von links: Margit Hübner, Sonja Schindler, Gertraud Burkhart, Pfarrerin Friederike Steiner (Bild: Norbert Schröter)

Ehrungen der Kirchengemeinde Wirbenz/Kemnath/ Immenreuth

Kantate ist der vierte Sonntag nach Ostern im evangelischen Kirchenjahr und wird häufig als „Sonntag der Kirchenmusik“ gefeiert. Er steht ganz im Zeichen des Lobes Gottes, des Gesangs und der Freude. Diesen besonderen Gottesdienst nahm unsere Kirchengemeinde zum Anlass, mehrere Ehrungen vorzunehmen. Geehrt wurde Frau Gertraud Burkhardt, die vor genau 25 Jahren – am 05. Mai 2001 – als Prädikantin ihren ersten eigenständig geleiteten Gottesdienst hielt. Seitdem ist sie unermüdlich im Einsatz. Unsere Pfarrerin Friederike Steiner würdigte ihre treuen Dienste und sprach ihr einen großen Dank für ihr langjähriges Engagement aus. Auch im Posaunenchor gab es zwei Jubiläen zu feiern. Für 25 Jahre treuen Bläserdienst wurden Sonja Schindler und Peter Burkhardt (verhindert) ausgezeichnet. Die Obfrau des Posaunenchores Margit Hübner übernahm die Ehrungen und würdigte die beiden Jubilare mit herzlichen Worten. Gerade die regelmäßige Teilnahme an den wöchentlichen Proben ist neben Beruf und Familie nicht selbstverständlich. Umso wertvoller ist die starke Gemeinschaft, die sich im Posaunenchor entwickelt hat – ein Gewinn, der sich „doppelt und dreifach“ auszahlt. Wer Lust hat, ob jung oder alt, Anfänger oder erfahren, ist herzlich eingeladen, bei uns einzusteigen. Interessierte können sich gerne bei unserer Obfrau Margit Hübner oder der Dirigentin Susanne Kropf melden. Die Telefonnummern finden sich auf unserer Kirchenhomepage oder können im Pfarrbüro erfragt werden.
Jutta Wiesner begrüßt die Gäste (Bild: Alfred Schuster)

Einmal im Gras sitzen

Einmal im Gras sitzen, nichts tun und nur genießen. Mit diesen Worten aus einer Geschichte von Elke Bräunling eröffnete Jutta Wiesner das Café miteinander im SOS-Kinderdorf Oberpfalz und begrüßte die zahlreichen Gäste. Pfarrerin Friederike Steiner lud dann alle zur Stärkung zu Kaffee und Kuchen ein, bevor das Gedächtnistraining begann. Es gab viel Gesprächsstoff und eine gewisse Spannung war deutlich zu spüren. So dann übernahm Frau Steiner die Moderation und erwies sich als versierte Kennerin. In einer Geschichte verpackte sie verschiedene Sprichwörter und die Besucher mussten die angefangenen Sätze vervollständigen. Endlich ist es Mai und der April ist vorbei. Denn der April macht,…oder es regnet, wie…Es folgte ein Märchenquiz. „Ein chirurgischer Eingriff rettet die Familie“ oder „Ein Halbstarker verschleudert sein Vermögen“, waren Beispiele von insgesamt 15. In Vierergruppen wurden die Aufgaben gelöst. Die Stimmung war heiter und ausgelassen. Bei weiteren Quizfragen – „Wo befindet sich die spanische Treppe“ oder beim Teekesselchen waren die Gemüter erhitzt und so manches war ja auch nicht ganz einfach. Alle waren konzentriert und interessiert dabei. Zu einzelnen Fragen ließ die Pfarrerin wiederholt Erinnerungen und Anekdoten aus ihrer Kindheit und Jugendzeit einfließen, was zu Erheiterung beitrug. Brigitte Strößner beendete mit einem Segen den kurzweiligen Nachmittag und lud zu BINGO am 2. Juni 2026 herzlich ein.
Isolde Guba von der Seniorenfachstelle des Landratsamtes Tirschenreuth (Bild: Alfred Schuster)

Sicher und bequem wohnen im Alter

Pfarrerin Friederike Steiner eröffnete das Cafe miteinander mit einer Kurzgeschichte von Elke Bräunling. Ein altes Ehepaar macht seinen geliebten Garten winterfest, dabei kommt ein unter einem Rosmarinstrauch versteckter kleiner Igel zum Vorschein. Um ihm ein behagliches Winterlager zu schaffen, wird das Gartenlaub zu einem großen Blätterberg zusammengefegt und mit Holzscheiten und trockenen Zweigen beschwert. So können wir in unserem Garten Tieren ein Zuhause bieten. Für unser Zuhause können wir auch das eine oder andere tun, um altersgerechtes und damit sicheres Wohnen zu ermöglichen. Mit diesen Worten leitete sie über zu Isolde Guba von der Seniorenfachstelle des Landratsamtes Tirschenreuth. Nach einer kurzen, persönlichen Vorstellung gab die Referentin einen fünfzig- minütigen Überblick über ein komfortables, langfristiges und gutes Wohnen in den eigenen Räumen. Dabei sprach sie vor allem die kritischen Bereiche Eingang, Treppen und Badezimmer an. Anpassungen lohnen sich zu jeder Zeit und nicht erst, wenn der Kranken-hausaufenthalt oder die Reha sich dem Ende nähern. Leider musste sie auch darauf hin- weisen, dass der Bayrische Staat die Förderung für Umbauten eingestellt hat. Bei einem Pflegegrad übernimmt die Kasse 4.180,00 €. Was ohne finanzielle Mittel geht, ist die Reduzierung von längst nicht mehr benötigten Haushaltswaren. Die Musterwohnung in Tirschenreuth steht für jede und jeden offen. In 2026 gibt es vier Tage der offenen Musterwohnung. Mit einem riesigen Applaus und einem kleinen Präsent wurde Frau Guba verabschiedet. Brigitte Strößner beschloss den informativen Nachmittag mit einem irischen Segen und lud zum nächsten Cafe miteinander am 02.12.25 ein.
„Du hast uns deine Welt geschenkt” (Bild: Robert Kropf)

Fröhliche Erntedank-Kirchweih-Gottesdienst in der Kulturscheune Wirbenz

Am Erntedank Sonntag wurde in der Kulturscheune Wirbenz ein festlicher Kombi-Gottesdienst gefeiert – eine stimmungsvolle Verbindung von Erntedankfest und Kirchweih („Kirwa”). Rund 200 Gäste versammelten sich in der liebevoll vorbereiteten Scheune, die zuvor von der Kirwajugend vom Kirwatanz befreit worden war. Der Posaunenchor eröffnete den Gottesdienst mit der Fanfare „Offene Herzen”, während Pfarrerin Friederike Steiner gemeinsam mit den Kindergottesdienstkindern und dem Team um Gerlinde Nerlich feierlich einzog – begleitet von drei Handwagen voller gespendeter Erntegaben. Ein bewegender Dialog zwischen Marianne Schneider (in der Rolle einer gestressten Frau) und Gerlinde Nerlich thematisierte die Bedeutung, sich Zeit für die schönen Dinge des Lebens zu nehmen. Die Kinder unterstrichen dies mit Bildern und dem Lied „Du hast uns deine Welt geschenkt”, musikalisch begleitet von Gitarre und Gesang. Die Predigt von Pfarrerin Steiner stand unter dem Titel „Alexa, starte Heilige Momente!” – ein kritischer Blick auf die Suche nach Glück und Sinn in einer Welt voller vermeintlicher Heilsversprechen. Sie rief dazu auf, die echten heiligen Momente im Glauben und in der Gemeinschaft zu suchen – nicht nur in der Kulturscheune, sondern auch in der wunderschönen St. Johannis-Kirche. Mit großem Beifall wurden alle Mitwirkenden für ihr Engagement belohnt. Der Posaunenchor rundete den Gottesdienst mit dem Lied „Einladung zum Lobe Gottes” ab – ebenfalls unter begeistertem Applaus. Alle gespendeten Erntedankgaben erhält auch in diesem Jahr wieder die Tafel in Kemnath.

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