Am Tännesberger Schloßberg stimmte man sich auf die Andacht ein. (Bild: Melanie Kiener)

Tännesberger Vorschulkinder bei der Abschlussandacht verabschiedet

Bei bestem Feierwetter fand im Kinderhaus St. Martin am Mittwoch wieder ein kleines Abschlussfest mit Andacht statt, bei dem wie immer die Vorschulkinder der Einrichtung verabschiedet wurden. Die 21 Schulanfänger trafen sich mit den Mitarbeitern vorab am Spielplatz. Zusammen mit Pfarrer Hösl stiegen die Kinder als Einstimmung auf die Andacht in Windeseile den Schlossberg hinauf, wo sie ein Bodenbild aus „Jesuskerze” und Wanderstöcken entdeckten. Gemeinsam erinnerten sich die Kinder an „den Weg” ihrer Kinderhauszeit und erzählten von Lieblingsplätzen und Erinnerungen. Nach dem Entzünden der Jesuskerze erzählte Pfarrer Hösl, dass auch Jesus gerne auf den Berg gegangen ist, wenn er nachdenken, oder beten wollte. Auch auf dem Schlossberg steht ein Kreuz, als Zeichen für Gottes Liebe zu den Menschen. Dies soll immer wieder daran erinnern, dass Gott jeden Weg mit uns geht. Anschließend machten sich alle zusammen, gut gestützt mit ihren Wanderstöcken hinunter zum Kinderhaus. Beim der gemeinsamen Andacht segnete Pfarrer Hösl die Kinder und überreichte als Andenken an die Kinderhauszeit eine Trinkflasche mit Namen und dem Gruppensymbol. Die Schulanfänger ließen bei den Fürbitten den Weg der vergangenen Jahre mit verschiedenen Situationen Revue passieren und die Eltern trugen ihre Bitten und Wünsche für die Zukunft der Kinder vor. Zum Schluss der Andacht wurde es noch einmal spannend. Kirchenpfleger Bernhard Walter hatte die Ehre und durfte den Kindern die Urkunde für das bestandene Seepferdchenabzeichen übergeben. Von 13 teilnehmenden Vorschulkindern schafften 12 das Abzeichen zum Frühschwimmer. Ein Kind haderte beim Tauchen, wurde aber mit dem hauseigenen Pinguin-Abzeichen (Schwimmen ohne Tauchen) belohnt. Pfarrer Hösl und Kinderhausleitung Manuela Hinkel bedankten sich abschließend bei den Verantwortlichen der Kirchenverwaltung, bei Bürgermeister Gürtler, sowie der Schulleitung Birgit Enders für die gute Zusammenarbeit. Lobende Worte gab es von den Trägerverantwortlichen für das Personal und die Leitungen der Einrichtung, sowie den Elternbeirat, der wieder die Bewirtung des anschließenden Festes übernahm. Auch die Eltern der Vorschulkinder hatten eine Überraschung für die Mitarbeiter. Sie übergaben eine Gartenbank mit den Namen der Kinder und einen Gutschein für ein gemeinsames Personalessen. Gemütlich lies man den Abend bei dem rundum gelungenen Fest ausklingen, zu dem sich später auch noch Pater Joseph hinzu gesellte.
In der Teestube der Jagdschlosswohnung lässt es sich gut plaudern. (Bild: Gabriele Buchbinder)

Senioren 60+ auf Entdeckungsreise zur historischen Reitschule in Světce

Mit einem voll besetzten Bus und 58 Teilnehmern unternahm die Gruppe 60+ eine eindrucksvolle Tagesfahrt nach Světce bei Tachov in Tschechien. Begleitet wurde die Reise im Bus der Firma Wolf-Reisen von Pater Joseph aus der Pfarreiengemeinschaft Vohenstrauß-Tännesberg. Ziel war die historische Reitschule des Fürstengeschlechts Windischgrätz, die seit 2010 als Nationalkulturdenkmal der Tschechischen Republik gilt. Sie ist die größte Reitschule Tschechiens und nach der Spanischen Hofreitschule in Wien die zweitgrößte ihrer Art in Mitteleuropa. Mit viel Humor, Charme und beeindruckendem Fachwissen führte Gästeführer Pavel Votr die Besucher durch die imposante Anlage. Er öffnete Türen zu den ehemaligen Jagdschlosswohnungen, dem Reitstall, der Schmiede, den Keller- und Wirtsräumen und ließ mit zahlreichen Geschichten das Leben der früheren Bewohner lebendig werden. Besonders seine Anekdoten rund um die Fürstenloge und das Jagd-Separée sorgten immer wieder für schmunzelnde Gesichter. Historische Gewänder und Requisiten luden die Reisegruppe zum Mitmachen ein und machten die Führung zu einem besonderen Erlebnis. Ebenso stellte Votr die heutige Nutzung des Kulturdenkmals vor. Konzerte, Filmmusikfestivals, Tage der offenen Tür und wechselnde Ausstellungen beleben die historische Reitschule. Aktuell beeindruckte eine liebevoll gestaltete Kräuterausstellung mit kunstvoll dekorierten Räumen und festlich gedeckten Tafeln. Nach knapp zwei Stunden verließen die Teilnehmer die Reitschule mit vielen neuen Eindrücken und großem Respekt vor diesem außergewöhnlichen Baudenkmal. Den geselligen Abschluss fand die Fahrt im Kastanienhof in Hinterbrünst bei einer zünftigen Brotzeit und einem frischen Pivo (Bier). Zum Abschluss bedankte sich Organisatorin Kuni Hanauer bei allen Mitreisenden für das große Interesse. Ein besonderer Dank galt Michaela Wolfinger, die mit ihren langjährigen Kontakten nach Tschechien und ihren Sprachkenntnissen die Organisation maßgeblich unterstützt hatte. Ein herzlicher Applaus würdigte ihr Engagement. Die Vorfreude auf die nächste gemeinsame Fahrt der Senioren Plus ist bereits groß.
Bei strahlendem Sonnenschein übten die Kinder mit ihren „Schloris” im Salzwasserpool des Hotels Wurzer (Bild: Manuela Hinkel)

Pinguintag kurzfristig in den Außenpool verlegt

Aktuell laufen die Vorbereitungen der Kinderhaus-Pinguine für die Seepferdchenprüfung. Seit einigen Wochen steht somit für die 21 Vorschulkinder das Erlernen der Schwimmtechniken in Vordergrund. Ungefähr die Hälfte der kleinen Pinguine kann inzwischen 25 Meter ohne Schwimmhilfe schwimmen und traut sich sowohl den Sprung vom Beckenrand, als auch das Hochtauchen eines Gegenstandes aus schultertiefem Wasser zu. Der andere Teil der Gruppe übt noch mit Hilfe von „Schloris” (um den Bauch gebundene Luftkissen) die Technik von Armen und Beinen. Der Spaß steht jedoch immer in Vordergrund. Und gerade diesmal war es für die Gruppen ein besonderer Schwimmtag. Momentan steht das Schwimmbad des Sporthotels Post, welches die Einrichtung seit Jahren nutzen darf, aufgrund Reparaturarbeiten nicht zur Verfügung. Welch ein Glück, dass gerade „die Nachbarn” des Kinderhauses ihren neuen Außenpool in Betrieb genommen haben. Die Freude bei Personal und Kindern war groß, als Doris Wurzer sofort gestattete, dass diesmal die Übungseinheit dort stattfinden darf. Ein etwas lustiges Bild konnten dann die Passanten in Tännesberg beobachten, als die Kinder bestückt mit Handtuch und in Bademänteln mit den Mitarbeiterinnen über den Marktplat huschten. (Der direkte Zugang von der Liegewiese muss erst noch fertig gestellt werden). In zwei Wochen dürfen die Kinder ihr Können dann bei der Seepferdchenprüfung beweisen. Besonders die Eltern schätzen dieses Angebot der Tännesberger Einrichtung, die mit den bereits vierjährigen Kindern regelmäßig „schwimmen” am Programm hat. Das Seepferdchen ist im Übrigen lediglich ein Abzeichen für Frühschwimmer und bescheinigt, dass die Grundlagen der Wassergewöhnung vorhanden sind. Es bedeutet jedoch noch kein sicheres Schwimmen. Auch wenn die Tännesberger Pinguine nun Schwimmen können, geht dieser Apell besonders an die Eltern.
Pfarrer i.R. Wilhelm Bauer, Dekan Alexander Hösl und Pater Joseph bei der Feier des Patroziniums. (Bild: Jenny Hofmeister)

Patrozinium in Altenstadt gefeiert – Johannes der Täufer als Wegweiser der Hoffnung

Bei hochsommerlichen Temperaturen feierte die Pfarrgemeinde in Altenstadt am Johannitag das Patrozinium ihrer Simultankirche zu Ehren des heiligen Johannes des Täufers. Zahlreiche Gläubige, Vereine und Ehrengäste nahmen an den Feierlichkeiten teil und setzten damit ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit mit ihrer Kirche und ihrem Patron. Den Auftakt bildete ein festlicher Kirchenzug vom Gemeindehaus zur Kirche. Angeführt von der Trachtenkapelle Waldthurn, dem liturgischen Dienst und Pfarrer Alexander Hösl, Pater Joseph und Pfarrer i.R. Wilhelm Bauer zogen die Altenstädter Vereine, die Mitglieder der Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungen der Pfarreiengemeinschaft sowie 3. Bürgermeister Alfons Raab mit einigen Mitgliedern des Stadtrates zur Simultankirche. Dort wurde das Patrozinium in einem feierlichen Gottesdienst begangen. Die musikalische Gestaltung übernahmen der Vohenstraußer Kirchenchor sowie die Trachtenkapelle und verliehen der Feier einen würdigen und festlichen Rahmen. Dagmar Mittelmeier übernahm den Lektorendienst. In seiner Predigt stellte Dekan Hösl den heiligen Johannes den Täufer als einen Menschen vor, der Hoffnung vermittelt und auf Christus hinweist. Unter dem Leitwort „Du bist gemeint” erinnerte er daran, dass jeder Mensch von Gott beim Namen gerufen und mit einer Aufgabe beschenkt sei. Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen angesichts gesellschaftlicher Herausforderungen resignierten, sei die Botschaft des Johannes aktueller denn je: „Wo Menschen sagen: 'Da kann man nichts mehr machen', sieht Gott neue Möglichkeiten.” Der Geistliche ermutigte die Gläubigen, selbst zu Wegbereitern für andere zu werden – durch Aufmerksamkeit, Hilfsbereitschaft und ein glaubwürdiges christliches Leben. Nicht große Worte oder spektakuläre Taten seien entscheidend, sondern die kleinen Gesten des Alltags, durch die Gottes Liebe sichtbar werde. Im Rahmen der Fürbitten wurde auch der verstorbenen Jutta Zenefels gedacht, die gemeinsam mit ihrem Ehemann über viele Jahre die Geschicke des Altenstädter Kirchenchores mitgeprägt hatte und die kürzlich in Lappersdorf verstorben ist. Angesichts der großen Hitze waren viele Gottesdienstbesucher dankbar für die angenehme Kühle des historischen Kirchenraumes. Nach dem Gottesdienst klang das Patroziniumsfest in geselliger Runde beim Schlosswirt aus. Dort sorgte die Trachtenkapelle erneut für beste Unterhaltung und trug zu einem gemütlichen Beisammensein bei, bei dem die Besucher Gelegenheit zu Begegnung und Austausch hatten. So verband das Altenstädter Patrozinium auf schöne Weise Glauben, Gemeinschaft und Tradition und erinnerte daran, dass die Botschaft des heiligen Johannes des Täufers auch heute nichts von ihrer Aktualität verloren hat.
Pfarrer Ronald Liesaus mit Lektorin Michsela Wolfinger. (Bild: Dr. Manfred Bauer)

Fronleichnam in Altenstadt/Vohenstrauß

Bei idealem Wetter feierte die Filialgemeinde am Sonntag, 08.06.2026 das Fronleichnamsfest mit einem festlichen Gottesdienst und einer beeindruckenden Prozession. Die große Beteiligung von Pfarrangehörigen zeigte eindrucksvoll die Lebendigkeit und den Zusammenhalt der Glaubensgemeinschaft. Der Gottesdienst wurde von Pfarrer Reinold Liesaus zelebriert. Die musikalische Gestaltung übernahm der Kirchenchor unter der Leitung von Claudia Gruber. Während der Prozession wurde die Gemeinde von einem Bläserensemble unter der Leitung von Johannes Gruber begleitet. Als Lektoren wirkten Michaela Wolfinger, Anja Gruber, Gisela Lang und Dr. Manfred Bauer mit. Besonders erfreulich war die große Beteiligung zahlreicher Vereine, Verbände und kirchlicher und kommunaler Gremien. An der Spitze gingen Kirchenpfleger Werner Hanauer und Pfarrgemeinderatssprecher Dr. Manfred Bauer mit den Mitgliedern der Gremien. Ein schönes Zeichen des Miteinanders setzte auch 3. Bürgermeister Alfons Raab, der gemeinsam mit Mitgliedern des Stadtrats an der Feier teilnahm. Seine Anwesenheit wurde von vielen als Ausdruck gegenseitiger Wertschätzung und Verbundenheit innerhalb der Stadtgemeinschaft wahrgenommen. Zahlreiche Ministrantinnen und Ministranten verliehen der Feier einen besonders festlichen Rahmen. Entlang des Prozessionsweges waren vier liebevoll gestaltete Altäre von Männerverein, Burschenverein, Ministranten und Frauenbund aufgebaut worden, die jeweils einen eigenen Schwerpunkt setzten. Die Fronleichnamsprozession stand unter dem Leitgedanken „Christus geht mit uns”. An den vier Altären wurde darüber nachgedacht, wie Christus die Menschen in ihren Familien, in Schule und Beruf, in Krankheit und Leid sowie auf dem Weg in die Zukunft begleitet.
Die Feier des Pfarrfestes auf dem Kirchplatz (Bild: Heiner Reber)

Pfarrfest trotz kühler Witterung ein voller Erfolg

Auch wenn sich das Wetter am Sonntag von seiner kühlen und bewölkten Seite zeigte, erwies sich das Pfarrfest der Pfarrei als voller Erfolg. Zahlreiche Gläubige und Gäste waren der Einladung gefolgt und erlebten einen Tag voller Gemeinschaft, Begegnung und gelebten Glaubens. Nach dem Gottesdienst begann auf dem Kirchplatz der Festbetrieb. Die niedrigen Temperaturen konnten der guten Stimmung nichts anhaben. Im Gegenteil: Der Andrang an den Essensständen war so groß, dass am Nachmittag sogar noch einmal Nachschub organisiert werden musste. Bis zum Abend waren sämtliche Speisen sowie das reichhaltige Kuchenbuffet restlos verkauft – ein deutliches Zeichen für die große Resonanz des Pfarrfestes. Für die musikalische Unterhaltung sorgten im Laufe des Tages Johannes Gruber mit seinen „Straßenmusikanten” sowie die Vohenstraußer Blasmusik und trugen maßgeblich zur festlichen Atmosphäre bei. Christas „Kunst und Krempel” war mit einem Flohmarktstand vertreten. Der Frauenbund Vohenstrauß verwöhnte die Besucher mit einem reichhaltigen Kuchenbuffet, während der Frauenbund Altenstadt die Bewirtung übernahm. Die Jugendgruppen und Ministranten kümmerten sich mit Kinderschminken, Taschenbemalen und einem Crêpes-Stand um die kleinen Gäste. Dass das Pfarrfest erneut zu einem gelungenen Gemeinschaftserlebnis wurde, war dem großen Engagement zahlreicher Ehrenamtlicher zu verdanken. Viele Helferinnen und Helfer – darunter besonders viele Jugendliche und Ministranten – engagierten sich bereits bei den Vorbereitungen, übernahmen Dienste während des Festes und packten beim Auf- und Abbau tatkräftig mit an. Auch die Kirchenverwaltung, die Außenorte der Pfarreiengemeinschaft sowie der Pfarrgemeinderat als Hauptorganisator trugen wesentlich zum Gelingen des Festes bei. Stellvertretend für die vielen Ehrenamtlichen wurden Steffi Töppel mit ihrem Team sowie Dr. Manfred Bauer und Reinhard Kick für ihren besonderen Einsatz hervorgehoben.
Familiengottesdienst im Garten der Grundschule (Bild: : Heiner Reber)

„Am Ball bleiben“ – Familiengottesdienst der Pfarrgemeinde Vohenstrauß mit starkem Zeichen der Gemeinschaft

Passend zum Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada stand auch der Familiengottesdienst am Sonntag ganz im Zeichen des runden Leders. Unter dem Motto „Am Ball bleiben“ feierten zahlreiche Familien gemeinsam einen lebendigen und abwechslungsreichen Gottesdienst, der Glauben und Fußball auf kreative Weise miteinander verband. Vorbereitet wurde die Feier von Ann-Katrin Eiber, Elisabeth Kick und ihrem engagierten Team. Für die stimmungsvolle musikalische Gestaltung sorgten Ludwig Putzer sowie Claudia und Johannes Gruber. Das technische Equipment betreuten Hausmeister Thomas Beierl und Kirchenpfleger Werner Hanauer. Schon zu Beginn wurde deutlich, dass es an diesem Vormittag um weit mehr ging als um Tore und Tabellen. Viele Kinder kamen stolz in den Trikots ihrer Lieblingsvereine oder Nationalmannschaften in den Pausenhof der Grundschule und machten den Gottesdienst zu einem bunten und fröhlichen Erlebnis. In einem anschaulichen Anspiel wurde das Bild einer Fußballmannschaft auf das Leben als Christ übertragen. Gott wurde als Trainer vorgestellt, der seine „Mannschaft“ begleitet, stärkt und jedem Einzelnen einen wichtigen Platz gibt. Begriffe wie Fairplay, Teamgeist und regelmäßiges Training wurden mit dem christlichen Glauben verbunden und machten deutlich, dass Zusammenhalt, gegenseitige Unterstützung und Respekt nicht nur auf dem Spielfeld, sondern ebenso im Alltag und in der Kirche unverzichtbar sind. Auch die Predigt griff diesen Gedanken auf. Ausgehend vom Evangelium, in dem Jesus seine Jünger aussendet, wurde deutlich: Niemand sitzt bei Gott auf der Ersatzbank. Jeder Mensch bringt seine eigenen Talente mit und kann dazu beitragen, die Gemeinschaft lebendig zu gestalten. Ob in der Familie, in der Schule, am Arbeitsplatz oder in der Pfarrgemeinde – überall sind Menschen gefragt, die Hoffnung schenken, Frieden stiften und füreinander da sind. Die Fürbitten nahmen aktuelle Themen ebenso in den Blick wie die Fußball-Weltmeisterschaft. Die zahlreichen Besucher, insbesondere die Kinder und Familien, trugen zu einer herzlichen Atmosphäre bei und machten den Gottesdienst zu einem besonderen Gemeinschaftserlebnis.
Die 64 Firmlinge mit Domdekan em. Josef Ammer, Dekan Hösl mit den Pfarrern Wilhelm Bauer, Ronald Liesaus, Pater Jo Jovilla aus Leuchtenberg, den Diakonen Ulrich Wabra und Janusz Szubartowicz und Gemeindeassistentin Elena Harwardt. (Bild: Reinhard Kick)

64 Jugendliche empfangen in Waldau das Sakrament der Firmung

In der voll besetzten Benefiziumskirche St. Johannes Nepomuk in Waldau empfingen am Samstag 64 Jugendliche aus den Pfarreien Vohenstrauß, Böhmischbruck, Tännesberg, Roggenstein, Michldorf und Leuchtenberg das Sakrament der Firmung. Gespendet wurde die Firmung durch Domdekan em. Josef Ammer im Auftrag von Bischof Rudolf Voderholzer. Bereits zu Beginn des festlichen Gottesdienstes begrüßten Dekan Alexander Hösl und die Firmlinge den Firmspender sowie die zahlreichen Eltern, Paten und Gottesdienstbesucher. Die Jugendlichen brachten dabei ihre Freude darüber zum Ausdruck, diesen besonderen Tag gemeinsam mit ihren Familien und der Pfarrgemeinde feiern zu dürfen. Dekan Hösl feierte zusammen mit den Pfarrern Wilhelm Bauer, Ronald Liesaus, Pater Jo Jovilla aus Leuchtenberg, den Diakonen Ulrich Wabra und Janusz Szubartowicz und Gemeindeassistentin Elena Harwardt den Festgottesdienst in der voll besetzten Kirche mit. In seiner Predigt griff Domdekan Josef Ammer den Weg des Glaubens von der Taufe bis zur Firmung auf. Die Firmung sei die bewusste Bestärkung des Glaubens und die Zusage, dass Gott den Menschen durch den Heiligen Geist auf seinem Lebensweg begleite. Besonders die Handauflegung und die Salbung mit Chrisam seien sichtbare Zeichen für Gottes Nähe, seinen Schutz und seine stärkende Liebe. Der Gottesdienst stand ganz im Zeichen des Heiligen Geistes. Bereits die Lesung vom Pfingstereignis und das Evangelium von der Sendung der Jünger machten deutlich, dass Christus seine Kirche auch heute begleitet und den Menschen Kraft schenkt. Die Firmlinge erneuerten gemeinsam ihr Taufversprechen und bekannten vor der versammelten Gemeinde ihren Glauben. Während der Firmspendung begleiteten Chorgesang und meditative Texte die Feier. Dabei wurde das Bild des Feuers als Symbol des Heiligen Geistes aufgegriffen. Gottes Liebe, so wurde den Jugendlichen mit auf den Weg gegeben, sei wie ein Feuer, das wärmt, begeistert und Menschen befähigt, Verantwortung zu übernehmen und ihren Glauben im Alltag zu leben. In den Fürbitten baten die Firmlinge unter anderem für die Kirche, für Frieden in der Welt, für Kranke und Einsame sowie für ihre Familien. Besonders beteten sie um Weisheit und Mut, die richtigen Entscheidungen für ihren weiteren Lebensweg treffen zu können. Musikalisch wurde der Festgottesdienst von Sängerinnen, Sängern und Instrumentalisten feierlich unter der Leitung von Talina Winter gestaltet. Mit einfühlsamen Liedern verliehen sie der Firmfeier einen würdigen Rahmen und sorgten für eine festliche Atmosphäre. Am Ende des Gottesdienstes bedankten sich die Neugefirmten bei ihren Eltern und Paten für deren Begleitung auf ihrem Glaubensweg sowie bei allen Verantwortlichen, die sie während der Firmvorbereitung unterstützt hatten. Die Grüße der Pfarrgemeinde an die Firmlinge überbrachte Pfarrgemeinderatssprecher Dr. Manfred Bauer. Sein besonderer Dank galt Firmspender Domdekan Josef Ammer für die Spendung des Sakraments. Mit dem feierlichen Schlusssegen und dem gemeinsamen Auszug endete ein eindrucksvoller Gottesdienst, der den Jugendlichen Mut machte, ihren Glauben als lebendige Kraft im Alltag zu erfahren und als Christen Verantwortung in Kirche und Gesellschaft zu übernehmen.
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