Isolde Guba von der Seniorenfachstelle des Landratsamtes Tirschenreuth (Bild: Alfred Schuster)

Sicher und bequem wohnen im Alter

Pfarrerin Friederike Steiner eröffnete das Cafe miteinander mit einer Kurzgeschichte von Elke Bräunling. Ein altes Ehepaar macht seinen geliebten Garten winterfest, dabei kommt ein unter einem Rosmarinstrauch versteckter kleiner Igel zum Vorschein. Um ihm ein behagliches Winterlager zu schaffen, wird das Gartenlaub zu einem großen Blätterberg zusammengefegt und mit Holzscheiten und trockenen Zweigen beschwert. So können wir in unserem Garten Tieren ein Zuhause bieten. Für unser Zuhause können wir auch das eine oder andere tun, um altersgerechtes und damit sicheres Wohnen zu ermöglichen. Mit diesen Worten leitete sie über zu Isolde Guba von der Seniorenfachstelle des Landratsamtes Tirschenreuth. Nach einer kurzen, persönlichen Vorstellung gab die Referentin einen fünfzig- minütigen Überblick über ein komfortables, langfristiges und gutes Wohnen in den eigenen Räumen. Dabei sprach sie vor allem die kritischen Bereiche Eingang, Treppen und Badezimmer an. Anpassungen lohnen sich zu jeder Zeit und nicht erst, wenn der Kranken-hausaufenthalt oder die Reha sich dem Ende nähern. Leider musste sie auch darauf hin- weisen, dass der Bayrische Staat die Förderung für Umbauten eingestellt hat. Bei einem Pflegegrad übernimmt die Kasse 4.180,00 €. Was ohne finanzielle Mittel geht, ist die Reduzierung von längst nicht mehr benötigten Haushaltswaren. Die Musterwohnung in Tirschenreuth steht für jede und jeden offen. In 2026 gibt es vier Tage der offenen Musterwohnung. Mit einem riesigen Applaus und einem kleinen Präsent wurde Frau Guba verabschiedet. Brigitte Strößner beschloss den informativen Nachmittag mit einem irischen Segen und lud zum nächsten Cafe miteinander am 02.12.25 ein.
„Du hast uns deine Welt geschenkt” (Bild: Robert Kropf)

Fröhliche Erntedank-Kirchweih-Gottesdienst in der Kulturscheune Wirbenz

Am Erntedank Sonntag wurde in der Kulturscheune Wirbenz ein festlicher Kombi-Gottesdienst gefeiert – eine stimmungsvolle Verbindung von Erntedankfest und Kirchweih („Kirwa”). Rund 200 Gäste versammelten sich in der liebevoll vorbereiteten Scheune, die zuvor von der Kirwajugend vom Kirwatanz befreit worden war. Der Posaunenchor eröffnete den Gottesdienst mit der Fanfare „Offene Herzen”, während Pfarrerin Friederike Steiner gemeinsam mit den Kindergottesdienstkindern und dem Team um Gerlinde Nerlich feierlich einzog – begleitet von drei Handwagen voller gespendeter Erntegaben. Ein bewegender Dialog zwischen Marianne Schneider (in der Rolle einer gestressten Frau) und Gerlinde Nerlich thematisierte die Bedeutung, sich Zeit für die schönen Dinge des Lebens zu nehmen. Die Kinder unterstrichen dies mit Bildern und dem Lied „Du hast uns deine Welt geschenkt”, musikalisch begleitet von Gitarre und Gesang. Die Predigt von Pfarrerin Steiner stand unter dem Titel „Alexa, starte Heilige Momente!” – ein kritischer Blick auf die Suche nach Glück und Sinn in einer Welt voller vermeintlicher Heilsversprechen. Sie rief dazu auf, die echten heiligen Momente im Glauben und in der Gemeinschaft zu suchen – nicht nur in der Kulturscheune, sondern auch in der wunderschönen St. Johannis-Kirche. Mit großem Beifall wurden alle Mitwirkenden für ihr Engagement belohnt. Der Posaunenchor rundete den Gottesdienst mit dem Lied „Einladung zum Lobe Gottes” ab – ebenfalls unter begeistertem Applaus. Alle gespendeten Erntedankgaben erhält auch in diesem Jahr wieder die Tafel in Kemnath.
Wally und Willibald Schäffler werden verabschiedet<br>(v.l. Ursula Schuster, Wally Schäffler, Willibald Schäffler, Brigitte Strößner) (Bild: Alfred Schuster)

Fit bleiben mit Gedächtnisübungen

Mit einer fröhlichen Sommergeschichte „Großtante Emilies Sommerkuchen” begrüßte Ursula Schuster die zahlreichen Gäste im cafe miteinander und lud sie dann zu Kaffee und Kuchen ein. Fit bleiben mit Gedächtnisübungen war das Thema und so wurden die Besucher: innen ganz schön gefordert. Die Spannung war groß und alle waren aktiv und interessiert dabei. Dem Anfang war ein Märchenquiz geschuldet. Es gab die neuesten Schlagzeilen aus der Märchenzeitung. Alle durften mit raten wenn es z.B. hieß: „Chirurgischer Eingriff rettet Familie” (Der Wolf und die sieben Geißlein) oder „Alte Dame möchte Jüngling vernaschen” (Hänsel und Gretel). Weiter ging es mit Begriffe erraten. „Holz-Späne-Tischler-glatt” (Hobel); „Mann-Hals-lang-Anzug” (Krawatte); „Luft-warm-pusten-trocknen” (Föhn). Zum Schluss dieser Übungen wurden Bilder an die Leinwand projektiert, Fragen dazu gestellt und jede und jeder durfte auf einem Zettel seine Antworten aufschreiben. Insgesamt staunten die Teamer nicht schlecht, wie aufnahmefähig, flink, gewandt und reaktionsschnell die Mitspieler waren. Leider gab es auch einen wehmütigen Moment. Wally und Willibald Schäffler wurden aus der Vorbereitungsgruppe auf eigenen Wunsch verabschiedet. Das Leben hat sie vor andere Herausforderungen gestellt. Als Gäste bleiben sie dem cafe miteinander treu. Ganz herzlich dankte Ursula Schuster der Mitinitiatorin für ihre Ideen und die unkomplizierte Zusammenarbeit. Ursula Schuster und Brigitte Strößner überreichten an Wally Schäffler einen Blumenstrauß und an Willibald Schäffler einen symbolischen Schlüssel (er war u.a. unser Liftboy). Bevor Alfred Schuster mit einem Segen der Erinnerung die Gemeinschaft verabschiedete, sangen alle im Kanon „Viel Glück und viel Segen” für Günter Hartmann zum 90. Geburtstag. Herzliche Einladung erging zum nächsten cafe miteinander am 02.09.2025 mit dem Thema: „Pflegebedürftigkeit – was nun”? mit Kerstin Stadter, SVLFG.
north