Orchester Camerata aus Ivoti in Südbrasilien in der Christuskirche in Schwend  (Bild: Gerda Stollner)

„Brasilianische Klanglandschaften” begeistern Publikum in Schwend

Mit mitreißender Spielfreude und beeindruckender musikalischer Vielfalt gastierte die Camerata aus Ivoti, Brasilien, in der Christuskirche in Schwend. Unter dem Titel „Brasilianische Klanglandschaften“ entführten die jungen Musikerinnen und Musiker ihr Publikum auf eine klangvolle Reise durch die unterschiedlichen Regionen und Epochen ihres Heimatlandes – und wurden erst nach zahlreichen Zugaben verabschiedet. Das Konzertprogramm bot einen facettenreichen Querschnitt der brasilianischen Musik. Aus dem Zusammenspiel von Rhythmus, Melodie, Poesie und besonderen Klangfarben entstand ein lebendiges musikalisches Bild Brasiliens – vom ländlichen Raum über die Gebirgsregionen bis hin zum endlosen Meer. Dabei kamen auch außergewöhnliche Instrumente wie die Viola Caipira und die Rabeca zum Einsatz, die den Darbietungen eine besondere Authentizität und einen unverwechselbaren Charakter verliehen. Die Camerata setzt sich aus Schülerinnen und Schülern, Studierenden sowie Lehrkräften des Instituto Ivoti zusammen. Unterstützt wird das Projekt vom brasilianischen Kultusministerium. Bemerkenswert: Der jüngste Musiker des Ensembles ist erst 13 Jahre alt – ein eindrucksvolles Zeichen für die engagierte Nachwuchsarbeit und das hohe musikalische Niveau der Gruppe. Eingeladen wurde das Ensemble von der Dekanatsmissionsbeauftragten Gerda Stollner. Der Auftritt in Schwend ist Teil einer seit über 40 Jahren bestehenden Partnerschaft zwischen dem Altdekanat Sulzbach-Rosenberg und dem Süden Brasiliens. Diese Verbindung lebt vom persönlichen Austausch und von Begegnungen wie dieser. „Partnerschaft muss gepflegt werden“, so die Überzeugung der Verantwortlichen – und der Konzertabend zeigte eindrucksvoll, wie bereichernd solche Begegnungen für alle Beteiligten sind. Im Rahmen ihrer diesjährigen Tournee machte die Camerata Ivoti neben Schwend auch Station in Argenthal, Waiblingen, Neuendettelsau, Jena, Dessau-Roßlau, Frankena und Postbauer-Heng. Überall begeisterte das Ensemble mit seiner musikalischen Leidenschaft und der spürbaren Freude am gemeinsamen Musizieren. Der Konzertabend in der Christuskirche war damit nicht nur ein kulturelles Highlight, sondern auch ein lebendiges Zeichen internationaler Freundschaft. Die Musik schlägt Brücken zwischen Kontinenten – und hinterlässt ein Publikum, das noch lange von den brasilianischen Klanglandschaften schwärmt.
Abschiedsfoto in der Birglandhalle in Schwend . (Bild: Gerda Stollner)

Musik baut Brücken – Begegnungswochenende mit der Camerata Ivoti im Birgland

Ein Wochenende voller Musik, Begegnung und gelebter Partnerschaft erlebte die Gemeinde Birgland mit den jungen Musikerinnen und Musikern der Camerata Ivoti aus Südbrasilien. Wochenlange Vorbereitungen machten dieses besondere Treffen möglich – getragen von großem ehrenamtlichem Engagement und herzlicher Gastfreundschaft. Ein besonderer Dank gilt Birglands Bürgermeisterin Brigitte Bachmann-Mühlinghaus sowie Brigitte Lang, der Vorsitzenden des Dekanatsausschusses des Großdekanates GemeinsamEins, die das Partnerschaftswochenende tatkräftig unterstützten. Der Gemeinderat stellte die Birglandhalle für eine kostengünstige Unterbringung zur Verfügung. Viele freiwillige Helferinnen und Helfer sorgten dafür, dass Feldbetten aufgebaut wurden und ein liebevoll vorbereiteter Empfang mit süßen und herzhaften Speisen in Kirche und Gemeindehaus stattfinden konnte. Neben den musikalischen Höhepunkten standen vor allem die persönlichen Begegnungen im Mittelpunkt. Im Gasthaus Jägerheim und im Café Anni konnten die Schülerinnen, Studenten und Lehrkräfte aus Brasilien oberpfälzer Gastlichkeit und lebendige Dorfgemeinschaft kennenlernen. Es wurde musiziert, gelacht, erzählt – und so manche neue Freundschaft geschlossen. Die Camerata Ivoti kommt aus einer Region im Süden Brasiliens, die stark von deutscher Einwanderung geprägt ist. Vor rund 100 Jahren verließen viele Deutsche aufgrund wirtschaftlicher Not ihre Heimat und fanden in Brasilien eine neue Zukunft. Noch heute tragen zahlreiche Mitglieder des Orchesters deutsche Familiennamen wie Müller, Hoppe, Klein, Kothe, Schmitt oder Walter – ein eindrucksvolles Zeugnis dieser gemeinsamen Geschichte.


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Ausgeschiedene und neu gewählte Sparten- und Jugendleiter: Stehend v.l.n.r.: 2. Vorstand Thomas Nitzbon, Helmut Graf, Jürgen Maderer, Max Nitzbon, Jonas Huber, Bürgermeisterin Brigitte Bachmann-Mühlinghaus, Elmar Halk, 1. Vorstand Thomas Melzer. Sitzend v.l.n.r.: Alica Fischer, Katja Braun, Elisa Richthammer, Daniela Barth-Geitner, Ramona Glaske.  (Bild: Norbert Nagelschmidt)

Jahreshauptversammlung ASV Schwend

Nur Positives gab es auf der Jahreshauptversammlung des ASV Schwend im Vereinsheim zu berichten. Nicht ohne Stolz verkündete der 1. Vorstand Thomas Melzer, dass die Mitgliederzahlen beim ASV die 700er-Grenze geknackt haben und nunmehr 704 Mitglieder hat. Alles überragendes Highlight des letzten Jahres war zweifelsohne das 60-jährige Vereinsjubiläum im Mai mit der Ausrichtung des Zieleinlaufes des Landkreislaufes, dem großen Festbetrieb auf dem Schwender Sportgelände mit Attraktionen wie der Kabarettistin Martina Schwarzmann oder der Bayern-3-Band sowie dem stimmungsvollen Ehrenabend im September in der Schwender Birgland-Halle. Umfangreiche Vorbereitungen über mehrere Jahre hinweg, Bildung von Arbeitsgruppen und Teams, etliche Besprechungen, Kontaktaufnahmen zu allen möglichen Ansprechpartnern und Dienstleistern und natürlich der Einsatz aller verfügbaren Kräfte in der Gemeinde am Festwochenende waren für das Gelingen und die tolle Stimmung unabdingbar - aber auch unkalkulierbare Faktoren wie das Wetter meinten es wirklich gut mit dem Verein. Melzer bedankte sich noch einmal ausdrücklich für die geleistete Arbeit und bei allen Helfern sowie den Sponsoren. Dass der ASV aber neben diesem Höhepunkt auch noch etliche andere Veranstaltungen und Aktionen wie z.B. die Faschingsbälle oder den Preisschafkopf stemmte, darüber berichtete Schriftführer Norbert Nagelschmidt. Kassier Richard Geitner informierte die Anwesenden über die Einnahmen und Ausgaben im Verein und den Kassenstand zum Jahresende 2025. Die Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet nach Aufruf von Kassenprüfer Johann Utz; er bescheinigte dem Kassier eine einwandfreie, umsichtige und sorgfältige Kassenführung. Im Anschluss berichteten die Leiter der Sparten Volleyball, Fußball, Mountainbike/Ski/Laufen und Turnen über die Ereignisse und Ergebnisse in ihren Abteilungen. Im Anschluss standen Spartenleiter- und Jugendleiter-Wahlen an: Max Nitzbon ist alter und neuer Spartenleiter bei den Fußballern; Jonas Huber ist neuer zweiter Spartenleiter. Auch die Fußball-Jugendleitung hat Max Nitzbon von Elmar Halk übernommen; zum zweiten Jugendleiter wurde Reinhard Götz gewählt. Bei der Sparte Turnen folgt Elisa Richthammer der bisherigen 1. Spartenleiterin Alica Fischer. 2. Spartenleiterin ist wie bisher Daniela Barth-Geitner; Katja Braun wurde zur neuen 3. Spartenleiterin als Nachfolgerin von Ramona Glaske gewählt. Neuer Spartenleiter im Bereich MTB/Ski/Laufen ist Jürgen Maderer; er tritt die Nachfolge von Helmut Graf an. In ihrem Grußwort zeigt sich die scheidende Bürgermeisterin Brigitte Bachmann-Mühlinghaus sehr angetan von dem Megaevent im letzten Jahr sowie von den sonstigen zahlreichen Vereinsaktivitäten. Sie bedankt sich für die allzeit gute Zusammenarbeit in den letzten zwölf Jahren ihrer Zeit als Bürgermeisterin der Gemeinde Birgland. Ernst Kölbel, neuer Schützenmeister der benachbarten Schützengemeinschaft Betzenberg/Birgland, und Philipp Nitzbon, Vorstand der evangelischen Landjugend und Mitnutzer der Räumlichkeiten im Vereinsheim, entbieten ihre besten Wünsche für den ASV und freuen sich auf weiterhin gute Zusammenarbeit.
Einen informativen und fröhlichen Saisonabschluss erlebte die ASC-Gruppe beim Tagesausflug in´s Freilandmuseum in Perschen (Bild: Michael Luber)

Saison-Abschlussausflug 2025 der ASC-Jugend - wor des schey (schön war´s)

Traditionell jährlich am 03.10. beschließt die ASC-Jugendgruppe die zurückliegende Saison mit einem besonderen Ausflug. Bei bestem sonnigen Herbstwetter, milden Temperaturen und guter Laune steuerte die große Jugendgruppe inkl. weiterer Vereinsmitglieder & Eltern das Freilandmuseum in Perschen an. Zu Beginn erwartete die Gruppe eine zweistündige Führung durch die alten, restaurierten Höfe. Eine besondere Note erhielt die Führung durch die Beimischung des alten oberpfälzer Dialekts. Dieser sorgte für einige Scherze unter den Besuchern und erforderte teils auch persönlichen Einsatz, sei es bei der Übersetzung ins Hochdeutsch oder beim Vorlesen alter Wörter/Texte. Mit viel Sympathie & kindgerechten Ausführungen wurden Einblicke in das Leben und Arbeiten früherer Generationen gewährt, alte Haustierrassen & ein alter Saustall konnten von unseren „Fankerl´n” (Lausern=Kid´s) aus nächster Nähe begutachtet, sowie echte Karpfen gefüttert werden. Nach der informativen & unterhaltsamen Führung meldete sich bei manchen ein hungriger Magen – aber auch hiergegen wurde gesorgt. Direkt neben der historischen „Bierwirtschaft” und der Holzkegelbahn von 1912 wurde dank der Hilfe vieler Freiwilliger aus der Elternschaft ein buntes Buffet unter freiem Himmel angerichtet, das mit leckeren Speisen gefüllt war. Die Kinder tobten sich nebenher in der urigen Holzkegelbahn aus und auch mancher Erwachsener versuchte sein Glück bis im gar „dasig” (schwindelig) wurde – das Kegeln mit den schweren Holzkugeln erwies sich anstrengender als gedacht – „alle Neune” wurde nie verkündet. Im Anschluss steuerte der Tross den Monte Kaolino in Hirschau an. Hier konnten die Kids rodeln oder den Berg zu Fuß erklimmen. Unter großem Gelächter und barfuß erfolgte der Abstieg dann in gottseidank schnellerem Tempo. Den Abschluss des Tages bildete ein geselliges Beisammensein im Jägerheim in Schwend. Alle waren begeistert von diesem gelungenen Ausflug – ein großartiges Erlebnis, das noch lange in Erinnerung bleibt.
Gründungsmitglieder mit Bgm. Brigitte Bachmann Mühlinghaus, 1. Vorstand Thomas Melzer und 2. Vorstand Thomas Nitzbon (Bild: Eva Dehling)

Ehrenabend ASV Schwend 60-jähriges Vereinsjubiläum

War der Monat Mai noch ganz im Zeichen toller Mega-Events auf dem Sportgelände gestanden, so war es jetzt an der Zeit für die Ehrungen aller Vereinsjubilare, Betreuer und Helfer des ASV Schwend im Rahmen seiner diesjährigen 60-Jahr-Feier. Vorstand Thomas Melzer zeigte sich in seiner Begrüßungsrede in der Schwender Birgland-Halle sichtlich ergriffen von dem tollen Zuspruch an diesem Abend; die Halle war bestens besucht. Die dem Verein zuteil gewordene Unterstützung von allen möglichen Seiten beim Festwochenende im Mai war ein wesentlicher Punkt, der zum Gelingen der so erfolgreichen Veranstaltungen geführt hat (die SRZ berichtete ausführlich). Das wäre ohne die vielen helfenden Hände aus dem Verein, der Bevölkerung und natürlich der vielen Sponsoren nicht möglich gewesen. Dieser Ehrenabend, so Melzer, gehört insbesondere auch den über 300 Helfer*Innen für das Festwochenende, bei dem sie alle ausnahmslos tollen Einsatz zeigten, und den eigens für die Vorbereitungen installierten Teamleiter*Innen, die die Fäden für die einzelnen Aufgabenbereiche zusammenhielten und die Umsetzung mit den Helfer*Innen vorantrieben. Nach der hervorragenden Verpflegung durch die Birgland-Wirte des ASV, die schon den Festbetrieb im Mai gastronomisch so toll begleitet hatten, gab eine Reihe von Würdigungen vorzunehmen: Den Gründungsmitgliedern, die auch jetzt noch im Verein Mitglied sind, sowie den Jubilaren für 60-, 50-, 40- und 25-jährige Mitgliedschaften und den Festsponsoren, Trainern, Betreuern und Vereinsfunktionären, wurde eine gebührende Ehrung durch die Vorstandschaft und die Bürgermeisterin zuteil. Besonders erfreut war Thomas Melzer über die Anwesenheit der Gründungsmitglieder und der von Ingrid und Horst Ziesmann; die derzeit ältesten Vereinsmitglieder. Beide hatten mit ihrem Engagement und ihren Aktivitäten das Vereinsgeschehen und das Gesicht des ASV über Jahrzehnte hinweg maßgeblich mit geprägt. Brigitte Bachmann-Mühlinghaus, Bürgermeisterin der Gemeinde Birgland, sprach ihren Dank für den geleisteten Einsatz beim Festwochenende aus: der ASV Schwend hat mit dieser Veranstaltung im Mai aus ihrer Sicht ein Ausrufezeichen gesetzt, welches es bei kommenden Vereins-Events für die potenziellen Nachfolger sehr anspruchsvoll machen wird, dieses noch zu toppen. Für sie war es ein weit über die Gemeindegrenzen hinaus wirkendes tolles Fest; sie sah nur in zufriedene Gesichter beim ASV, und das gemeinsame Fest hat alle Beteiligten ein Stück weit zusammengeschweißt.
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