„Alles hat ein Ende…” – auch des bunte Treiben des Vohenstraußer Faschingsvereins (VFV) fand am Aschermittwoch seinen Abschluss. Für die engagierten Mitglieder begann der Tag mit einem großen Aufräumakt, um die Stadthalle von ihrer närrischen Pracht zu befreien. Bühnenbild und Bühnenbar wurden abgebaut, die Saaldekoration abgehängt, Tische und Stühle gesäubert und die Umkleiden aufgeräumt. Jeder Handgriff zählte, denn es galt, den „Urzustand” der Halle wiederherzustellen.
Am Abend ging es dann zum beliebten Ritual des Geldbeutelwaschens im historischen „Floderboch”. Dieses alte Brauchtum ist nicht nur ein lustiges Spektakel, sondern dient auch dazu, die bösen Geister, die im Fasching das Geld aus den Taschen der Feiernden gezogen haben, zu vertreiben. Angeführt von Organisationsleiter Josef Pflaum junior, der mit seiner Marschtrommel den Takt angab, versammelten sich die VFV-Mitglieder mit Fackeln in der Hand und zogen durch die Straßen von Vohenstrauß.
Angekommen am „Floderboch” erklärte Vorstand Thomas Meyer den Anwesenden die Bedeutung dieses Rituals. Es sei eine Tradition, dass das Mitglied, das während des Faschings die meisten Ausgaben hatte, als erstes seinen Geldbeutel ins kalte Wasser taucht.
Den krönenden Abschluss bildete der gemeinsame Gang zum Gasthaus „3 Lilien”, wo beim traditionellen Fischessen die Erlebnisse der Faschingssaison nochmals lebendig wurden.