneren sowie die landschaftlich ausgezeichnete Lage waren eines der Highlights der diesjährigen Tagung. Nun ging es zurück nach Waldeck, wo zum Ende der Tagung noch die barocke Pfarrkirche „St. Johannes Nepomuk“ auf dem Programm stand, welche die Besucher aus der ganzen Oberpfalz nicht nur durch ihre reichhaltige Ausgestaltung mit Bandel-, Gitter- und Rocailleschweifwerk überraschte. Mit diesen zahlreichen denkmalpflegerischen Eindrücken endete die diesjährige, wieder sehr erfolgreiche Tagung des AFOs in Waldeck.


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Sechs Erstkommunionkinder traten in der Pfarrkirche Waldeck zum ersten Mal an den Tisch des Herrn (Bild: Claudia Hösl)

Erstkommunionkinder sind die Reben am Weinstock Jesu

Begleitet von ihren Eltern, Pfarrer Thomas Kraus, Pastoralreferent Jochen Gößl und den Ministranten zogen die Kommunionkinder unter feierlichen Orgelklängen in die festlich geschmückte Pfarrkirche in Waldeck. Unter dem Thema „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben”, wurde den Erstkommunionkindern während des Gottesdienstes, der vom Kirchenchor unter der Leitung von Klaus Wegmann begleitet wurde, immer wieder die Bedeutung vermittelt, dass der Mensch als Christ ohne Jesus nicht leben kann, genauso wie die Reben den Weinstock zum Wachstum brauchen. So wie die Reben aus vielen Trauben bestehen, müssen auch wir Menschen zusammenstehen und füreinander da sein. Die Lesung wurde von Pastoralreferent Jochen Gößl vorgetragen. Vor der feierlichen Erneuerung des Taufversprechens wurden die Kerzen der Kommunionkinder angezündet. Die Fürbitten trugen die Kinder vor dem Altar vor. Zum Vaterunser durften die Erstkommunikanten ebenfalls nach vorne kommen um sich um den Altar zu versammeln. Dort empfingen sie auch aus der Hand des Priesters ihre erste heilige Kommunion. Dem folgte ein Dankgebet der 6 Kinder. Zum Schluß der feierlichen Zeremonie galt der Dank des Pfarrers allen, die die Kinder auf dieses große Ereignis vorbereitet haben. Allen voran den Eltern, dem Pastoralreferenten Jochen Gößl sowie allen, die im Hintergrund mitgewirkt haben. Ein besonderer Dank ging auch an den Waldecker Kirchenchor mit seinem Leiter Klaus Wegmann und dem Organisten für die festliche Umrahmung. Eine Dankandacht am Nachmittag beendete den Festtag für die Kinder und ihre Familien.
Bild von links: Lisa Schiml, Stefanie Schrembs, Pfarrer Thomas Kraus, Bezirksvorsitzende Rita König, Regina Reger, Ingrid Dumler, Claudia Schrembs, Barbara Schultes, Elisabeth Zintl und Manuela Schrembs. (Bild: Stefanie Schrembs)

Frauenbund Waldeck bestätigt Vorstandschaft und blickt aktiv ins Jahr 2026

Die Jahreshauptversammlung des Frauenbundes Waldeck fand am vergangenen Mittwoch im Gasthof Goldener Engel statt. Kernvorstandsvorsitzende Stefanie Schrembs begrüßte die Bezirksvorsitzende Rita König, den geistlichen Beirat Pfarrer Thomas Kraus sowie zahlreiche Mitglieder. Nach der Feststellung der Tagesordnung folgten die Berichte der Vorstandschaft, die ein aktives und vielseitiges Vereinsjahr widerspiegelten. Im Anschluss standen die Neuwahlen im Mittelpunkt der Versammlung. Das Führungsteam wurde für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. Stefanie Schrembs und Lisa Schiml führen den Frauenbund weiterhin gemeinsam. Das Amt der Schatzmeisterin übernimmt erneut Lisa Schiml, die Schriftführung liegt wie bisher in gemeinsamer Verantwortung von Stefanie Schrembs und Lisa Schiml. Auch die Beisitzerinnen Barbara Schultes, Regina Reger, Claudia Schrembs, Manuela Schrembs und Ingrid Dumler wurden wiedergewählt. Die Kassenprüfung übernehmen weiterhin Annette Wöhrl und Gerlinde Wagner. Unter dem Punkt Wünsche und Anträge wurden Veranstaltungen wie ein Kochabend, Fachvorträge für jung und alt, ein Tagesausflug der Pfarreiengemeinschaft Kemnath/Kastl/Waldeck und ein Kaffeekränzchen angeregt, Voraussetzung hierfür ist die Suche nach einer geeigneten Nachmittagslokalität. Bezirksvorsitzende Rita König bedankte sich bei der gesamten Vorstandschaft für die wertvolle Arbeit und bat die anwesenden Mitglieder weiterhin die Veranstaltungen zu besuchen. Pfarrer Thomas Kraus lobte das große Engagement des Frauenbundes und betonte, dass die vielfältigen Angebote einen wichtigen Beitrag zu einem lebendigen Miteinander in der Pfarrei leisten. Mit einem engagierten Vorstandsteam blickt der Frauenbund Waldeck motiviert auf das kommende Vereinsjahr.
Eine frohe Schar der Waldecker Sternsinger wurde von Pfarrer Thomas Kraus bei dem Festgottesdienst mit dem Segen zu den Bewohnern von Waldeck und Umgebung gesandt.  (Bild: Claudia Hösl)

Sternsinger sollen mit Freude den Segen bringen

„Schule statt Fabrik - Sternsinger gegen Kinderarbeit“. Unter dem Motto der diesjährigen Sternsingeraktion begrüßte Pfarrer Thomas Kraus zu Beginn des Gottesdienstes die Sternsinger in der Waldecker Pfarrkirche. Kinder in Bangladesch und vielen anderen armen Ländern werden unter unmenschlichen Bedingungen zu harter Arbeit gezwungen. Dem soll der Erlös der Aktion Abhilfe schaffen und den Kindern das Recht auf Bildung stärken und ermöglichen. In seiner Ansprache bestärkte Pfarrer Kraus die Sternsinger mit den Worten, dass sie durch ihren Besuch in den Häusern und Wohnungen den Menschen viel Freude und den Segen des neugeborenen Kindes bringen. Mit dem Erlebnis in der Gemeinschaft soll an diesem Tag auch die Freude und der Spaß ihr Begleiter sein. Durch die Kyrierufe und Fürbitten gestalteten die Sternsinger den Gottesdienst mit. Pfarrer Kraus segnete das Weihwasser, die Kreide, die Segensstreifen und den Weihrauch, dem allen an diesem Tag eine besondere Bedeutung zukam. Sein Dank galt den Helferinnen und Helfern, die mithalfen, dass der Dreikönigstag ein erfolgreicher und freudiger Tag für die Sternsinger wurde. Auch der freiwilligen Feuerwehr für die Bereitstellung des Feuerwehrhauses zum Mittagessen und dem Catering galt ein Dankeschön. Nach dem Schlusslied „ O du fröhliche“ starteten die Sternsinger in ihren Gruppen um den Bewohnern in Waldeck und den umliegenden Ortschaften die frohe Botschaft und den Segen zu bringen.
Von links: Stefanie Schrembs, Susanne Wagner, Lisa Schiml, Elisabeth Zintl. (Bild: Stefanie Schrembs)

Spendenübergabe des Frauenbundes Waldeck

Bei der Jahreshauptversammlung im Januar dieses Jahres äußerten die Mitglieder des Frauenbundes Waldeck den Wunsch, die 500 € der diesjährigen Vereinsspende an das Hospiz Sankt Felix in Neustadt an der Waldnaab zu überreichen. Beim Übergabetermin wurden die Kernvorstände Stefanie Schrembs und Lisa Schiml von Frau Susanne Wagner, der Leiterin der Einrichtung, herzlich empfangen. Anschließend erhielten sie einen eindrucksvollen Einblick in die wichtige Arbeit des Pflegeteams, das schwerkranke Menschen auf sensibler, professioneller Weise begleitet und unterstützt. Da jeder Mensch ohne Vorwarnung in eine solche schwierige Lebenssituation geraten kann und möglicherweise selbst auf solche Hilfe angewiesen ist, ist die finanzielle Unterstützung dieser Einrichtung eine besonders sinnvolle Investition in Menschlichkeit und Fürsorge. Der Frauenbund Waldeck sammelt die Spenden jährlich aus den Erlösen seiner Bastelaktionen bei den Kirchenfesten. Deshalb war es den Mitgliedern eine Herzensangelegenheit, auch diese Institution zu unterstützen und damit einen wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten. Frau Wagner bedankte sich herzlich bei den Vorständen für das Engagement und die Unterstützung, da ein Teil der jährlichen Kosten durch Einnahmen und Spenden gedeckt werden müssen. Der Frauenbund Waldeck hofft, auch im kommenden Jahr wieder durch die Bastelaktionen weitere Erlöse zu erzielen, um so die Welt ein kleines Stück besser zu machen.
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