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Die leckeren Kräuterbrote schmeckten allen Kindern sehr gut. (Bild: Andrea Sollfrank)

Ferienprogramm des Frauenbundes Vohenstrauß begeistert 25 Kinder

Passend zum bevorstehenden Fest Maria Himmelfahrt drehte sich beim Ferienprogramm des Frauenbundes Vohenstrauß alles um Kräuter. 25 Kinder nutzten die Gelegenheit, die vielfältige Welt der Pflanzen spielerisch zu entdecken und dabei allerhand Wissenswertes zu erfahren. Zu Beginn begrüßte Corinna Kreisl die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer und las ihnen eine Geschichte von der kleinen Lina und dem Lavendel vor. Anschließend ging es an vier abwechslungsreichen Stationen weiter, bei denen die Kinder mit allen Sinnen gefordert waren. Beim ersten Spiel galt es, allein durch Riechen zusammengehörende Kräuterpaare zu finden. An einer weiteren Station konnten die Kinder mit Lupen die Blätter verschiedener Pflanzen ganz genau unter die Lupe nehmen. Beim Kräuter-Puzzle mussten Bilder unterschiedlicher Kräuter richtig zusammengesetzt werden. Auch Geschicklichkeit war gefragt: Mit Filzbällen transportierten die Kinder Wasser von einer Seite zur anderen, um damit die Pflanzen zu gießen. Kreativ wurde es zum Abschluss. Jedes Kind durfte ein kleines Stoffsäckchen gestalten und anschließend mit duftendem Lavendel befüllen. Außerdem konnten die Kinder kleine Kräuterheftchen verzieren. Für den bevorstehenden Gottesdienst durfte sich jedes Kind natürlich auch ein eigenes Kräutersträußchen mitnehmen, das bei Maria Himmelfahrt gesegnet werden konnte. Für eine leckere Stärkung war ebenfalls gesorgt. Die Kinder ließen sich Kressebrote, Schnittlauchbrote und Butterbrote schmecken, die sie mit essbaren Blüten nach Lust und Laune verzieren konnten. Dazu gab es erfrischendes Wasser mit Zitrone und Pfefferminze oder alternativ mit Orangenscheiben. Mit viel Begeisterung und Freude waren die Kinder bei der Sache. So wurde das Ferienprogramm des Frauenbundes nicht nur zu einem abwechslungsreichen Nachmittag, sondern vermittelte den jungen Teilnehmern ganz nebenbei auch viel Interessantes über Kräuter, ihre Besonderheiten und ihre Bedeutung rund um das Fest Maria Himmelfahrt.
Schlüsselübergabe von Angelina Voit an Julia Dobmayer, im Beisein von Kita-Leiterin Birgit Bocka, Dekan Alexander Hösl und Kirchenpfleger Werner Hanauer. (Bild: Angelina Voit)

Sprach-Kita hinterlässt bleibende Spuren – Veränderungen in der Kindertagesstätte Don Bosco Vohenstrauß

Seit 2017 nahm die Kindertagesstätte Don Bosco am Programm „Sprach-Kitas“ teil – zunächst als Bundesprogramm und ab 2023 als Landesprogramm. Von 2020 bis 2026 begleitete Angelina Voith das Programm als Sprach-Kita-Fachkraft und setzte gemeinsam mit dem pädagogischen Team zahlreiche Projekte und Impulse um. Zum 31. Dezember 2026 läuft das Programm aus, viele seiner Inhalte werden jedoch weiterhin den Kita-Alltag prägen. Im Mittelpunkt der Sprach-Kita standen die alltagsintegrierte sprachliche Bildung, die inklusive Pädagogik sowie die Zusammenarbeit mit den Familien. Sprache wurde dabei nicht nur in gezielten Angeboten aufgegriffen, sondern als fester Bestandteil des gesamten Kita-Alltags verstanden. Im gemeinsamen Spiel, bei Gesprächen, in Projekten und mithilfe unterschiedlicher Medien erhielten die Kinder vielfältige Möglichkeiten, sich auszudrücken, miteinander in Kontakt zu treten und ihre Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse mitzuteilen. Über die Jahre entstanden zahlreiche Projekte zu Sprache, Inklusion und Elternarbeit. So halfen beispielsweise die „Farbenmonster“ und eine Corona-Handpuppe den Kindern dabei, Gefühle und Veränderungen während der Pandemie kindgerecht zu verarbeiten. Auch die Kinderrechte wurden aufgegriffen, sodass die Kinder lernten, ihre Meinung zu äußern, mitzubestimmen und eigene sowie fremde Grenzen zu achten. Ein besonderes Highlight war und ist das Sprach-Restaurant im Eingangsbereich des Kindergartens. Die Idee entstand aus den Interessen und Alltagserfahrungen der Kinder, da Restaurantbesuche, Einkaufen, Kochen und gemeinsames Essen vielen von ihnen vertraut sind. Im gemeinsamen Spiel erleben sie, welche Aufgaben und Berufe es in einem Restaurant gibt, wie eine Bestellung aufgegeben wird und wie Menschen höflich miteinander sprechen. Dabei können die Kinder eigene Erlebnisse einbringen, verschiedene Rollen ausprobieren und ihren Wortschatz ganz nebenbei erweitern. Das inzwischen fest im Kita-Alltag verankerte Projekt wird auch über das Ende des Sprach-Kita-Programms hinaus fortgeführt. Da Sprache eine wichtige Grundlage für Inklusion, Integration und gesellschaftliche Teilhabe darstellt, wird Julia Dobmaier das Projekt zukünftig als Fachkraft für Integration und Inklusion übernehmen. Damit kommt es im beliebten Restaurant gewissermaßen zu einem „Pächterwechsel“. Im März 2026 schloss Julia Dobmaier zudem ihre Ausbildung zur Fachkraft für bayerische Kindertageseinrichtungen erfolgreich ab. Veränderungen und neue Wege gehören jedoch nicht nur zum Alltag im Kindergarten. Auch für einige Kinder aus der Krippe beginnt bald ein neuer Lebensabschnitt: Im September wechseln sie aus ihren bisherigen Krippengruppen in die Kindergartengruppen der Einrichtung. Aus diesem Anlass fand am Freitag, 31. Juli 2026, gemeinsam mit Dekan Hösl eine Abschlussandacht für die zukünftigen Kindergartenkinder statt. In der Mitte war ein großes Haus aufgebaut, dessen Fenster in den Farben der jeweiligen Kindergartengruppen gestaltet waren. In den Fenstern befanden sich Kerzen und Bilder der Kinder, die symbolisch bereits ihren neuen Platz im Kindergarten zeigten. Im Verlauf der Andacht durfte jedes Kind über eine Brücke gehen. Diese stand für den Weg von der Krippe in den Kindergarten und machte den bevorstehenden Übergang für die Kinder sichtbar und erlebbar. Der Gang über die Brücke verdeutlichte noch einmal, welch großer Entwicklungsschritt vor ihnen liegt: Vertrautes wird zurückgelassen, während gleichzeitig neue Räume, Beziehungen und Erfahrungen auf sie warten. So endet für die Kindertagesstätte Don Bosco zwar zum Jahresende ein langjähriges Programm, doch viele seiner Inhalte, Ideen und Werte werden weitergetragen. Gleichzeitig beginnen für die Krippenkinder neue Wege. Sowohl das Sprach-Restaurant mit seiner neuen „Pächterin“ als auch die zukünftigen Kindergartenkinder zeigen: Veränderungen bedeuten nicht nur Abschied, sondern bieten immer auch Raum für Begegnungen, Entwicklung und einen neuen Anfang.
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